Herbert Schondorf

Herbert Schondorf (* 2. Juli 1914 in Berlin, † nach 1979) war ein deutscher Radrennfahrer und nationaler Meister im Radsport.

Sportliche Laufbahn

Schondorf war im Bahnradsport aktiv. Er begann mit 15 Jahren mit dem Radsport und wurde Mitglied in der Deutschen Radfahrer-Union (DRU). Durch seinen Vater, der auf Radrennbahnen in Berlin die Maschinen der Schrittmacher bei Steherrennen technisch betreute kam er zum Steherrennsport. Auf der Steherschule von Wuppertal lernte er selbst die Technik der Schrittmachermaschinen kennen und betreute in den folgenden Jahren etliche deutsche Steher. Nach dem Zweiten Weltkrieg legte er 1946 die Prüfung zum Schrittmacher bei Walter Heßlich ab und fuhr seitdem selbst als Schrittmacher. In der Zeit, als in der DDR noch Rennen für Berufsfahrer veranstaltet wurden, führte er Emil Kirmse, Willy Funda, Gerhard Huschke, Herbert Bresching, Georg Umbenhauer, Rudi Keil und weitere Fahrer. Nach dem Verbot des Berufsradsports in der DDR wurde er Schrittmacher bei den Amateuren. Er gewann die Stehermeisterschaft der DDR mit 1953 mit Erich Zawadski an der Rolle, 1958 mit Heinz Wahl. Vizemeister wurde er 1956 mit Erich Stammer, 1959 und 1961 mit Heinz Wahl, 1968 mit Günter Hillert, 1976 mit Norbert Dürpisch. Dritter wurde er 1955 mit Karl-Heinz Lehmann, 1957 mit Erich Stammer, 1965 mit Ekkehard Kollmann und 1967 mit Günter Hillert.[1]

Seinen bedeutendsten internationalen Erfolg feierte er bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften 1958. Er gewann mit Heinz Wahl die Silbermedaille im Steherrennen der Amateure hinter Lothar Meister I mit dessen Schrittmacher Horst Aurich. Die Internationale Stehermeisterschaft von Berlin gewann er 1959 mit Heinz Wahl, 1961 mit Peter Gröning.[2]

Einzelnachweise

  1. Steher. Abgerufen am 30. Dezember 2025.
  2. Präsidium der Sektion Radsport der DDR (Hrsg.): Radsport-Woche. Nr. 32/1958. Berlin 1958, S. 3.