Helga Schlapka

Helga Ursula Schlapka, geb. Schwarze, (* 23. Oktober 1932 in Stettin; † 13. Dezember 2020) war eine deutsche Kommunalpolitikerin (SPD).

Biographie

Helga Schlapka wurde 1932 in Stettin geboren und zog 1950 nach Köln. Sie heiratete 1953 den späteren Studiendirektor Herbert Schlapka (1918–1994)[1] und wurde Mutter von drei Söhnen. Ab 1964 lebte sie in Weiden, das damals noch eigenständig war. 1970 trat sie in die SPD ein. Vor ihrem Wechsel in den Kölner Stadtrat, dem sie von 1984 bis 2014 mit kurzen Unterbrechungen angehörte, war sie ab 1979 Mitglied der Bezirksvertretung Lindenthal.[2]

Schlapka engagierte sich insbesondere für die Bedürfnisse von Jugendlichen. Auf ihre Initiative wurde ein Jugendheim in Junkersdorf gegründet. Später initiierte sie das Jugendzentrum in Weiden und das Jugendzentrum „Alte Schule“ in Widdersdorf. In Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative „Pro 1“ setzte sie sich für die Verlängerung der Linie 1 der Stadtbahn Köln ein, die 2006 bis nach Weiden ausgebaut wurde.[3] Sie sah darin „ein erkennbares Zeichen der Zugehörigkeit von Weiden, Lövenich, Junkersdorf zu Köln“.[4] Auch kümmerte sie sich um die Anliegen von Spätaussiedlern.[3] Am 13. Dezember 2020 starb Helga Schlapka im Alter von 88 Jahren an den Folgen einer COVID-19-Infektion während der COVID-19-Pandemie.[5][6] Die Grabstätte der Eheleute befindet sich auf dem Kölner Melaten-Friedhof (Lit. J Nr.395, zwischen Lit.B+C).[7]

Ehrungen und Auszeichnungen

2006 wurde Helga Schlapka mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen und 2013 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet, insbesondere für ihr ehrenamtliches Engagement im Bereich der Jugendhilfe.[4]

Am 23. Oktober 2025, dem 93. Geburtstag von Schlapka, wurde der noch namenlose Platz vor dem Georg-Büchner-Gymnasium in Weiden auf gemeinsamen Antrag von Grünen, CDU, SPD, Die Linke und FDP in der Lindenthaler Bezirksvertretung nach ihr benannt.[3]

Einzelnachweise

  1. Sterbeurkunde für Herbert Schlapka, Nr. 677 vom 24. Januar 1994, Standesamt Köln. LAV NRW R Personenstandsregister, abgerufen am 11. Januar 2026.
  2. Susanne Esch: Politikerin geehrt: Weiden hat jetzt einen Helga-Schlapka-Platz. In: ksta.de. Kölner Stadt-Anzeiger, 2. November 2025, abgerufen am 11. Januar 2026.
  3. a b c Hans-Willi Hermans: Ehrung der Politikerin: Platz wird nach Helga Schlapka benannt. In: rheinische-anzeigenblaetter.de. 20. Juni 2025, abgerufen am 11. Januar 2026.
  4. a b Ein Nachruf auf Helga Schlapka › Stadtbezirk Lindenthal. In: stadtbezirk-lindenthal-koelnspd.de. 11. Januar 2021, abgerufen am 11. Januar 2026.
  5. Traueranzeige von Helga Schlapka, geb. Schwarze. In: wirtrauern.de. DuMont RAG/Köln, 19. Dezember 2020, abgerufen am 12. Januar 2026.
  6. Ein Nachruf auf Helga Schlapka. In: stadtbezirk-lindenthal-koelnspd.de. SPD Stadtbezirk Köln-Lindenthal, 11. Januar 2021, abgerufen am 12. Januar 2026.
  7. Helga Schwarze Schlapka (1932-2020). In: de.findagrave.com. Abgerufen am 11. Januar 2026.