Helen Grämiger

Helen Grämiger (* 17. Februar 1919 in Kirchberg SG; † 17. Januar 2010 ebenda; heimatberechtigt ebenda) war eine Schweizer Malerin.

Leben

Herkunft, Bildung, Beruf

Helen Grämiger wuchs in Bazenheid als fünftes von insgesamt sieben Geschwistern auf. Mit zwölf Jahren besuchte sie die Schule des Kapuzinerinnenkloster St. Klara in Stans. 1939 bestand sie die Matura am Gymnasium Kollegium Heilig Kreuz in Freiburg im Üechtland. Der Zweite Weltkrieg verhinderte ein universitäres Studium. Sie besuchte die damalige Sozial-caritative Frauenschule Luzern und absolvierte ein Praktikum im Kinderheim Ennetthur in Unterwasser SG.[1]

Sie arbeitete schliesslich bei der Fürsorge für Strafgefangene und der Amtsvormundschaft in St. Gallen. Sie stieg anschliessend bei der Knopf- und Stickereifirma Gebrüder Grämiger ein und arbeitete nach der Übernahme durch die Familie die Gremolith AG gut vier Jahrzehnte.[1]

Werk

Neben ihrem Beruf war sie als Künstlerin tätig. Sie arbeitete als Malerin vor allem mit Acrylfarben.[1] Sie begann Mitte der 1980er-Jahre intensiv zu malen. Sie stellte mehrfach am Salon des indépendants der Société des Artistes Indépendants in Paris aus.[2]

Werke

  • Helen Grämiger. Eigenverlag, Wil 1991.

Literatur

  • Grämiger, Helen. In: Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (Hrsg.): Biografisches Lexikon der Schweizer Kunst. Unter Einschluss des Fürstentum Liechtenstein. Band 2. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1998, ISBN 3-85823-673-X, S. 421 (archive.org).
  • Grämiger, Helen. In: Saur Allgemeines Künstlerlexikon. Bio-bibliographischer Index A – Z. Band 4. K. G. Saur, München / Leipzig 2000, ISBN 3-598-23979-3, S. 312 (archive.org).

Einzelnachweise

  1. a b c Christian Jud: Zum Abschied von Helen Grämiger aus Wil. In: Wiler Zeitung. 26. Januar 2010, S. 30 (tagblatt.ch).
  2. Helen Grämiger bei der SBG Wil. In: Thurgauer Zeitung. 5. Juli 1988, S. 13 (e-newspaperarchives.ch).