Helena-Paradiesvogel
| Helena-Paradiesvogel | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Parotia helenae | ||||||||||||
| De Vis, 1897 |
Der Helena-Paradiesvogel (Parotia helenae) ist eine Vogelart aus der Familie der Paradiesvögel (Paradisaeidae). Er kommt im Gebiet nördlich der Wasserscheide des Owen-Stanley-Gebirges im Südosten von Neuguinea in den Provinzen Morobe, Oro und Milne Bay vor. Wie für Strahlenparadiesvögel charakteristisch, weist das Männchen an jeder Kopfseite drei verlängerte Schmuckfedern auf.
Merkmale
Die Vögel erreichen eine Gesamtlänge von 25 bis 27 Zentimeter; Weibchen erreichen ein Gewicht von 122 bis 169 Gramm, Männchen werden mit 153 bis 195 Gramm deutlich schwerer. Männchen sind tiefschwarz gefärbt, die Rückenfedern glänzen seidig und erscheinen unter bestimmten Lichtverhältnissen grünlich, bronze- oder kupferfarben. Auf der Brust haben sie große, schuppenartigen Federn, die intensiv metallisch schillern, je nach Lichtverhältnissen bronzefarben, smaragdgrün, grünlich-gelb, violett bis magentafarben oder bläulich-violett. Oberhalb der Ohröffnungen befinden sich je drei aufrichtbare, drahtartige, verlängerte Federn, die in ovalen Spitzen enden. Die Weibchen sind kleiner als die Männchen. Sie sind überwiegend bräunlich gefärbt, der Kopf ist schwärzlich, Brust und Bauch sind mit regelmäßigen, schmalen, schwarzen Querstreifen versehen. Schillernde Federn fehlen. Die Iris ist bei beiden Geschlechtern kobaltblau, der Schnabel ist glänzend schwarz (Männchen) bzw. bräunlich-schwarz (Weibchen), das Schnabelinnere ist limonengelb bis limonengrün und die Beine sind violettgrau. Verglichen mit anderen Strahlenparadiesvögeln sind beim Helena-Paradiesvogel die Flügel relativ breit und der Schwanz ist relativ kurz.[1]
Lebensraum und Lebensweise
Der Helena-Paradiesvogel lebt in Bergwäldern, Eichenmischwäldern, Sekundärwäldern und großen bis kleinen Waldfragmenten inmitten großer, als Gärten genutzter Flächen in Höhen von 500 bis 2300 Metern über dem Meeresspiegel. Wahrscheinlich sind die Vögel standorttreu und ernähren sich von Früchten und Kleintieren. Lebensweise und Fortpflanzungsbiologie des Helena-Paradiesvogels stimmen wahrscheinlich weitgehend mit der des Blaunacken-Paradiesvogels (Parotia lawesii) überein.[1]
Systematik
Der Helena-Paradiesvogel wurde 1897 durch den britisch-australischen Zoologen Charles Walter De Vis erstmals wissenschaftlich beschrieben und zu Ehren von Helena von Großbritannien und Irland, einer Tochter der britischen Königin Victoria, benannt. Er galt einige Zeit lang als Unterart des Blaunacken-Paradiesvogels (P. lawesii), wird heute jedoch wieder als eigenständige Art geführt. Obwohl sich die Verbreitungsgebiete von Helena-Paradiesvogel und Blaunacken-Paradiesvogel leicht überschneiden gibt keine Hinweise auf Hybridisierungen.[1] Neben den beiden vorgenannten Arten beinhaltet die Gattung Parotia (Strahlenparadiesvögel) vier weitere Arten.
Gefährdung
Obwohl das Verbreitungsgebiet des Helena-Paradiesvogels relativ klein ist, gilt die Art nicht als bedroht, da sie relativ häufig ist.[1]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d C. Frith und D. Frith (2023). Eastern Parotia (Parotia helenae), Version 1.0. In Birds of the World (B. K. Keeney und S. M. Billerman, Hrsg.). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. doi: 10.2173/bow.lawpar2.01