Heinz Weld
Heinz Weld (* 25. August 1943 in Lilienfeld, Niederösterreich; † 17. Januar 2024 in München) war ein österreichischer Bildhauer und Maler. Er lebte und arbeitete seit 1961 in München.
Leben
Heinz Weld wuchs in Lilienfeld im Elternhaus mit großem Garten auf, umgeben von schönster Natur. In der Natur werken und bauen, Skifahren sowie Musik gehörten dazu. Für ihn blieb Naturerleben immer eine Quelle der Inspiration, auch für sein späteres künstlerisches Schaffen. Schon früh zeigte er eine Vorliebe und Begabung für Zeichnen und Werken. Sein Interesse an Bildhauerei wurde in der Zisterzienser-Stiftskirche in Lilienfeld geweckt, beim Betrachten der mittelalterlichen Pfeiler mit ihren Kapitellen und den barocken Skulpturen, was er mehrmals betonte.
Als schmerzhaften Einschnitt erlebte Heinz Weld die Jahre im Schulinternat in Wien, strenge Regeln und die mächtige städtische Architektur wirkten bedrückend auf ihn. Ende der 1950er Jahre begann er eine Ausbildung an der Bundesfachhochschule für Holz-Stein-Metallverarbeitung in Hallein, die er 1961 abschloss. Weld verfolgte zielstrebig seinen eigenen Weg, der ihn nach München an die Akademie der Bildenden Künste führte. 1961 wurde er in die Bildhauerklasse von Josef Henselmann aufgenommen und beendete das Studium 1967 als Meisterschüler mit Diplom. Die Jahre an der Akademie waren von Studienreisen nach Griechenland, Italien, Paris und London geprägt, zusammen mit seinen Studienfreunden Aldo Canins, Gilbert Prousch und Alrun Prünster. Heinz Welds Skizzenbücher zeugen von intensiven Studien nach Skulpturen großer Meister. Michelangelo war eines seiner bewunderten Vorbilder. Zusammen mit Gilbert Prousch und Alrun Prünster erwog er einen Wechsel an die Kunstakademie nach London, entschied sich aber dafür, in München zu bleiben, um sich vor Ort mit den drängenden Themen der 1960er Jahre auseinanderzusetzen.
Studienreisen blieben für Heinz Weld weiter Quell von Inspiration. Wichtig wurden Arbeitsaufenthalte in Schweden und Dänemark (1976–1979) am Bauhaus Situationiste[1] in Drakabygget sowie in Kopenhagen und im KunstCentret Silkeborg, zusammen mit dem Kollektiv Herzogstrasse, und 2003 mit den „Bildseglern – Armin Saub und Heinz Weld“ wieder in Silkeborg. Neben mehreren Frankreich- und Italienreisen prägte ein Gastaufenthalt bei der Malerin Alrun Prünster-Soares, ihrem Mann Carlos Soares-Pinto und der Familie in Rio de Janeiro 1986 sichtbar Themen und Farbigkeit. Die Copacabana, der Eros, die üppige farbige Vegetation mit exotischen Vögeln fanden Ausdruck in einer Mischung aus gegenstandsnahen und abstrahierenden Werken von Heinz Weld.
Seit 1968 arbeitete Heinz Weld als freischaffender Künstler in München. Nach Abschluss seines Studiums bezog er ein Atelier in der Türkenstr. 61, 2. Hinterhof, Souterrain. Zwei Bildhauerateliers und eine Polsterwerkstatt im ruhigen Hof, eine ideale Situation. Heinz Weld konnte hier bis zu seinem Lebensende zu einer sehr günstigen Miete arbeiten. Es entstanden zum Teil große Skulpturen aus Holz und aus Lochblech und Draht.
Gesellschaftspolitisches Engagement
1968 solidarisierte sich Heinz Weld im Rahmen einer Abordnung kritischer Kunststudenten der Münchner Akademie mit Carl Nissen, Alrun Prünster und Helmut Sturm in Venedig für die Schließung der Biennale. Zusammen mit vielen anderen Künstlern, darunter Jørgen Nash, Luigi Nono und Emilio Vedova, wendete sich ihr Protest gegen eine elitäre Handhabung der Biennale.
