Helfendorf

Helfendorf ist eine Gemarkung und war eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München.

Helfendorf ist auch die umgangssprachliche gemeinsame Bezeichnung der benachbarten Orte Großhelfendorf, Kleinhelfendorf und Neuhelfendorf in der Gemeinde Aying (Landkreis München).

Geschichte

Isinisca war Sitz einer römischen Straßenstation. Nach der sogenannten Vita Haimrami des Bischofs Arbeo von Freising – einer Lebensbeschreibung – soll hier der heilige Emmeram im Jahr 652 auf seinem Weg nach Rom getötet worden sein.

Der Ort Helfendorf wurde erstmals im Jahr 772 urkundlich erwähnt, als es als Helphindorf bezeichnet wurde. Dies geschah im Rahmen der Schenkung des Ortlaip an den Bischof von Freising. Spätere Nennungen erfolgen oft als Helffendorff. Bereits für 885 ist ein karolingischer Königshof im heutigen Großhelfendorf nachgewiesen.[1] Die Unterscheidung in Großhelfendorf und Kleinhelfendorf (mit der Pfarrkirche St. Emmeram) ist späteren Datums.

Im Jahr 1818 wurde die Gemeinde Helfendorf gegründet, die bis 1875 den Namen Großhelfendorf trug.[2] Am 1. Mai 1978 schlossen sich die Gemeinden Helfendorf und Peiß im Zuge der Gemeindegebietsreform zur neuen Einheitsgemeinde Aying zusammen.[3] Die Gemeinde Helfendorf umfasste zu diesem Zeitpunkt folgende Orte:

Aying bekam das Helfendorfer Wappen, das seit 1971 geführt wird.

Einzelnachweise

  1. Urkunden zur Dorfbildung - Helfendorf In: aying.de
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 425.
  3. Chronik Aying, Seite 89, Buchendorfer Verlag, 1992.