Henry Cordes

Henry B. Cordes (* 1958) ist ein deutscher politischer Beamter und Manager.

Leben

Cordes war bis 2005 Chef der Leitungs- und Planungsabteilung im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und der wichtigste Berater von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement.[1] Während der zweiten Regierung Schröder von 2002 bis 2005 gehörte Cordes dem sogenannten „Steinmeier-Kreis“ an, dem Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier vorsaß. Weitere Mitglieder waren Wirtschaftsminister Clement, die Regierungssprecher Béla Anda und Thomas Steg, die Büroleiterin von Bundeskanzler Gerhard Schröder Sigrid Krampitz und der Kommunikationsberater des Kanzlers Reinhard Hesse. In diesem Kreis wurden politische Lagebeurteilungen sowie politische Reaktionsmuster und Strategieentwürfe für die Regierung Schröder erarbeitet.[2]

Von 2005 bis 2010 war Cordes Leiter der Abteilung Privatisierung und Bundesimmobilien im Bundesministerium der Finanzen.[3] Schließlich war er von 2011 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2025 Geschäftsführer des EWN Entsorgungswerks für Nuklearanlagen, eines auf den Rückbau und die Entsorgung stillgelegter Kernkraftwerke (KKW) spezialisierten privatrechtlichen Unternehmens mit Bundesbeteiligung.[4][5] Cordes ist Mitglied der SPD.[6]

Einzelnachweise

  1. Bundeskanzler sucht Chefökonomen. In: welt.de. 3. Dezember 2004, abgerufen am 31. Oktober 2025.
  2. Karl-Rudolf Korte: Die Rolle von Machtmaklern im Entscheidungsprozess von Spitzenakteuren. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. B 43/2003, Bundeszentrale für politische Bildung, 2003.
  3. Michael Sauga: Die Macht des Stellvertreters. In: Spiegel Online. 11. Dezember 2005, abgerufen am 31. Oktober 2025.
  4. Neuer Chef bei den Energiewerken Nord. In: energie-und-management.de. 14. Dezember 2010, abgerufen am 31. Oktober 2025.
  5. [1] (PDF-Datei) auf ewn-gmbh.de
  6. Andreas Mihm: Führungsriege fürchtet um Jobs: Lautes Stühlerücken in den Bundesministerien. In: FAZ.net. 27. Oktober 2009, abgerufen am 31. Oktober 2025.