1969 wurde Heinz Weld Mitbegründer des Kinderforums der Galerie Van de Loo in München. Die Galerie unterstützte Künstler bei ihrem Wunsch nach einer innovativen Kunstpädagogik. Es ging ihnen darum, die Trennung zwischen Kunst und Leben aufzuheben und die jeweils eigene Kreativität von Kindern und Jugendlichen zu entdecken und zu unterstützen. Für Heinz Weld entwickelte sich diese Idee zu einem großen Anliegen. Er trug wesentlich zur Gründung und Entwicklung des Kinderforums bei und war fast bis zum Ende seines Lebens dort tätig, zeitweilig als stellvertretender Vorsitzender.[2]
„Die Basis unserer Arbeit im Kinderforum ist die Lust, etwas aus freiem Willen zu machen. Dies ist der Weg, um an die in den Kindern schlummernden Potentiale heranzukommen – die Kinder sozusagen aus sich selbst herauszulocken: die Wünsche, Ängste, Talente, Zwänge, Freuden und den Willen, sich die Welt anzueignen. Unsere Aktivitäten zielen darauf ab, die Kinder eigene Erfahrungen machen zu lassen, mit diesen umgehen zu lernen, um damit zu einem selbstverantwortlichen Handeln zu gelangen.“
Wettbewerbe, Auftragsarbeiten – für folgende Arbeiten gewann er Preise
- 1968: Wandgestaltung im Hallenbad des Eisschnelllaufzentrums Inzell.
- 1973: Brunnen aus Bronzeguss im Treppenhaus des Annast Hauses in München
- 1975: Wandgestaltung im Hallenbad Wellenberg Oberammergau, mit Erich Ott
- 1987: Gestaltung des Kriegsmahnmals in Altusried, Allgäu
- 1988. Brunnenanlage aus Stein in Immenstadt, Allgäu
Nebenbei arbeitete Weld ein paar Jahre bei dem Bildhauerkollegen Otto Schafarschik als freier Mitarbeiter und vervollkommnete seine Fähigkeiten im Schweißen und Löten. Schafarschik war spezialisiert auf Schmiedeeisen. In Zusammenarbeit mit einem Architekten und Glasbläsern entwarf und fertigte er Eisenskulpturen, Lampen, Kerzenleuchter und weitere Einrichtungsgegenstände. Seit dieser Zeit schuf Weld, auch als Auftragsarbeit, meist für seinen Freundes- und Bekanntenkreis, geschmiedete Objekte und Möbel aus Holz.
Zur Kunst von Heinz Weld
Heinz Weld war ein experimentell arbeitender Künstler mit großem handwerklichem Geschick. Er erprobte unterschiedlichste Materialien und Techniken, oft bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Damit bespielte er viele Bereiche der bildenden Kunst, von Arbeiten auf Papier über Skulpturen und Reliefs, Gemälde und Collagen bis zu raumgreifenden Installationen. Im Schaffensprozess entstanden auch Werke, die sich nicht einer „klassischen“ Kunstgattung zuordnen lassen. Stilistisch war Heinz Weld von der expressiven Kunst der Münchner Künstlergruppen SPUR, Wir und Geflecht inspiriert, vor allem von deren gestisch-abstrakten Werken, darüber hinaus, wie er selbst immer wieder hervorhob, vom abstrakten Expressionismus der Amerikaner.
Für sein ganzes Werk war zudem der Bezug zur barocken Kunst wichtig, insbesondere zur Heiterkeit des bayerischen Rokoko.
Weld begann seine künstlerische Tätigkeit in den 1960er Jahren mit bildhauerischen Arbeiten aus Holz, Stein, Bronze und Eisen. In den frühen 1970er Jahren entstanden viele Skulpturen und Reliefs, die Eisenformen mit gestanztem Lochblech verbinden.
