Hera Hjartardóttir
Hera Hjartardóttir (geboren am 1. April 1983 in Reykjavík), besser bekannt als Hera, ist eine isländische Singer-Songwriterin, die im neuseeländischen Christchurch lebt. 2002 wurde sie bei den Icelandic Music Awards (Íslensku tónlistarverðlaunin) als beste Sängerin ausgezeichnet.
Biographie
Hera kam 1983 in der isländischen Hauptstadt Reykjavík zur Welt. Ihre Familie zog nach Christchurch, als sie 13 war. Mit acht Jahren begann sie, klassische Gitarre zu lernen, später dann Jazzgitarre. Bald begann sie, eigene Songs zu schreiben.[1] Mit 16 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Album „Homemade“. Ihre Karriere nahm zwei Jahre später Fahrt auf, nachdem ein Titel ihres zweiten unabhängig produzierten Albums „Not So Sweet“, „Itchy Palms“, als Titelsong für den preisgekrönten isländischen Film „Hafið“ ausgewählt wurde.[2] Das Lied führte dazu, dass sie bei den Icelandic Music Awards 2002 für zwei Preise nominiert wurde. Sie gewann als „Beste Sängerin“, eine Kategorie, die in der zehnjährigen Geschichte der Preisverleihung bisher nur von Björk oder Emilíana Torrini gewonnen wurde.[3]
Ihr Song „Makebelieve“ aus ihrem dritten Album „Not Your Type!“ war 2002 Finalist bei der USA Songwriting Competition und wurde 2003 der drittmeistgespielte Song im isländischen Nationalradio.[4] Ihr drittes und die folgenden Studioalben wurden beim isländischen Plattenlabel Sena veröffentlicht. Im Jahr 2003 erschien ihr viertes Studioalbum (und ihre erste Aufnahme in isländischer Sprache) „Hafið þennan dag“.[5]
Ihr fünftes Album „Don't Play This“ erschien 2005 und im selben Jahr spielte sie beim Glastonbury Music Festival. 2007 gab sie ihre ersten Konzerte in den USA, darunter beim SXSW in Austin, Texas. Bei beiden Festivals trat sie auch in der Folge auf. Hera veröffentlichte 2008 ihr erstes Livealbum mit dem Titel „Live at AL's“, aufgenommen am 16. Mai 2008 im Musiklokal Al's Bar in Christchurch.[6] Das Album „Rattle My Bones“ erschien 2011. Ihr Song „Feels So Good“ wurde für das Promotionvideo für das in Neuseeland produzierte Yike Bike verwendet.[7] Nach dem Erdbeben in Christchurch 2011 wurde sie lokale musikalische Botschafterin und engagierte sich in sozialen Projekten.[8]
2013 erschien „Live At York Street“, das sie gemeinsam mit Jed Parsons aufnahm, 2020 ihr Album „Hera“,[9] das Nummer 1 der isländischen Charts erreichte. Die Single „Process“ aus diesem Album landete ebenfalls auf Platz 1 der isländischen Radiocharts. Ihre Musik zeichnet sich durch eine Mischung aus folkigen und poppigen Elementen aus, oft mit akustischer Gitarre. Hera tourte von Neuseeland aus durch Europa, Australien und andere Teile der Welt. Sie teilte die Bühne mit Künstlern wie Nick Cave, Joe Cocker oder Amanda Palmer. Hera ist bekannt für ihre variable Gesichtsbemalung, die vom Tā moko der Maori und keltischer Kriegsbemalung inspiriert ist und Aspekte neuseeländischer wie europäischer Kulturen widerspiegeln soll. Sie schreibt und singt sowohl auf Englisch als auch auf Isländisch.[1]
Diskografie
Studioalben
- Homemade (1999)
- Not So Sweet (2001)
- Not Your Type! (2002)
- Hafið þennan dag (2003). Achieved Gold status in Iceland in 2005.
- Don't Play This (2005)
- Rattle My Bones (2011)
Livealben
- Live at AL's (2008)
- Live at York St. (With Jed Parsons) (2013)
Singles
- Talað við gluggann (2003 – Island)
- I Wanna Run (Live) (2004 – Island)
- Feathers in a Bag (2005 – Island)
- Feels So Good (2007 – Island)
- Issues (mit Jed Parsons) (2013)
Weblinks
- Offizielle Website
- Á Nýja Sjálandi lítur enginn tvisvar á mann þó labbað væri út í búð á náttförunum. (deutsch: In Neuseeland guckt niemand zweimal hin, wenn jemand nachts zum Laden geht.). 6. März 2016, archiviert vom (isländisch).
- North Iceland. And over using the word wonderful. 2008, archiviert vom (englisch).
- herasings (Hrsg.): Makebelieve Girl recording session. 26. September 2006 (englisch, youtube.com).
- herasings (Hrsg.): Hera - Yours - Live at RÚV Studio 12. 21. April 2020 (englisch, youtube.com).
Einzelnachweise
- ↑ a b Hera Sings podcast 1. 2007, archiviert vom am 14. Oktober 2008; abgerufen am 11. September 2025 (englisch).
- ↑ Christchurch Folk Music Club – Hera. 18. September 2007, archiviert vom ; abgerufen am 11. September 2025 (englisch).
- ↑ Icelandic Music Awards – Nominees 1993–2004. 28. Januar 2007, archiviert vom ; abgerufen am 11. September 2025 (englisch).
- ↑ Official website bio. Herasings.com, archiviert vom am 4. Oktober 2011; abgerufen am 10. September 2025 (englisch).
- ↑ IS: MySpace bio. Myspace.com, abgerufen am 10. September 2025 (englisch).
- ↑ Glastonbury Astrolabe line-up. Archiviert vom am 3. Juli 2008; abgerufen am 10. September 2025 (englisch).
- ↑ Yikebike.com#yike_bike (Hrsg.): YikeBike - Urban Freedom. (englisch, vimeo.com [abgerufen am 10. September 2025]).
- ↑ Anke Richter: Ein Sauberfräulein bei der Trümmerarbeit. 24. Februar 2013, abgerufen am 10. September 2025.
- ↑ NZ Live: Icelandic singer Hera Hjartardottir. Abgerufen am 10. September 2025 (englisch).