Hermann Freiherr von Schade

Hermann Freiherr von Schade (* 3. Oktober 1888 in Münster; † 26. Oktober 1966 in Bielefeld) war ein nationalsozialistischer Funktionär und SS-Führer.

Leben und Wirken

Freiherr von Schade stammt aus dem alten westfälischen Adelsgeschlecht von Schade, das in den Freiherrenstand erhoben worden war. Er trat zum 1. Januar 1932 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 867.322)[1] und schloss sich auch der SS an (SS-Nummer 32.214). Nach der SS-Dienstaltersliste vom Herbst 1934 erhielt er im August 1932 die Beförderung zum SS-Sturmführer (Leutnant), im November des gleiches Jahres die des SS-Sturmhauptführer (Hauptmann). Zum Tag des Machtantritts Hitlers wurde Freiherr von Schade SS-Major, Sturmbannführer, sieben Wochen danach sogleich SS-Standartenführer.

Als SS-Oberführer F. SS Abt. VII, zurzeit in München, Äußere Prinzregentenstraße 19, kandidierte er auf dem Wahlvorschlag der NSDAP auf dem Listenplatz mit der Nummer 741 bei der Wahl zum Deutschen Reichstag am 29. März 1936, zog aber nicht in den nationalsozialistischen Reichstag ein.

Am 13. September 1938 wurde er zum SS-Brigadeführer befördert. Als solcher war er in Königsberg und wurde bei der Reichstagswahl 1938 erneut erfolglos für ein Mandat vorgeschlagen.

Von September 1938 bis Juli 1940 war Freiherr von Schade als Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD Münster (Wehrkreis VI) tätig. Hier löste er Alfons Glatzel ab.

1941 hielt er sich als SS-Brigadeführer im thüringischen Meuselwitz auf. Nach der letzten Ausgabe des Gothaischen Genealogischen Taschenbuch wohnte mit seiner Frau Erna Wagener in Altenburg und war bei der Hugo Schneider AG (HASAG) angestellt. Seine Dienstbezeichnung blieb SS-Brigadeführer und Führer beim SS-Oberabschnitt West, Hauptmann a. D.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/36560648.