Henryk Milcarz
Henryk Mieczysław Milcarz (* 21. Juli 1950 in Zagnańsk) ist ein polnischer Politiker (SLD) und war von 2005 bis 2011 Abgeordneter des Sejm in der V. und VI. Wahlperiode.
Leben und Beruf
Henryk Milcarz machte einen Abschluss an der Handelshochschule Warschau. In den Jahren 1978 bis 1983 war er in einem Betrieb für Labortechnik und Industrieanlagen in Kielce angestellt, bis 1992 leitete er die Genossenschaft für gegenseitige Hilfe in der Landwirtschaft in Samsonów. Danach war er stellvertretender Vorsitzender der Kielcer Abwassergesellschaft und 2003 wurde er ihr Vorsitzender.
Milcarz ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Politik
Er war Mitglied der Polska Zjednoczona Partia Robotnicza (PZPR) aus der 1990 die Socjaldemokracja Rzeczypospolitej Polskiej (SdRP) wurde. 1999 wurde er Mitglied des Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD). Er war unter anderem Vorsitzender des Woiwodschaftsrats der SLD für die Woiwodschaft Heiligkreuz. Von 1998 bis 2005 war er Vorsitzender des Kreisrats im Powiat Kielecki, in den er bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 und 2002[1] gewählt worden war.
Bei den Parlamentswahlen 2005 wurde er für die SLD zum ersten Mal Abgeordneter des Sejm.[2] Bei den Parlamentswahlen 2007 wurde er über die Liste des Wahlbündnisses Lewica i Demokraci (LiD), an dem sich die SLD beteiligt hatte, mit 7.960 Stimmen für den Wahlkreis Kielce erneut in den Sejm gewählt.[3] Er war Mitglied der Sejm-Kommissionen für Wirtschaft und Umweltschutz. Am 22. April 2008 wurde er Mitglied der neu gegründeten Fraktion Lewica. Bei der Parlamentswahl 2011 verpasste er die Wiederwahl, da die PSL nur einen Sitz erhielt.[4] Auch bei der Parlamentswahl 2015 kandidierte er erfolglos, da das Wahlbündnis Zjednoczona Lewica, an dem sich die PSL beteiligt hatte, mit 7,6 % der Stimmen an der für Wahlbündnisse geltenden 8-%-Hürde scheiterte.[5]
Bei den Selbstverwaltungswahlen 2014[6] und 2018[7] wurde er jeweils für die gemeinsame Liste von SLD und Lewica Razem in den Sejmik der Woiwodschaft Heiligkreuz gewählt. Im November 2018 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des Sejmiks gewählt.[8] 2023 kandidierte er für die inzwischen in „Nowa Lewica“ umbenannte SLD ohne Erfolg zum Senat der Republik Polen.[9] Nachdem er auf Vorschlag der Polska 2050 auf der Liste des Wahlbündnisses Trzecia Droga für die Selbstverwaltungswahlen 2024 aufgestellt worden war, wurde er im März 2024 aus der Nowa Lewica ausgeschlossen.[10] Bei der Wahl wurde er erneut in den Heiligkreuzer Sejmik gewählt.[11]
Ehrungen
- 2012 Ritterkreuz des Ordens Polonia Restituta[12]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ „Andrzej Pruś przewodniczącym sejmiku województwa świętokrzyskiego“ auf kielce.wyborcza.pl, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ „Henryk Milcarz wyrzucony z Nowej Lewicy“ auf radiokielce.pl, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ Verleihnachricht in Monitor Polski 2013, S. 130.