Henry Eccles (Komponist)
Henry Eccles der Jüngere (* zwischen 1675 und 1685 in London; † zwischen 1735 und 1745 vermutlich in Paris) war ein englischer Violinist und Komponist.
Henry Eccles wurde als Sohn von Solomon Eccles (1618–1683) in England geboren. Über sein frühes Leben ist nichts bekannt, die erste Erwähnung erfolgt im Jahre 1705, als er ein Benefizkonzert gab und durch die Veröffentlichung seiner „Preludes und Voluntaries“. Er reiste 1713 in Begleitung des Herzogs d’Aumont nach Frankreich, wo er fortan lebte. Spätestens ab 1720 lebte er in Paris, wo er zu den Vingt-quatre Violons du Roy am französischen Hof unter Ludwig XV. gehörte. Er wird häufig mit dem gleichnamigen Henry Eccles dem Älteren (zwischen 1640 und 1650 – 1711) verwechselt, welcher Mitglied der King’s Private Music war; dieser ältere Henry war möglicherweise sein Onkel, das genaue Verwandtschaftsverhältnis ist aber nicht geklärt. Auch wurde Henry Eccles der Jüngere früher fälschlich als Bruder des Komponisten John Eccles angesehen, dem Sohn von Henry Eccles dem Älteren.[1]
Sein bekanntestes Werk ist die Sonate Nummer 11 in g-Moll für Violine und Generalbass aus den 12 Violinsonaten von 1720. Allerdings ist der zweite Satz aus den Inventionen op. 10 von Francesco Antonio Bonporti mit nur marginalen Erweiterungen im Bass übernommen. Zahlreiche Bearbeitungen dieser Sonate für Soloinstrumente (u. a. Kontrabass, Violoncello) und Klavier sind in der musikalischen Ausbildung häufig gespieltes Werke.
Werke
- Preludes & Voluntaries für Violine, 1705 London
- 12 Violinsonaten, 1720 Paris
- 10 Violin- und 2 Flötensonaten, 1723
Noten
- Noten und Audiodateien von Henry Eccles im International Music Score Library Project
- Werke von Henry Eccles (Komponist) beim Mutopia-Projekt
Weblinks
- Werke von und über Henry Eccles im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Margaret Laurie: Eccles, Henry (ii). In: Grove Music Online, DOI:10.1093/omo/9781561592630.013.60000200677 (englisch; Abonnement erforderlich).
Einzelnachweise
- ↑ Stoddard Lincoln: Eccles, John. In: Grove Music Online, DOI:10.1093/omo/9781561592630.013.60000200678 (englisch; Abonnement erforderlich).