Hermann Gmeiner

Hermann Gmeiner (* 23. Juni 1919 in Alberschwende, Vorarlberg; † 26. April 1986 in Innsbruck, Tirol) war der Gründer von SOS-Kinderdorf Österreich.

Leben

Kindheit

Hermann Gmeiner wurde am 23. Juni 1919 als sechstes von neun Kindern einer Bergbauernfamilie in Alberschwende im österreichischen Vorarlberg geboren. Mit fünf Jahren, im März 1925, wurde er durch den Tod seiner Mutter Angelika Halbwaise. Die älteste Schwester Elsa übernahm die mütterlichen Pflichten im Haus und stellte damit die wichtigste Bezugsperson für ihn und sieben weitere Geschwister dar. Der frühe Verlust der Mutter und die Rolle seiner Schwester Elsa als Ersatzmutter für die Großfamilie wurde zu einem prägenden Erlebnis. Helmut Kutin betrachtet Elsas Aufopferung für die Familie und die Geborgenheit, die sie den Familienmitgliedern schenkte, als Schlüsselerlebnis, „das Hermann Gmeiners ganzes Leben prägen sollte.“[1]

Ausbildung und Kriegszeit

Auf Grund seiner Leistungen in der Dorfschule Alberschwende erhielt er ein Stipendium, das ihm ab 1936 den Besuch des Gymnasiums in Feldkirch ermöglichte. Noch vor Ablegung der Matura wurde Gmeiner im Februar 1940 zur Wehrmacht eingezogen.

Im Krieg gegen die Sowjetunion war Gmeiner u. a. an der Eismeerfront (Nordfinnland) und in Ungarn eingesetzt und wurde mehrmals verwundet. Einmal rettete ihm ein sowjetischer Junge das Leben. Diese Erinnerung daran sollte ein wichtiger spiritueller Wegweiser für Hermann Gmeiner werden. Er selbst meinte später, mit diesem Erlebnis habe jene Geschichte begonnen, „die ich eigentlich erzählen will“.[2]

Bis November 1945 war er im Lazarett Bregenz. Nach seiner Genesung half er seinem Vater auf dem Bauernhof. Als der erste aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrte Bruder diese Stelle übernahm, konnte Hermann Gmeiner die Matura (Abitur) nachholen. Im Herbst 1946 begann er in Innsbruck Medizin zu studieren.

Erste soziale Gedanken

Durch seine Tätigkeit als Ministrant, die der gläubige Gmeiner in der katholischen Pfarre des Innsbrucker Stadtteiles Mariahilf in seiner Freizeit ausübte, kannte er den dortigen Kaplan Mayr. Als ihm im Winter 1947 ein zwölfjähriger Junge begegnete, dessen Schicksal ihn bewegte, kamen Erinnerungen an seine eigene Kindheit und seine Erlebnisse im Krieg hoch. Gmeiner wollte für den Jungen etwas tun und ging mit seinem Anliegen zu Kaplan Mayr. So baute er eine neue Jugendgruppe auf. Er konnte 16 Jugendliche motivieren und gründete den Stoß-Trupp, der in der gesamten Tiroler katholischen Jugend bekannt wurde.

Hermann Gmeiner besuchte eine Erziehungsanstalt, sprach mit Jugendfürsorgerinnen und diskutierte mit anderen Studenten. Schließlich reifte in ihm die Überzeugung, dass Heime und Anstalten nicht der richtige Weg seien, um Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Familienverhältnissen zu helfen. Dabei erinnerte er sich auch an seine eigene Kindheit, den frühen Verlust der Mutter und die Ersatzmutter in Gestalt seiner Schwester Elsa. Er entwarf den Plan, ein Haus für diese Kinder zu bauen, wo eine Mutter ein richtiges Daheim geben konnte, sogar eine ganze Anzahl dieser Häuser sollten es sein, ein richtiges Kinderdorf.

