Hermann Eiter
Hermann Eiter (* 9. Mai 1903 in Koblenz; † 18. Dezember 1960 in Ilten) war ein deutscher Politiker (NSDAP).
Leben
Hermann Eiter wurde als Sohn des Stadtobersekretärs Johannes Eiten geboren und besuchte das Gymnasium Koblenz bis 1917, als er zum Militärdienst einberufen wurde. Er nahm nicht an Kriegseinsätzen teil. Nach einer 6-monatigen Ausbildung bei Rechtsanwälten kam er als Lehrling zur Stadtverwaltung Benndorf, wurde Beamtenanwärter in Koblenz und bestand die Sekretärsprüfung. Er wechselte zur Debeka Koblenz, wo er bis zu seinem Wechsel zur Debeka Münster im Oktober 1928 blieb. Er trat zum 1. Januar 1928 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 73.042),[1] schied Ende Juli aus und trat zum 1. Dezember des Jahres wieder in die Partei ein. Im März 1928 wurde er Ortsgruppenleiter in Koblenz. Im Januar 1932 wurde er Leiter der Sektion Nord der Ortsgruppe Münster und zu Jahresbeginn 1933 Ortsgruppenleiter Münster Nord-West[2]. Zugleich wurde er Kreiswart der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) in Münster-Stadt, wo er auch dem Stadtrat angehörte. Durch sein Amt als NSV-Kreiswart wurde ihm die Leitung des städtischen Wohlfahrts- und Jugendamtes übertragen und er wurde in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit überführt. 1936 wurde er Stadtamtmann und zu Jahresbeginn 1937 beurlaubt, weil ihm die NSDAP-Kreisleitung in Halle übertragen wurde. Dort war er auch Kreisdeputierter und gehörte dem Kreisausschuss des Kreises Halle an. Im März 1938 wechselte er ins Ruhrgebiet und wurde Amtsbeigeordneter im Amt Datteln, wo er die Leitung des Bau- und Wohlfahrtsamtes übernahm. Mit diesem Amtswechsel war die Entlassung aus den Diensten der Stadt Münster verbunden. Mit Kriegsbeginn 1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und diente bis zum Kriegsende.
Im Entnazifizierungsverfahren wurde er durch den Hauptausschuss in Hameln am 26. Oktober 1948 in die Kategorie IV eingestuft, bestätigt durch den Hauptausschuss Hannover am 2. August 1949, der ihn später jedoch in die Kategorie III einstufte. Diese Entscheidung wurde vom Landesausschuss rechtskräftig widerrufen; endgültige Einstufung in Kategorie IV (Mitläufer).
Seinen Lebensunterhalt verdiente Eiter zunächst als Lederarbeiter und später als Handelsvertreter.
Literatur
- Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 145/146(Digitalisat)
Einzelnachweise
- ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/7660725
- ↑ Arno Schröder: Mit der Partei vorwärts!zehn Jahre Gau Westfalen-Nord: unter Verwendung amtlicher Unterlagen von Parteidienststellen. Lippische Staatszeitung N.S. Verlag GmbH, 1940 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).