Hermann Burk

Hermann Burk (* 19. Januar 1894 in Sinkershausen; † 17. Oktober 1981 in Siegen) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP).

Leben

Hermann Burk war ein Sohn des Anstreichermeisters Johannes Burk, machte nach seiner Schulausbildung in Gladenbach eine Lehre als Metzger und war als Geselle bis 1914 in Hagen-Haspe tätig. Als Kriegsfreiwilliger wurde er bei den Kämpfen verwundet (Eisernes Kreuz II. Klasse und Verwundetenabzeichen). 1922 wurde er Metzgermeister und war bis 1936 im Betrieb seiner Schwiegermutter tätig. Burk engagierte sich politisch und trat 1924 dem Stahlhelmbund bei. Zum 1. Dezember 1928 schloss er sich in Siegen der NSDAP an (Mitgliedsnummer 108.027),[1] wo er Kassenleiter und vom 1. April 1932 bis zum 1. Oktober 1932 Ortsgruppenleiter war. Im selben Jahr trat er in die SA ein und fungierte vom 1. Oktober 1932 bis zum 1. Mai 1936 als NSDAP-Kreisleiter in Siegen-Stadt. Walter Neuser war sein Nachfolger im Amt des Siegener Kreisleiters.[2] 1933 wurde er hauptamtlicher Kreisleiter der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt, war Ersatzmann für den Preußischen Staatsrat und hatte von 1935 bis 1945 einen Sitz im Provinzialrat. Im Frühjahr 1941 war er für wenige Wochen als Vertreter des Kreisleiters Norbert Roters in tätig. Im Mai 1942 wechselte er als NSV-Kreisleiter nach Lippstadt und blieb dort bis zum Kriegsende im Amt.

Nachkriegsjahre

Am 19. April 1945 wurde er im Kriegsgefangenenlager Rheinberg und im Lager Recklinghausen bis zum 21. Februar 1948 interniert. Die Spruchkammer Bielefeld verurteilte ihn am 10. Mai 1948 zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr, die durch die Internierung verbüßt war. Zudem wurde eine Geldstrafe von 5000 Reichsmark verhängt. Mit der Revision des Anklägers wurde das Urteil abgemildert und die Geldstrafe auf 500 DM festgesetzt. Im Entnazifizierungsverfahren wurde er von der Spruchkammer Siegen am 8. Februar 1949 in die Kategorie IV a, c eingestuft.

Seinen Lebensunterhalt verdiente er als selbständiger Metzger.

Literatur

  • Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe (= Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung, Band 48). Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 221f.(Digitalisat)

Einzelnachweise

  1. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/5230783
  2. Deutschsprachiger Rundfunk im Exil. Deutsche Emigration und die Rundfunkarbeit im Widerstand gegen den Nationalsozialismus (1933–1945). Band 1. De Gruyter, 2022 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).