Der Weg zum ersten SOS-Kinderdorf in Imst

1948 schlug Kaplan Mayr vor, dass Gmeiner zum Jugendführer für das gesamte Dekanat werden solle. In dieser Rolle gründete Gmeiner einen Verein. Am 25. April 1949 hielt er die Gründungsversammlung ab, die Ziele des Vereines sollten sein:

  • Errichtung eines Dorfes für Waisenkinder
  • Errichtung einer Einrichtung „Mutter und Kind“, zum Schutz verheirateter Mütter
  • Errichtung eines „Mutterhauses“, zur Ausbildung einer Schwesternschaft für soziale Arbeit

Die Tätigkeit des Vereins sollte sich auf das Land Tirol beschränken und seinen Sitz in Innsbruck haben. Gmeiner gab dem Verein den Namen Societas Socialis; darin steckte bereits die Abkürzung SOS, was Save our Souls bedeutet (später: SOS-Kinderdorf).

Zuerst wollte Gmeiner die Idee des SOS-Kinderdorfes realisieren, erst dann sollten „Mutter und Kind“ und das „Mutterhaus“ in Angriff genommen werden. Er begann mit einem Kapital von 600 Schilling, dies waren seine gesamten Ersparnisse, und, nachdem man ihm in Innsbruck einen Abstellraum kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, den er als Büro umfunktionierte, investierte er in Flugblätter, die einen Spendenaufruf enthielten, welche von einigen Frauen und Bekannten aus seiner Jugendgruppe in der Stadt verteilt wurden. 1949 schrieb er an Tiroler Gemeinden und ersuchte diese, dem Verein kostenlos ein Grundstück für den Bau eines Kinderdorfes zur Verfügung zu stellen. Der Bürgermeister der Stadt Imst, Josef Koch, antwortete positiv auf die Bitte Gmeiners. Gmeiner begegnete dort ein Kriegskamerad, der in Imst Baumeister war und sich bereit erklärte, mit dem Bau eines Hauses auf Kredit zu beginnen. Langsam zeigte sich der Erfolg vieler Mühe und es kam Geld herein, das meist sofort wieder in neue Mitgliederwerbung gesteckt wurde. Am 2. Dezember 1949 konnte die Dachgleiche (das Richtfest) des ersten Kinderdorfhauses gefeiert werden, ohne jedes Geld.

1949 gab Gmeiner sein Medizinstudium und die Arbeit als Dekanatsjugendführer auf, um sich völlig der SOS-Kinderdorf-Aufgabe widmen zu können. Es gab auch Schwierigkeiten: Er selbst und viele seiner Helfer wurden mehrmals von der Polizei festgenommen und verhört. Im Sommer 1949 kam es sogar zu einer Hausdurchsuchung. Durch Unterstützung eines einen befreundeten Rechtsanwaltes konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden. Im Frühjahr 1950 hatte er beinahe 1.000 regelmäßige Spendenmitglieder in seinen Listen stehen und es kamen auch größere Einzelspenden. Als die Gemeinde Imst zusagte, die notwendige Zufahrtsstraße, Strom- und Wasserleitung bis zum Grundstück kostenlos zu errichten, gab er den Auftrag, weitere vier Kinderdorfhäuser zu errichten.

Inzwischen hatte Gmeiner mit der Suche nach Kinderdorfmüttern begonnen. Die erste, Helene Diddl, brachte die Idee mit der Weihnachtskartenaktion ein. Die Spendenwerbung wurde auf ganz Österreich ausgedehnt und intensiviert. Dadurch konnte er bereits Ende 1950 sämtliche Schulden abzahlen. Am Weihnachtsabend 1950 wurde das erste Kinderdorfhaus von fünf Waisenkindern, die kurz vorher ihre Eltern verloren hatten, bezogen. Einige Monate später waren alle fünf Häuser fertiggestellt und im Sommer 1951 von insgesamt 45 Kindern bewohnt.

