Henry Robinson Palmer
Henry Robinson Palmer (* 1795 in Hackney; † 12. September 1844 in Westminster) war ein englischer Ingenieur, der vor allem für seine Erfindung einer Einschienenhängebahn bekannt ist, die er 1821 zum Patent anmeldete. Diese Pferdebahn kann als Vorgänger der Lartigue-Einschienenbahn und der Wuppertaler Schwebebahn betrachtet werden und ist die erste Einschienenbahn in der Geschichte.
Am 25. Juni 1825 wurde in Cheshunt in England die erste Einschienenbahn für den Personentransport eröffnet, obwohl sie eigentlich für den Transport von Ziegelsteinen gebaut wurde. Palmer wurde 1831 zum Fellow der Royal Society gewählt.
In Deutschland begeisterte sich im Jahr darauf der Industrielle und Politiker Friedrich Harkort für das System. Er ließ durch seine Fabrik 1826 probehalber in Elberfeld auf dem Gelände des heutigen Finanzamtes an der Kasinostraße eine solche Bahn aufstellen. Gemeinsam mit dem Bergrat Heinrich Heintzmann versuchte er, die Öffentlichkeit dafür zu interessieren.
Am 9. September 1826 wurde im Elberfelder Rathaus von zehn Bürgern unter Vorsitz des Landrates Graf von Seyssel d’Aix über eine solche Palmersche Bahn von der Ruhr zur Wupper beraten. Harkort, Heintzmann und der Markscheider Bohnert inspizierten danach die vorgesehene Strecke. Sie sollte von Elberfeld über Uellendahl-Horath-Herzkamp nach Hinsbeck oder von Elberfeld über Horath bis Langenberg und weiter durch das Deilbachtal führen. Die Pläne wurden jedoch nicht verwirklicht, da verschiedene Grubenbesitzer Einspruch einlegten. Sie fühlten sich benachteiligt, da sie nicht einbezogen wurden. Das Oberbergamt verfügte daraufhin die vorläufige Einstellung der Planungen.
Weblinks
- Henry Palmers Buch über seine Einschienenbahn auf books.google.de
- Eintrag zu Palmer; Henry Robinson (1795 - 1844) im Archiv der Royal Society, London