Hensel (Unternehmen)
| Gustav Hensel GmbH & Co. KG
| |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1931[1] |
| Sitz | Lennestadt |
| Leitung | Philipp C. Hensel (Vorsitzender), Frank Dubberke und Michael Lehr |
| Mitarbeiterzahl | über 1.000 (Stand 2025) |
| Umsatz | 161,5 Mio. Euro[1] |
| Branche | Elektrotechnik[1] |
| Website | https://www.hensel-electric.de/de-de/ |
| Stand: 2025 | |
Die Gustav Hensel GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen aus der Elektroinstallations- und Verteilungstechnik mit Sitz in Lennestadt. Das in 60 Länder exportierende Unternehmen[1] beschäftigt nach eigenen Angaben über 1000 Mitarbeiter, davon 640 in Deutschland und bei 13 Tochtergesellschaften im In- und Ausland.[2]
Im Lexikon der deutschen Weltmarktführer wurde das Unternehmen im Juni 2025 auf Rang 1150 gelistet.[1]
Produkte
Hensel ist tätig in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb elektrischer Verteilersysteme sowie Niederspannungsschaltanlagen. Das Unternehmen gilt seit der Gründung als Spezialist für Feuchtraum-Elektroinstallationstechnik.[3] Es produziert unter anderem Kabelabzweigkästen von 1,5–240 mm², Kleinverteiler mit 3–54 Teilungseinheiten, Leergehäuse für industrielle Anwendungen nach DIN EN 62208, Verteilersysteme aus Thermoplast bis 250 A bzw. 630 A, Photovoltaik-Verteiler, Niederspannungs-Schaltanlagen bis 5.000 A. Die „Gustav Hensel GmbH & Co. KG“ beteiligte sich an der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft.[4]
Hauptkonkurrenten auf dem deutschen Markt sind Spelsberg, Hager und im industriellen Bereich Rittal.
Konzernstruktur
Hensel wird von Philipp C. Hensel, dem Enkel des Unternehmensgründers Gustav-Hensel, sowie den Mit-Geschäftsführern Frank Dubberke und Michael Lehr geführt.
Tochtergesellschaften
- Inland: Hensel Kunststofftechnik (Kirchhundem), Hensel Metall-Technik (Siegen), Hensel Schaltanlagenbau (Grimma).
- Ausland: Hensel Electric India Pvt. Ltd. (Indien), Hensel Polska Sp.z o.o. (Polen), Hensel s.r.o. (Tschechien), Hensel Elektrik Turkey Ltd (Türkei), Hensel Hungária Villamossági Kft. (Ungarn), Hensel Electric FZE (VAE), Hensel Electric UK Ltd. (UK), PT Hensel Elektrik Indonesia (Indonesien)
Geschichte
Der Elektroingenieur Gustav Hensel († 1977) entwickelte Ende der 1920er Jahre einen quadratischen duroplastischen Kabelabzweigkasten aus Kunststoff, der im Gegensatz zu den zu dieser Zeit gebräuchlichen Guss- und Blechkästen die Nutzung des elektrischen Stroms sicherer (Isolation) machte. Er gründete – während der Weltwirtschaftskrise – am 1. Juli 1931 in Radevormwald mit seinem damaligen Geschäftsfreund, dem Unternehmer Ernst Bisterfeld, die Gustav Hensel KG. Das Unternehmen nutzte zunächst angemietete Räume in der Fabrik von Biesterfeld und Stolting.[5] 1936 stieß der Vetter Gustav Hensels, der Elektroingenieur Max Hensel († 1989), als dritter Gesellschafter ins Unternehmen und trieb die technische Entwicklung voran. In den folgenden Jahren wurden verschiedene Patente von Steckdosen und anderen elektrotechnischen Bauteilen angemeldet.[6] 1937 wurde ein eigenes Fabrikgebäude in der Hohenfuhrstraße in die Nutzung genommen. Im April 1941 brannte das Fabrikgebäude ab.[5][7]
Nach dem Zweiten Weltkrieg zog das Unternehmen 1947 nach Altenhundem (Lennestadt), wo eine von Bombardierungen verschont gebliebene ehemalige Textilkleiderfabrik Tobüren angemietete. 1953 ein neues Werk auf der grünen Wiese gebaut. Das Unternehmen fertigte dort von Beginn an hauptsächlich Feuchtraum-Elektroinstallationstechnik, was bis heute das Firmen-Image prägt. Zwischen 1970 und 1990 stellte Hensel die Produktion von duroplastischen zu thermoplastischen Kunststoffen um.
Seit 1991 können Mitarbeiter Genussrechte erwerben. Das Genussrechtskapital beträgt knapp 4 Millionen Euro.
Die „Gustav Hensel GmbH & Co. KG“ beteiligte sich an der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft.[4]
Hensel wird heute von Philipp C. Hensel, dem Enkel des Unternehmensgründers, sowie den Mit-Geschäftsführern Frank Dubberke und Michael Lehr geführt.
Weblinks
Anmerkungen
- ↑ a b c d e Die Deutsche Wirtschaft: Gustav Hensel GmbH & Co. KG im Lexikon der Weltmarktführer, abgerufen am 8. Oktober 2025.
- ↑ Internetauftritt des Unternehmens (Unternehmen – Über uns): Das Unternehmen Hensel, abgerufen am 5. September 2024.
- ↑ Hensel gründet Joint-Venture in der Türkei (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Elektropraktiker.de, 1. Februar 2008
- ↑ a b German Companies Participating in the Forced/Slave Labor Compensation Fund, American-Israeli Cooperative Enterprise
- ↑ a b Bergische Landeszeitung vom 1. Juli 1941, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 13. Februar 2025, Direktlink.
- ↑ Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger vom 15. Juni 1936, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 13. Februar 2025, Direktlink.
- ↑ Unser Unternehmen | HENSEL. Abgerufen am 12. September 2025.
Koordinaten: 51° 6′ 41,4″ N, 8° 3′ 55,5″ O