Hermann Nordmeyer
Hermann Nordmeyer (* 16. April 1897 in Altenhagen; † 12. März 1968 in Sennestadt) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP).
Leben
Hermann Nordmeyer war ein Sohn des Landwirts Hermann Nordmeyer und machte nach dem Besuch der Handelsschule in Bielefeld eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann und musste Kriegsdienst leisten. Danach arbeitete er anschließend bis 1932 in verschiedenen Branchen (auch Korrespondent und Reisender). Zum 1. August 1931 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 616.098),[1] wo er das Amt des Kassen- und Personalamtsleiters übernahm. Von 1934 an war er Mitglied in der NSV und auch Angehöriger der DAF. Vom 19. November 1941 bis zum 11. Juni 1944 übernahm er vertretungsweise die NSDAP-Kreisleitung in Höxter-Warburg und war danach definitiv unter Belassung der Dienststelle bei der DAF Kreisleiter bis zum Ende des Krieges.
Vom 14. Juni 1945 an wurde er in Siegburg, im Internierungslager Recklinghausen-Hillerheide und im Lager Staumühle interniert und zwischenzeitlich in der Nervenklinik Eickelborn behandelt und anschließend durch die Spruchkammer Hiddesen am 11. März 1948 zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr sowie zu einer Geldstrafe von 2000 Reichsmark verurteilt. Gegen dieses Urteil legte der Ankläger Revision ein mit dem Ergebnis, dass eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten, die durch die Zeit der Internierung verbüßt waren, verhängt wurde. Dazu kam eine Geldstrafe von 500 DM. Wegen seiner schwierigen finanziellen Situation stellte er Anträge auf Stundung der Geldstrafe, die abgelehnt wurden. Letztlich stellte Nordmeyer einen Antrag auf Amnestierung der restlichen Verfahrenskosten, der vom Obersten Spruchgerichtshof in Hamm abgelehnt wurde. Im Entnazifizierungsverfahren wurde er vom Hauptausschuss Herford am 10. Februar 1949 in die Kategorie III (Minderbelastet) mit allen Sanktionen eingestuft. Nordmeyer verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst als Hilfsarbeiter in der Landwirtschaft seines Bruders (gegen Kost und Logis) und war anschließend als Handelsvertreter in der Möbelbranche bzw. Versicherungsvertreter in Bielefeld tätig.
Literatur
- Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 175 (Digitalisat)
Einzelnachweise
- ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/30831590