Heldenlied op. 111

Heldenlied op. 111 ist eine sinfonische Dichtung des böhmischen Komponisten Antonín Dvořák.

Hintergrund

Bereits einen Tag nach der Vollendung seiner Oper Der Jakobiner begann der Komponist am 4. August 1897 mit seinem Heldenlied. Er arbeitete daran während seiner Sommerferien in Vysoká u Příbramě und während des Besuches bei Josef Hlávka in Lužany u Přeštic. Vollendet wurde es am 25. Oktober desselben Jahres. Verlegt wurde das Werk zwei Jahre später bei Fritz Simrock 1899. Während dieser Zeit verfasste Richard Strauss sein Ein Heldenleben. Dvořáks Heldenlied stellt, im Gegensatz zu seinen anderen Symphonischen Dichtungen, eine Autobiographie dar. Die Uraufführung fand unter der Leitung von Gustav Mahler mit den Wiener Philharmonikern in Wien statt. Es ist sein letztes reines Instrumentalwerk.

Musik

Das Werk besteht aus vier Abschnitten mit den Tempoangaben: allegro con fuoco, poco adagio lacrimosa, Scherzo und Coda. Das Werk beginnt in b-Moll und endet in B-Dur. Die Aufführungsdauer beträgt etwa 22 Minuten.

Besetzung

  • 2 Flöten
  • 2 Oboen
  • 2 Klarinetten
  • 2 Fagotte
  • 4 Hörner
  • 2 Trompeten
  • 3 Posaunen
  • 1 Tuba
  • Schlagwerk: Pauken, Große Trommel, Becken, Triangel
  • Streicher: Violinen, Bratschen, Celli, Kontrabässe

Tonaufnahmen (Auswahl)

  • Antonin Dvořák: Symphonie Nr. 9. Aus der Neuen Welt, Heldenlied. Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, Leitung: Andris Nelsons. BR Klassik, 2013.
  • Antonin Dvořák: Symphony No. 9 in E Minor, Op. 95 „From the New World“ & A Hero’s Song, Op. 11. NDR Elbphilharmonie Orchestra, Leitung: Krzysztof Urbański. Alpha Classics 2017.