Die Kinderdörfer beruhen auf dem Prinzip Mutter-Geschwister-Haus-Dorf, das am ehesten den natürlichen Familienverhältnissen entspricht. Der Anfang war schwierig. Zahllose Probleme mussten mit den Kinderdorfmüttern besprochen werden, der Schriftverkehr mit Jugendämtern, Pflegschaftsgerichten und Fürsorgeeinrichtungen bewältigt, und viele Details, von Impfkarten bis Dokumentenmappen, für die Kinder organisiert werden.

Expansion der Kinderdörfer

Im Sommer 1951 fuhr Gmeiner nach Wien, um dort eine eigene SOS-Geschäftsstelle einzurichten. In diesem Jahr konnten in Imst zwei weitere Kinderdorfhäuser und ein Gemeindehaus errichtet werden. Im Gemeindehaus wurden eine Krankenstation, ein Gemeinschaftsraum, eine Waschküche, Näh- und Bastelzimmer sowie Lagerräume untergebracht. 1952 erschien erstmals der Kinderdorfbote, eine vierteljährliche Zeitschrift, die alles in und um die Kinderdörfer berichtete und an alle Spender verschickt wurde. Dieses Blatt sollte später, in zahlreichen Sprachen gedruckt, in Millionenauflage der wichtigste Spendenbringer werden. Daneben wurde der Kinderdorfkalender ins Leben gerufen, eine Kinderdorflotterie gegründet und mehr und mehr Unternehmen und Organisationen als Unterstützer gewonnen. Die immer reichlicher fließenden Spenden ermöglichten es Gmeiner in den folgenden Jahren, kontinuierlich das Kinderdorf in Imst weiter auszubauen.

1953 errichtete Gmeiner im italienischen Caldonazzo ein Ferienlager, das später ein Ort der Begegnung für alle europäischen Kinderdorfkinder werden sollte und als Ausbildungsstätte für spätere Kinderdorfleiter genutzt wurde. 1954 folgte in Innsbruck erstmals eine als Ausbildungszentrum für Kinderdorfmütter ins Leben gerufene Mütterschule. 1954 wurde in Nußdorf-Debant in Osttirol Grund gekauft und das zweite Kinderdorf der Welt gebaut. Am 23. Oktober 1955 konnte das erste Haus bezogen werden.

Am 10. Februar 1955 eröffnete Gmeiner in München die Gründungsversammlung des deutschen „SOS-Kinderdorf e. V.“ unter der Leitung von Jürgen Froelich und Peter Hecker, siehe SOS-Kinderdorf Deutschland. 1955 gründete er den Verein „SOS-Kinderdorf Oberösterreich“, unter dessen Geschäftsführer Hansheinz Reinprecht entstand im Frühjahr 1956 das Kinderdorf Altmünster. 1956 wurde das erste Jugendhaus, wofür Gmeiner in Egerdach bei Innsbruck ein aufgelassenes Erholungsheim erworben hatte, eröffnet. Letzteres wurde Wohnung für spätere Lehrlinge und Studenten aus Kinderdörfern. 1957, nachdem Gmeiner monatelang persönlich in Wien Spenden gesammelt hatte, wurde das bis dahin größte Kinderdorf in Hinterbrühl im Wienerwald seiner Bestimmung übergeben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim deutschen SOS-Kinderdorf e. V. – auch hier gab es polizeiliche Beschlagnahmungen – wurde 1958 das erste deutsche Kinderdorf in Dießen am Ammersee eröffnet. Es folgten Kinderdörfer in Frankreich und Italien.

