Herbst (Akutagawa)

Herbst (japanisch Aki) ist eine Kurzgeschichte von Akutagawa Ryūnosuke. Sie wurde im Dezember 1920 verfasst.[1]

Handlung

Nobuko hat ein Studium an der Frauenuniversität abgeschlossen und arbeitet an einem autobiographischen Roman. Ihr Cousin Shunkichi hat ebenfalls literarische Ambitionen, steht aber dem Tolstoiismus ablehnend gegenüber. Ihre Schwester Teruko heiratet Shunkichi, während Nobuko einen anderen Mann hat. In einem Brief an sie schreibt Teruko von ihrem Wissen darüber, dass auch Nobuko zu Shunkichi Zuneigung empfindet und dass sie dieses Gefühl respektiert.

Ihre eigene Ehe verläuft in den erste Monaten sehr glücklich, aber nach den ersten Problemen entfremdet sich Nobuko von ihrem Mann. Dieser missbilligt zudem die Arbeit an ihrem Roman. Als Nobuko von Teruko zu sich nach Hause eingeladen wird, kommt es zu einer angeregten Unterhaltung mit der Schwester und Shunkichi. Bei der Abreise und dem Gedanken an die Rückkehr merkt Nobuko ein unangenehmes Gefühl der inneren Leere.

Kritik

„Die nationale Tradition zersetzt [Akutagawa] mit Skepsis. Wahrheit und Moral werden mit einem fast schon postmodern anmutenden Polyperspektivismus relativiert, ohne dass sie deshalb schon gänzlich tote Götter wären.“

Ludger Lütkehaus, zitiert nach Perlentaucher[2]

Literatur

  • Ryunosuke Akutagawa: Rashomon. Aus dem Japanischen von Jürgen Berndt. Luchterhand, München 2001, ISBN 978-3-630-62012-1

Einzelnachweise

  1. Ryunosuke Akutagawa: Rashomon. Aus dem Japanischen von Jürgen Berndt. Luchterhand, München 2001, ISBN 978-3-630-62012-1, S. 199
  2. https://www.perlentaucher.de/buch/ryunosuke-akutagawa/rashomon.html