„Die gestanzte Positiv-Negativ-Struktur dieses Materials entspricht durch seine Eigenschaften, Transparenz und Stabilität, den bildnerischen Intentionen des Künstlers. Seine Grundvorstellung ist es, den monolithischen Herrschaftsanspruch einer geschlossenen Form, die ausschließlich auf Raumverdrängung basiert, aufzubrechen, um komplexeren Beziehungen Raum zu schaffen. Positiv- und Negativraum wird gleich wichtig. Das ungestaltete Innere einer Plastik wird gestaltet.“[4]
Ab Mitte der 1970er Jahre nahmen Skulpturen und Reliefs aus farbig bemaltem Holz, meist aus Holzabfällen und Möbelresten gefertigt, eine zentrale Stellung im Werk von Heinz Weld ein. 1976 entdeckte er mit seinem Eintritt in das Kollektiv Herzogstrasse die Malerei für sich, in der Gruppenarbeit und mit eigenen Werken. Vielfältige stilistische Anregungen der gemeinsamen künstlerischen Arbeit, die mit der offiziellen Auflösung des Kollektivs Herzogstrasse 1982 teilweise ihren Abschluss fand, wurden von Heinz Weld im Laufe der 1980er Jahre eigenständig weiterentwickelt.
Die Reliefs und Skulpturen von Heinz Weld entstanden aus einem Zusammenfügen von Fundstücken, von der Gesellschaft zum Wegwerfen bestimmt und von ihm künstlerisch transformiert. Meist waren es Teile von Sperrmüll-Möbeln, dazu Holzlatten und Holzstäbe, Verschnitt von Sperrholzplatten und ähnlichem. In seinen Werken verbindet Weld zierlich-fragile und große, kräftige Formen zu einem dynamischen Ganzen. Tektonische Elemente verschmelzen mit biomorphen und anthropomorphen Formen. Welds handwerkliches Können und sein ausgeprägtes räumliches Empfinden führen zur Konstruktion komplexer dreidimensionaler Gebilde, die durch ihre farbige Bemalung gesteigert und teils auch konterkariert wird, mit oft witzigen figurativen Assoziationen und erotischen Elementen.
„Eines der eindrucksvollsten Material-Bilder […]: die plastischen Teile, farblich angepasst, scheinen sich aus der Bildfläche herauszulösen, ein Strudel von Material rotiert auf den Betrachter zu. Das ist ein lustvoll-bizarrer Super-Wohlstandsmüll-Barock. Wer bei der Kunst das Spielerisch-Ironische liebt, der kann sich Welds Vitalität nicht entziehen.“[5]
Ab den 1990er Jahren entstanden vermehrt kleinere Skulpturen, oft mit sphärisch rotierenden, weit in den Raum greifenden Formen, vom Künstler auf Stelen-förmigen Sockeln präsentiert. Die fast monochrome Farbgebung, bevorzugt ein kräftiges Ultramarinblau, teils aber auch eine bewusste Holzsichtigkeit, führen die Formenvielfalt zu einem zeichenhaft Ganzen zusammen. In diese abstrakte Erkundung des Raumes fügte Weld manchmal geschnitzte Figuren ein, als erzählerisches Element, witzig bis nachdenklich, das beim genauen Hinsehen überraschend auftaucht.
In seinem malerischen Werk führte Heinz Weld die dynamischen Formverflechtungen seiner bildhauerischen Arbeiten konsequent ins Zweidimensionale hinein und verband sie mit einer strahlenden Farbpalette. Mit kräftigen dunklen Linien betonte er wiederum den Reliefcharakter, das Körperhafte seiner Malerei. Sein bildhauerisches und sein malerisches Werk formen eine facettenreiche Einheit. Bei der Präsentation seiner Werke war es Heinz Weld deshalb seit den 1980er Jahren ein Anliegen, Skulpturen, Reliefs und Gemälde miteinander zu zeigen, sie interagieren zu lassen. Mit diesem Fluktuieren vom Zweidimensionalen ins Dreidimensionale wollte er Grenzen sprengen und die Kunst als energiegeladenes Ganzes erlebbar machen. Das führte ihn ab 1983 zusammen mit Künstlerkollegen auch zu den „Bildsegler“-Installationen im öffentlichen Raum.