1960 gründete Gmeiner in Straßburg den Dachverband „Europäischer Verband der SOS-Kinderdörfer“. Hier wurde auch beschlossen, den Namen SOS-Kinderdorf und das Kinderdorfemblem rechtlich zu schützen. Hermann Gmeiner wurde einstimmig zum Präsidenten gewählt, Hansheinz Reinprecht zum Generalsekretär. Nun begann die eigentliche und bis heute anhaltende Ausbreitung der SOS-Kinderdörfer in weiten Teilen der Welt. Nach weiteren europäischen Staaten folgte ein erstes überseeisches Kinderdorf in Südkorea. Bei einem Besuch in Seoul Anfang 1963 kam Gmeiner die Idee, für die Finanzierung ein Reiskorn für einen Dollar zu verkaufen. Die Kampagne „Ein Reiskorn für Korea“ war ein durchschlagender Erfolg, 1964 konnte der „Kinderdorfverein Korea“ gegründet werden und 1965 fand die Eröffnung des ersten außereuropäischen Kinderdorfes in Daegu statt. 1966 reiste er während des Vietnamkrieges nach Saigon, um ein SOS-Kinderdorf Vietnam ins Leben zu rufen, welches trotz des Krieges 1969 in Go Vap, einem Vorort von Ho-Chi-Minh-Stadt eröffnet werden konnte. Es folgten Kinderdörfer in Indien, unter anderem für die im Exil lebenden tibetischen Flüchtlingskinder, schließlich in Lateinamerika und Afrika.

1965 trug Gmeiner der Internationalisierung seiner Idee Rechnung und der Dachverband wurde in „SOS-Kinderdorf International“ mit Sitz in Wien umbenannt. Um die Expansion in den ärmeren Ländern vorantreiben zu können, wurden in den nächsten Jahren in den reicheren Ländern zahlreiche eigene Fördervereine gegründet, z. B. in Deutschland der „Hermann Gmeiner Fonds Deutschland e. V.“ (im Gegensatz zum „SOS-Kinderdorf e. V.“, der nur für den Bau und Unterhalt der deutschen Kinderdörfer zuständig war) oder in der Schweiz die „Schweizer Freunde der SOS-Kinderdörfer“. Die Spenden an diese Fördervereine werden ausschließlich für den Aufbau von Kinderdörfern in den Entwicklungsländern verwendet. In diesem Zusammenhang wurde auch ein neues Finanzierungsprogramm geboren, die Patenschaft. Hier hatte jeder die Möglichkeit, die Patenschaft für ein SOS-Kinderdorfkind irgendwo auf der Welt zu übernehmen und auch mit diesem in direkten Kontakt zu treten.

Hermann Gmeiner selbst fühlte sich im Kinderdorf Imst zuhause. Dorthin kehrte er, vor allem nach seinen zahlreichen Auslandsreisen, immer wieder zurück. Das Kinderdorf Imst war auch sein eigenes Lebensumfeld, da er nie heiratete und keine eigenen Kinder hatte.

Tod

Gmeiner starb im 67. Lebensjahr am 26. April 1986 in Innsbruck an Krebs. Seinem Wunsch entsprechend wurde er im Kinderdorf Imst begraben, wo auch eine kleine Gedenkstätte an ihn erinnert.[3] Bereits 1985 hatte Gmeiner seinen Nachfolger bestellt: Helmut Kutin leitete seit dem Tod Gmeiners das weltweite Sozialwerk von 1986 bis 2012.

1986, im Todesjahr Gmeiners, gab es 233 Kinderdörfer in 85 Ländern, in denen 40.000 Kinder versorgt wurden. Im Jahr 2006 bestanden „1.715 Einrichtungen und Hilfsprogramme in 132 Ländern und Territorien“, in denen über 60.000 Kinder und Jugendliche basierend auf der Idee und dem Idealismus von Hermann Gmeiner betreut wurden. Und 2019 waren es 572 SOS-Kinderdörfer in 135 Ländern mit den dazugehörenden 2.100 Zusatzeinrichtungen. Darin werden 1,5 Millionen Kinder betreut.[4] Der Humanist und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer bezeichnete die Kinderdörfer als „freundlichstes Wunder der Nachkriegszeit“.[5]

Missbrauchsvorwürfe

Im Oktober 2025 wurde bekannt, dass es gegen Gmeiner mindestens seit den 2010er Jahren Missbrauchsvorwürfe gibt. Die Organisation SOS-Kinderdorf Österreich teilte mit, dass in Opferschutzverfahren zwischen 2013 und 2023 mindestens acht Betroffene glaubhaft dargelegt hätten, dass Gmeiner sie sexuell missbraucht und körperlich misshandelt habe, und dass ihnen Entschädigungszahlungen in Höhe von jeweils bis zu 25.000 Euro geleistet worden seien. Die Taten sollen in den 1950er bis 1980er Jahren an vier Standorten in Österreich begangen worden sein.[6][7] Nach einer Recherche der Süddeutschen Zeitung gab es bereits in den 1970er Jahren Gerüchte um pädophile Neigungen Gmeiners.[8]

