Henry B. Wimbush

Henry Bowser Wimbush (* 11. März 1858 in London; † 5. Mai 1943 in Taunton, Somerset) war ein englischer Landschaftsmaler, Illustrator und Postkartenkünstler. Bekannt wurde er vor allem durch seine stimmungsvollen Aquarelle von Landschaften in Großbritannien und den Kanalinseln sowie durch seine zahlreichen Illustrationen für Reisebücher und Postkartenserien.

Leben

Wimbush wurde in London geboren und begann seine künstlerische Laufbahn zunächst mit Ölgemälden, bevor er sich auf Aquarelle spezialisierte. Ab 1888 stellte er Werke in der Royal Academy of Arts aus,[1] später auch bei der Royal Institute of Painters in Water Colours und der Royal Society of British Artists. Er heiratete 1880 Margaret Sillar, mit der er elf Kinder hatte. Nach ihrem Tod heiratete er Emily Dremel. Zwei seiner Töchter, Winifred und Olive, wurden ebenfalls Künstlerinnen.

Werk

Wimbush illustrierte zahlreiche Reisebücher des Verlags A & C Black, darunter:

  • The Channel Islands (1904, von Edith Carey)
  • North Devon (1906, von F. J. Snell)
  • Channel Islands Water-Colours (1919, eigenes Werk)

Darüber hinaus arbeitete er für Raphael Tuck & Sons, wo er viele Motive für die populären Oilette-Postkartenserien schuf. Seine Darstellungen von Küsten, Häfen und ländlichen Szenen fanden weite Verbreitung und sind heute begehrte Sammlerstücke.

Seine Aquarelle zeichnen sich durch eine feine Farbgebung und atmosphärische Wirkung aus. Typische Themen waren Küstenlandschaften, Flussszenen und idyllische Dorfbilder. Wimbush trug damit zur Popularisierung des malerischen Bildes von Großbritannien und den Kanalinseln im frühen 20. Jahrhundert bei.

Obwohl Wimbush nicht zu den bekanntesten Malern seiner Zeit gehörte, sind seine Postkarten und Buchillustrationen ein Zeugnis der visuellen Kultur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Seine Werke erscheinen regelmäßig im Kunsthandel und erzielen Preise zwischen 50 und 1200 Pfund.

Einzelnachweise

  1. Henry Wimbush. Abgerufen am 5. Dezember 2025.