„Warum, oder woher haben wir das Gefühl, dass Bilder erfinden natürlich und lebensnotwendig sei? Vielleicht ist es der Wunsch unzählige Leben zu leben, nicht nur das einer Kunstauffassung, die sich ausschließlich selbst leben möchte. Bilder, nicht für die Archive, sondern für Augen, die ihre Geschichte suchen, Begeisterung für nie Gesehenes und das Gespräch, wenn sie unserer widersprüchlichen Wirklichkeit ins Gesicht sehen. Antwort und Frage in einer militant drohenden Welt.“[6]
Kollektiv Herzogstrasse
Mit Heimrad Prem und Helmut Sturm gründete Armin Saub das Kollektiv Herzogstrasse, als eine offene interdisziplinäre Künstlergruppe, der teils bis zu 12 Künstler angehörten. Heinz Weld schloss sich dem Kollektiv 1976 an. Das gemeinsame Arbeiten führte zu wichtigen Impulsen für seine Malerei. Welds Reliefs und Skulpturen inspirierten andererseits einige Mitglieder im Kollektiv, die an der Ausweitung der Malerei in den dreidimensionalen Raum hinein arbeiteten. Bis 1982, als sich das Kollektiv offiziell auflöste, gab es unterschiedliche gruppeninterne Kooperationen, die zu gemeinsamen künstlerischen Aktionen und Rauminstallationen führten, an denen Heinz Weld wesentlich beteiligt war. Dazu zählen die „Bild-Raum-Objekte“, 1979 im Team mit Heiko Herrmann und Armin Saub entstanden sowie 1980 – hier kamen noch zwei weitere Mitglieder des Kollektivs Herzogstrasse hinzu, Diri und Helmut Sturm – die „Begehbare Malerei“ in der damals „Künstlerwerkstatt Lothringerstrasse13“, heute „Lothringer13 Halle“ genannten Kultureinrichtung der Stadt München. Arbeitszusammenhänge blieben auch später noch über Jahrzehnte bestehen.
Die „Bildsegler – Armin Saub und Heinz Weld“
Nach der offiziellen Auflösung des Kollektivs Herzogstrasse führten Armin Saub und Heinz Weld, von 1983 bis 1985 zusammen mit Heiko Herrmann, die Entwicklung der raumgreifenden dreidimensionalen Bildvorstellung unter dem Namen „Bildsegler“ weiter, in den urbanen Raum hinein. Von 1986 bis 2011 folgten viele weitere „Bildsegler“-Installationen, in Korrespondenz mit den unterschiedlichsten Orten und Themen, die Saub und Weld als Zweier-Team entwickelten und durchführten. Die beiden Künstler nannten sich nun „Bildsegler – Armin Saub und Heinz Weld“. Sie malten dreidimensionale Bilder mit farbigen Stoffen und Seilen quasi in den Himmel hinein, als temporäre, überraschend auftauchende Installationen im urbanen Raum und in Innenräumen. Die Utopie der Kunst des parallelen Andersseins scheint für kurze Zeit ins Bewusstsein des Alltags und verschwindet dann wieder bis zu einem Neuanfang an anderer Stelle.