Seit Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe ist in Ländern und Gemeinden in Österreich die Diskussion angelaufen, Gmeiner postum Auszeichnungen und Ehrungen abzuerkennen, sowie Benennungen zurückzunehmen. In Imst seien bereits zwei Denkmäler entfernt worden.[9][10][11][12][13][14] In Wien wurde Gmeiners Büste aus dem nach ihm benannten Hermann-Gmeiner-Park entfernt. Zudem soll auch der Park umbenannt werden.[15][16]

Auszeichnungen und Ehrungen

Auszeichnungen zu Lebzeiten

Gmeiner wurde zwischen 1960 und 1968 offiziell 103 Mal für den Friedensnobelpreis nominiert (teilweise mehrfache Jahresnominierungen von Einzelpersonen und Organisationen bzw. Regierungen).[19] Damit zählte er zu den am häufigsten Nominierten für diese Auszeichnung.

Postume Ehrungen

Eine kaum noch überschaubare Zahl von Straßen und Parks, Schulen und Kindergärten, tragen heute Hermann Gmeiners Namen. Darunter:

Straßenbenennungen:

Parks:

Schulen:

  • Hermann-Gmeiner-Schule in Hinterbrühl
  • Volksschule Hermann Gmeiner in Imst[22]
  • Hermann-Gmeiner-Schule, Grundschule in Monheim am Rhein
  • Städt. Kath. Hermann-Gmeiner-Schule, Grundschule in Düsseldorf
  • Im süddeutschen Ehingen (Donau) ist eine Förderschule nach Hermann Gmeiner benannt.
  • Im westdeutschen Dormagen ist eine Hauptschule nach ihm benannt.
  • Hermann-Gmeiner-Schule, Grundschule in Waldsee
  • Hermann-Gmeiner-Realschule plus, Integrative Realschule in Daaden
  • Hermann-Gmeiner-Schule, Gemeinschaftsgrundschule in Mönchengladbach
  • Hermann-Gmeiner-Schule, Grundschule in Bergheim Glesch

Weitere Ehrungen

  • Hermann-Gmeiner-Zentren – vom SOS Kinderdorf betriebene Kärntner Ambulatorien in Moosburg und Villach[9]
  • Büste und Benennung des Gemeindesaals in Alberschwende, dem Geburtsort Gmeiners[18]
  • Hermann-Gmeiner-Statue, sitzend vor der Johanneskirche, und weitere Gmeiner-Statue vor dem Pflegezentrum[9][23]
  • Hermann-Gmeiner Denkmal im Hermann-Gmeiner-Park in Wien,[9] gestiftet vom Architekten und Bratschisten Erich Boltenstern
  • Hermann Gmeiner Messe, musisch-soziale Komposition von Gerald Spitzner (Uraufführung mit SOS-Kinderdorfkindern 1993), wurde von Helmut Kutin aufgezeichnet[24]
  • 1994 widmete ihm die Österreichische Post eine Briefmarke.

Schriften

  • Eindrücke, Gedanken, Bekenntnisse. SOS-Kinderdorf-Verlag, Innsbruck/München 1979.
  • Die SOS-Kinderdörfer. SOS-Kinderdorf-Verlag, Innsbruck/München 1985.
  • Meine Töchter, meine Söhne. SOS-Kinderdorf-Verlag, Innsbruck/München 1987.
  • Ansichten & Einsichten. SOS-Kinderdorf-Verlag, Innsbruck/München 1990.
  • Alle Kinder dieser Welt, Die Botschaft des SOS-Kinderdorfgründers. Styria, Wien 2006, ISBN 3-222-13198-8 (Zitate von Hermann Gmeiner, zusammengestellt von Hansheinz Reinprecht).

