Hermann Dröhmer
Gustav Hermann Dröhmer (* 20. Juni 1820 in Berlin; † 9. Juli 1890 ebenda[1]) war ein deutscher Kupferstecher.
Leben
Dröhmer, ein älterer Bruder des Kupferstechers Paul Dröhmer, studierte seit 1837 an der Kunstakademie Berlin. Dort war Ludwig Buchhorn sein Lehrer. In den Jahren 1847 bis 1849 lebte er in Paris und London. 1851 ließ er sich in Berlin nieder.[2] Er arbeitete für Kunstvereine und beschickte in den Jahren 1844 bis 1888 Berliner Kunstausstellungen. 1883 war er auf der Internationalen Special-Ausstellung der graphischen Künste Wien vertreten.
Dröhmer galt als geschickter Interpret zeitgenössischer Meister, deren Werke er in Mezzotinto und gemischten Techniken stach.
Werke (Auswahl)
- diverse Stiche nach Antonio da Correggio
- Madonna della Sedia nach Raffael
- Esther vor Ahasverus nach Julius Schrader
- Karl I. nimmt Abschied von seiner Familie nach Julius Schrader
- Die Lautenspielerin nach Karl Becker
- Goethe am Hofe des Markgrafen Carl Friedrich von Baden, 1775 nach Friedrich Pecht
- Mozart als Kind vor Maria Theresia nach Eduard Ender
- Die Fischerin nach Adolph Schaal
- Königin! nach Wilhelm Streckfuß
- Margaretha nach Julius Schrader
- William Chambers nach John Hollins
- Englischer Hofarzt nach John Hollins
- Richard Wagner
- Johannes Brahms, 1882
Literatur
- Dröhmer, Hermann. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 9: Delaulne–Dubois. E. A. Seemann, Leipzig 1913, S. 569 (Textarchiv – Internet Archive).
Weblinks
- Hermann Dröhmer, Suchergebnis im Archivportal-D
Einzelnachweise
- ↑ Sterberegister Standesamt Berlin 3, Nr. 843/1890
- ↑ Hermann Alexander Müller: Biographisches Künstler-Lexikon der Gegenwart. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1882, S. 144 (Google Books)