In seinem einführenden Text des Katalogs zur Ausstellung Farbzeit im Schlosspark Ismaning schrieb Andreas Kühne 2011:
„‚Die Kunst ist nicht nur über uns, sondern durch uns überall möglich‘, lautet ein selbstbewusster, programmatischer Satz, den Armin Saub und Heinz Weld in einem begleitenden Text zu ihrer Installation "Wasserzeichen" (1988) für den Wasserburger Skulpturenweg formuliert haben. […] Um aus einer Möglichkeit Wirklichkeit werden zu lassen, um einer Idee Farbe und Form zu verleihen, bedarf es immer konkreter Räume, in denen die Kunst Gestalt annehmen kann. […] Die "Bildsegler" brechen die räumliche Isolation einzelner Bilder und Plastiken auf. Mit ihren aus farbigen Stoffen gebildeten Formen, einem aus Stoff und Himmel in die Luft gemalten Mosaik, verbinden sie Malerei und Plastik zu einem unauflöslichen Ganzen. In dem sie sowohl den traditionellen Bildrahmen als auch das museale Gehäuse verlassen und in den umgebenen Raum diffundieren, quasi hinaussegeln, gewinnen sie einen neuen, schier unerschöpflichen Kontext aus formalen und inhaltlichen Bezügen. […] Im Ismaninger Schlosspark weben die Partikel der "Bildsegler" ein nicht festzuhaltendes, transitorisches Bild, das aufblüht und vergeht, und dessen Wahrnehmung sich den Regeln der digitalen Welt verweigert.“[7]
Einzelausstellungen
- Galerie Gegenwart, Straubing: Bilder, Reliefs und Skulpturen von Heinz Weld 1981/82
- Galerie Ehinger Schwarz, Ulm: Malerei und Plastik von Heinz Weld, 1983
- Galerie am Maxwehr (heute: Galerie der Bewegung), Landshut: Eröffnung der Galerie mit Bildern von Heinz Weld, 1984
- Galerie Joseph Hierling, München: Bilder und Objekte von Heinz Weld, 1989
- Galerie am Maxwehr, Landshut: Malgründe – Bilder und Objekte von Heinz Weld, 1989 (Kat.)
- Galerie Gunar Barthel, Berlin: Bilder und Reliefs von Heinz Weld, 1992
- Künstlergruppe „Die Burg“: Heinz Weld, Malerei und Plastik, Ausstellung im Liebenweinturm Burghausen, 1992
- Galerie Leger, München Malerei und Plastik von Heinz Weld, 1992
- Galerie Françoise Heitsch, München: Skulpturen und Reliefs von Heinz Weld, 1994
- Türkenhof München, damalige Galerie im Hinterhof: Triebleben eines Dachstuhls – Skulpturen, Bilder und Farbreliefs von Heinz Weld, 1995
- Galerie Klaus Lea, München: Spielraum – Reliefs von Heinz Weld, 1997
- Galerie Klaus Lea, München: Weld–Bilder–Plastik, Arbeiten von Heinz Weld, 2006
- Kirche St. Raphael in Kooperation mit dem Kulturforum München-West e. V.: Abstrakter Expressionismus – Arbeiten von Heinz Weld, Ausstellung in der Unterkirche von St. Raphael in München, 2023
Mit der Münchner Galerie Klaus Lea ist Heinz Weld auf verschiedenen Kunstmessen im europäischen Raum vertreten. Postume Ausstellungen:
- Galerie Klaus Lea, München: Ein Weg der Kunst – Erinnerungen an Heinz Weld (1943–2024), 2024
Ausstellungen mit Künstlergruppen – eine Auswahl von 1974 bis 2025
Kollektiv Herzogstrasse, zahlreiche Ausstellungen, Rauminstallationen und Kunstaktionen ab 1976 bis 2025 in Galerien, Kunstvereinen und Museen in Deutschland, Dänemark, Österreich und Schweden „Bildsegler – Armin Saub und Heinz Weld“, Installationen im öffentlichen Raum und in Galerien – eine Auswahl von 1983 bis 2011:
- 1983: Wetterbericht (zusammen mit Heiko Herrmann), bei Skulptur III, Alter Botanischer Garten, München
- 1986: Bilderfähre, Galerie am Maxwehr, Landshut
- 1990: Billard, bei „O. T.“ (mit Bildern und Skulpturen von S. Rogenhofer, A. Saub, H. Weld), Galerie der Künstler, München
- 1996: Gautinger Dreisprung, Installation im Außenraum, in den Innenräumen Bilder von Armin Saub und Skulpturen von Heinz Weld, Galerie Dagmar Behringer, Gauting (Kat.)