Literatur

  • Ludwig Stadelmann: Hermann Gmeiner, Ein Leben für die Mutterlosen, Weg und Werk meines Jugendfreundes. Neues Leben, Bad Goisern 1969.
  • Hansheinz Reinprecht: Das Hermann Gmeiner Buch, Die SOS-Kinderdörfer und ihr Begründer. Styria, Graz 1974, ISBN 3-222-10796-3.
  • Hansheinz Reinprecht: Hermann Gmeiner, der Vater der SOS-Kinderdörfer. Molden, München 1979, ISBN 3-217-00398-5.
  • SOS-Kinderdorf-Verlag (Hrsg.): Hermann Gmeiner, Vater der SOS-Kinderdörfer. SOS-Kinderdorf-Verlag, Innsbruck/München 1987.
  • Hansheinz Reinprecht: Hermann Gmeiner, Abenteuer Nächstenliebe. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1989, ISBN 3-215-07283-1.
  • Jens Lehmann: Hermann Gmeiner – Ein Wegbereiter der modernen Erlebnispädagogik? Eine Idee feiert Jubiläum: 50 Jahre SOS-Kinderdorf! Mit einem Vorwort von Jörg W. Ziegenspeck, einem Beitrag von Iris Mainka und einem Nachwort von Wolfgang Graßl. (= Schriftenreihe Wegbereiter der modernen Erlebnispädagogik. Hrsg. von Jörg W. Ziegenspeck, Heft 54.) edition erlebnispädagogik, Lüneburg 1999, ISBN 3-89569-040-6 (Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Teilauszug (PDF; 862 KB) auf der Website des Ziel-Verlags, abgerufen am 24. Oktober 2025).
  • Horst Schreiber, Wilfried Vyslozil: SOS-Kinderdorf – Die Dynamik der frühen Jahre. SOS-Kinderdorf-Verlag, Innsbruck/München 2001.
  • Inge Breid: Befreiungspädagogik und Kinderdorf-Idee, SOS-Kinderdörfer in Entwicklungsländern, Paulo Freire und Hermann Gmeiner im Vergleich. Verlag Dialogische Erziehung, Oldenburg 2003, ISBN 3-934129-43-9.
  • Claudio Honsal: Für die Kinder dieser Welt. Hermann Gmeiner: Der Vater der SOS-Kinderdörfer. Die Biografie. Kösel Verlag, München 2009, ISBN 978-3-466-30823-1
Commons: Hermann Gmeiner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Claudio J. Honsal: Für die Kinder dieser Welt. Hermann Gmeiner: Der Vater der SOS-Kinderdörfer. Die Biografie. Kösel Verlag, München 2009, S. 20.
  2. Claudio J. Honsal: Für die Kinder dieser Welt. Hermann Gmeiner: Der Vater der SOS-Kinderdörfer. Die Biografie. Kösel Verlag, München 2009, S. 12.
  3. Hermann Gmeiner. In: knerger.de. Abgerufen am 25. Oktober 2025.
  4. Über die SOS-Kinderdörfer weltweit. In: sos-kinderdoerfer.de. Abgerufen am 25. Oktober 2025.
  5. Regina Kusch: Heimat für Waisen. Archiv. In: Deutschlandfunk. 15. Dezember 2006, abgerufen am 24. Oktober 2025.
  6. Missbrauchsvorwürfe gegen verstorbenen SOS-Kinderdorf-Gründer Gmeiner. APA-Meldung. In: DiePresse.com. 23. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025.
  7. Maximilian Werner, Leon Spachmann: SOS-Kinderdorf: Missbrauchsvorwürfe gegen Gründer Gmeiner, interne Aufarbeitung folgt. In: derstandard.at. 23. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025.
  8. Kathrin Aldenhoff, Bernd Kastner, Verena Mayer: Kinder in Not. In: Süddeutsche Zeitung, 28. November 2025, S. 3.
