Henryk Rospara

Henryk Rospara (* 15. Dezember 1930 in Wólka Mińska; † 29. November 2004) war ein polnischer Politiker (SD, CPP). Von 1991 bis 1993 gehörte er dem Sejm in dessen I. Wahlperiode an.

Leben und Beruf

Nachdem Rospara das Gymnasium in Mińsk Mazowiecki absolviert hatte, machte er sich mit einem Handwerksbetrieb selbständig. Ab 1968 war er Vorsitzender der Warschauer Handwerkskooperative „Szczotkarz“. Später war er Präsident des Polnischen Handwerksverbandes „Związek Rzemiosła Polskiego“. Er wurde auf dem Powązki-Friedhof in Warschau beigesetzt.

Politik

Rospara trat 1963 der Blockpartei Stronnictwo Demokratyczne (SD) bei. Dort war er von 1964 bis 1966 stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises der Handwerker. Er war Beisitzer (1966 bis 1969), Schatzmeister (1969 bis 1971) und stellvertretender Vorsitzender (1972 bis 1978) des SD-Gebietsvorstandes im Warschauer Stadtbezirk Śródmieście. Von 1968 bis 1972 war er zudem für die SD Mitglied des Gemeinderats von Śródmieście. Von 1976 bis 1981 gehörte er dem Warschauer SD-Vorstand und ab 1985 dem zentralen Parteivorstand an.

Zur Zeit der politischen Wende verließ er die SD und beteiligte sich an der Gründung der Chrześcijańska Partia Pracy (CPP), deren Vorsitzender er wurde. Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde er für die CPP auf der Liste des Wahlbündnisses Chrześcijańska Demokracja in den Sejm gewählt.[1] Bei der Parlamentswahl 1993 kandidierte er für seine Partei, die sich inzwischen „Federacja Polskiej Przedsiębiorczości“ nannte, im Rahmen des neuen Wahlbündnisses Katolicki Komitet Wyborczy „Ojczyzna“. Mit 6,4 % der Stimmen scheiterte das Bündnis an der für Wahlbündnisse geltenden 8-%-Hürde.[2] Rospara schied daher aus dem Sejm aus.

Einzelnachweise

  1. Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 485.
  2. Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 610.