- 2000: Rettung des Kulturerbes – Projekte rund ums Mittelmeer, eine Rauminstallation im Roemer-Pelizaeus-Museum Hildesheim zur gleichnamigen Ausstellung bei der EXPO 2000
- 2003: Farbquellen, Rauminstallationen im Innen- und Außenraum. Dazu Einzelpräsentationen mit Malerei von Armin Saub und Skulptur von Heinz Weld, im Kunst Centret Silkeborg Bad, Dänemark
- 2011: Farbzeit – Installation im Schlosspark. Ein Dialog im Perspektivenwechsel zwischen realen und imaginären Räumen, veranstaltet vom Kallmann-Museum und der Gemeinde Ismaning (mit einer Ausstellung von Bildern und Skulpturen von A. Saub und H. Weld im Schlosspavillon)
Ausstellungsbeteiligung – eine Auswahl von 1974 bis heute
- Dominikanergalerie Bozen: Skulpturen und Bilder, eine Gemeinschaftsausstellung von Heinz Weld mit Alrun Prünster und Heinz Düwell, 1974
- Drazek Art Gallery, University of Maryland, München: Drawings, Paintings, Collages, Sculpture, Ausstellung in der McGraw Kaserne München, Arbeiten von Heinz Weld sowie von Peter Casagrande, Heiko Herrmann und Peter Schwenk, 1980
- Galerie der Künstler, München: Narrativ-Expressiv, Ausstellung mit Gruppen- und Einzelarbeiten, 1982
- Galerie der Künstler, München: O. T., Bilder und Installationen, mit Einzelarbeiten von Sara Rogenhofer, Armin Saub und Heinz Weld sowie der Installation Billard der „Bildsegler – Armin Saub und Heinz Weld“, 1990
- Galerie Schönberger, Landshut: Ausblick 1, 1995
Heinz Weld stellte regelmäßig in der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst (Neue Gruppe) sowie in der Galerie der Künstler in München aus.
Postume Ausstellungsbeteiligungen
- Kunstverein Aichach: Ausstellung Farbsingen in dunklen Zeiten – Kollektiv Herzogstrasse, WeibsBilder und King Kong Kunstkabinett im Chor, im SanDepot Aichach Mai bis Juli 2025, mit einem abstrahierten Remake der Installation Begehbare Malerei des Kollektivs Herzogstrasse, auch mit Skulpturen und Reliefs von Heinz Weld aus der Zeit um 1980
- Ab 2026 werden Werke von Heinz Weld in der Wanderausstellung Verborgene Schätze: Künstlernachlässe der Bayerischen Künstlernachlässe e. V. präsentiert, 1. Ausstellungsort im Stadtmuseum Aichach, Dezember 2026
Literatur und Kataloge zum Werk
- Heinz Weld. In: Kürschners Handbuch der Bildenden Künstler. Deutschland, Österreich, Schweiz, 1. Jahrgang 2005. Band II, P-Z. K.G. Saur, München-Leipzig 2005, ISBN 3-598-24734-6, S. 860 f.
- Texte von Klaus Lea, Christiane Rösner, Armin Saub und Ursula Schädler-Saub: Ein Weg der Kunst – Erinnerungen an Heinz Weld (1943-2024). Hrsg.: Galerie Klaus Lea.
- Heinz Weld: Messer, Gabel, Scher' und Licht, sowie Waffen. In: Otto van de Loo (Hrsg.): Kinder. Kunst. Werk. Altberliner Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-357-00687-1, S. 93–100.
- Heinz Weld: Kinder. Kunst. Werk. Künstlerisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen. Ein Handbuch. Hrsg.: Otto van de Loo. Kösel Verlag, München 2005, ISBN 3-466-30701-5.