  9. a b c d e f g h i j k l APA: Nach Vorwürfen gegen Gmeiner nun Diskussion um Umbenennungen. In: trend.at. 24. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025: „Nach dem Bekanntwerden schwerer Missbrauchsvorwürfe gegen den 1986 verstorbenen Gründer der SOS-Kinderdörfer, Hermann Gmeiner, wird nun über die zahlreichen Zentren, Plätze und Straßen diskutiert, die in Österreich seinen Namen tragen. Umbenennungen stehen hier im Raum. Auch die Entfernung von Denkmälern wird überlegt - wobei in Imst sogar bereits zwei abmontiert wurden. Das Land Tirol prüft die Aberkennung von Auszeichnungen. Bürgermeister zeigten sich schockiert.“
  10. a b c d Missbrauchsvorwürfe: SOS-Kinderdorf stellt Marke auf Prüfstand. In: tirol.ORF.at. 24. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025.
  11. Robert Stammler: Missbrauchsaffäre bei SOS Kinderdorf: Auch in Linz gibt es einen ‚Gmeinerweg‘. In: Nachrichten.at. 24. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025: „Der Gründer von SOS Kinderdorf, Hermann Gmeiner soll acht mindestens acht Kinder missbraucht haben. Viele Parks, Schulen und Straßen tragen seinen Namen, überall wird über eine Umbenennung erwogen. Auch in Linz.“
  12. Umbenennungsdebatte: Name Gmeiner soll von Plätzen verschwinden. In: orf.at. 24. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025.
  13. Gerald Winter-Pölsler: Nach Vorwürfen gegen SOS-Kinderdorf-Gründer überlegt erste Gemeinde Straßenumbenennung. In: Kleine Zeitung. 24. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025: „‚Die Vorwürfe wiegen schwer‘, sagt Wildons Bürgermeister Christoph Grassmugg. Er will den Hermann-Gmeiner-Weg in seiner Gemeinde umbenennen wie Elke Kahr in Graz.“
  14. Thomas Rossacher: Steiermark prüft, zwei Ehrenzeichen für Gmeiner abzuerkennen. In: Kleine Zeitung. 24. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025: „Land Steiermark hatte Hermann Gmeiner 1977 und 1983 geehrt. Nach Missbrauchsvorwürfen lässt LH Kunasek die Aberkennung prüfen.“
  15. Fabian Franz: Hermann Gmeiner Denkmal in der City ist Geschichte. In: meinbezirk.at. 21. November 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  16. Denkmal von Hermann Gmeiner abmontiert. In: wien.orf.at. 22. November 2025, abgerufen am 26. November 2025.
  17. Hohe päpstliche Auszeichnung für Gmeiner. In: Erlaftal-Bote. Nr. 49/1966. Scheibbs 8. Januar 1966.
  18. a b c d Missbrauchsvorwürfe: Gmeiner: Debatte um Namen und Ehrenzeichen. In: vorarlberg.ORF.at. 24. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025.
  19. Nominierungen von Hermann Gmeiner. Nobelpreiskommitee, abgerufen am 23. Oktober 2025 (englisch).
  20. Straßensuche. In: Straßenverzeichnis. Statistik Austria, abgerufen am 24. Oktober 2025.
  21. Freizeitsportanlage Hermann-Gmeiner-Park. In: dornbirn.info. Dornbirn Tourismus & Stadtmarketing, abgerufen am 18. März 2023.
  22. Aus der Schulchronik 1969/70. In: vs-hermanngmeiner.tsn.at. Volksschule Hermann Gmeiner / Stadtgemeinde Imst, abgerufen am 24. Oktober 2025.
  23. Hermann-Gmeiner-Statue „sitzt“ vor der Johanneskirche. In: imst.gv.at. Stadtgemeinde Imst, abgerufen am 24. Oktober 2025.
  24. Hermann Gmeiner-Messe in G-Dur von Gerald Spitzner abgerufen am 12. Juni 2009
VorgängerAmtNachfolger
Präsident von SOS-Kinderdorf-International
1955–1986
Helmut Kutin