Hermann Lilie (Admiral)

Hermann Lilie (* 8. April 1856; † 1938) war ein deutscher Marineoffizier der Kaiserlichen Marine.

Leben

Hermann Lilie trat im April 1873 als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein.[1] Am 19. Februar 1889 wurde er Korvettenkapitän und war im gleichen Jahr auf der Baden und der Mars.[2]

Im Sommer 1896 hatte er das Kommando über die 2. Abteilung der II. Matrosendivision inne.[3] Ab September 1896 übernahm er für ein Jahr den Aviso Jagd und wurde anschließend wieder Kommandeur der 2. Abteilung der II. Matrosendivision. Bis 30. November 1896 war er u. a. mit dem Ritterkreuz 2. Klasse mit Eichenlaub des Ordens vom Zähringer Löwen und dem Ritterkreuz des Königlich Italienischen St. Mauritius- und Lazarus-Ordens ausgezeichnet worden.[4]

Vom 26. Juli bis 29. September 1898 war er für das Herbstmanöver der Kaiserlichen Marine Kommandant der Heimdall. Im November 1898 übernahm er die Beowulf und blieb deren Kommandant bis zur erneuten, zwischenzeitlichen Außerdienststellung am 23. März 1900. Mit der erneuten Indienststellung übernahm er am 26. März 1900 die Hildebrand und blieb dies bis 2. Oktober 1900. In dieser Stellung wurde er zum Fregattenkapitän befördert. Von 1900 bis 1902 war er u. a. Festungskommandant von Friedrichsort.[1]

Ab 30. Dezember 1902[5] war er Inspektor des Küstenbezirksamtes VI und als Nachfolger von Kapitän zur See z. D. Ferdinand Lavaud anschließend Inspektor des Küstenbezirksamtes III. 1903 erhielt er den Roten Adlerorden 3. Klasse mit der Schleife verliehen.[6] Am 6. März 1903 wurde er Inspektor des Küstenbezirksamtes III und zugleich auf sein Gesuch mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt.[7] Am 17. September 1907 wurde er mit dem Charakter als Konteradmiral ausgezeichnet und wurde aus der Marine verabschiedet.[8] Nach seinem Ausscheiden wurde er Reichskommissar bei den Seeämtern Brake und Emden.[9] Dies blieb er auch über den Ersten Weltkrieg hinweg.

Im Ersten Weltkrieg war er von August 1914 bis Kriegsende Kommandant des Bezirkskommandos Oldenburg.

Bis 1930 blieb er Reichskommissar.[1] Sein Nachfolger in dieser Position war der Vizeadmiral a. D. Wilhelm Kahlert.

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b c Kai Detlev Sievers: Der Niemannsweg: Geschichte einer Straße, ihrer Menschen und Häuser in Kiel-Düsternbrook. Wachholtz Verlag, 2020, ISBN 978-3-529-09286-2, S. 71.
  2. Marineverordnungsblatt. 1889, diverse Seiten.
  3. Marine-Rundschau. 1898, S. 665.
  4. Rangliste der Kaiserlich-Deutschen Marine. Mittler, 1897, S. 65.
  5. Guido von Frobel: Militär-Wochenblatt. Nr. 2. E.S. Mittler und Sohn, 7. Januar 1903, S. 34.
  6. Guido von Frobel: Militär-Wochenblatt. Nr. 6. E.S. Mittler und Sohn, 21. Januar 1903, S. 161.
  7. Guido von Frobel: Militär-Wochenblatt. Nr. 21. E.S. Mittler und Sohn, 11. März 1903, S. 556.
  8. Guido von Frobel: Militär-Wochenblatt. Nr. 122. E.S. Mittler und Sohn, 24. September 1907, S. 2792.
  9. Reichsamte des Innern (Hrsg.): Handbuch für die Deutsche Handelsmarine. Georg Reimer, 1908, S. 46.