- H.P.: Junge Werke junger Künstler. Zur Ausstellung in der Bozner Dominikanergalerie. In: Dolomiten Nachrichten aus Südtirol. 5. April 1974.
- Günter Buhles: Zen-Chiffren hier, barocke Lust dort […] Heinz Weld bei Ehinger-Schwarz. In: Schwäbiche Zeitung. 26. Februar 1983.
- Kunst zwischen Phantasie und Raum, Heinz Weld zeigt seine Werke in der Galerie Gegenwart. In: Straubinger Tagblatt. 29. September 1988.
- Christoph Wiedemann: Besprechung der Ausstellung von Heinz Weld in der Galerie Joseph Hierling, München, mit Bildern und Objekten 1986-88. In: Süddeutsche Zeitung. Aktuell in Münchner Galerien - Spiegel und Bilder. München 16. März 1989.
Kataloge der „Bildsegler – Armin Saub und Heinz Weld“ und Texte – eine Auswahl
- A.Saub, H. Weld, QA. Wimmer: „Bilderfähre“. Ausstellung und Installation von Armin Saub und Heinz Weld. In: Galerie am Maxwehr (Hrsg.): Ausstellungskatalog. Landshut 1986.
- Florian Rötzer: „o. T.“ Sara Rogenhofer, Armin Saub, Heinz Weld. Bilder und Installationen. In: BBK Bayern (Hrsg.): Ausstellungskatalog Galerie der Künstler München. München 1990.
- Florian Rötzer: „Bildsegler“ Armin Saub und Heinz Weld. In: Galerie Dagmar Behringer (Hrsg.): Ausstellungskatalog. München 1996.
- Hanne Weskott: „Bildsegler“ Armin Saub und Heinz Weld, Kat. Ausst. Messe-Opening München. In: RischArt München (Hrsg.): Ausstellungskatalog Messe-Opening München. München 1998.
- Andreas Kühne: Farbzeit. Bildsegler Armin Saub und Heinz Weld. In: Kallmann-Museum (Hrsg.): Ausstellungkatalog, Schlosspavillon und Schlosspark Ismaning. München 2011.
- Ursula Schädler-Saub: Zur Konservierung moderner Kunst: die Rauminstallationen des Kollektiv Herzogstrasse und die „Bildsegler – Armin Saub und Heinz Weld“, ein Interview mit Armin Saub und Heinz Weld in München Schwabing am 4. August 2008,. In: Archetype Publications, Theory and Practice in the Conservation of Modern and Contemporary Art. Reflections on the Roots and the Perspectives. London 2010, ISBN 978-1-904982-54-8, S. 185–194.
- Sabine Kuse: „Bildsegler“ Armin Saub und Heinz Weld, ein Video über die Installation im Roemer-Pelizaeus-Museum Hildesheim, im Rahmen der EXPO 2000. In: Video. Hildesheim 2000.
Künstlerischer Nachlass von Heinz Weld
Der gemeinnützige Verein Bayerische Künstlernachlässe e. V. betreut den künstlerischen Nachlass von Heinz Weld[8] zusammen mit den Nachlassverwaltern.
Werke in Sammlungen
Die Kunst von Heinz Weld wurde vorrangig von privaten Sammlern angekauft. Gruppenarbeit Kollektiv Herzogstrasse: Das Triptychon Kollektiv Herzogstrasse in Drakabygget, wurde von der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München angekauft.
Weblinks
- Website Heinz Weld
- Ausstellungskataloge auf kubikat.org
- Kinderforum van de Loo München
- Kunstverein Aichach
Einzelnachweise
- ↑ On Drakabygget. In: scansitu.antipool.org. Abgerufen am 10. November 2025 (englisch).
- ↑ Impressum – Kinderforum Van de Loo. In: kinderforumvandeloo.de. 12. April 2024, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Heinz Weld: Messer, Gabel, Scher’ und Licht. Hrsg.: Otto van de Loo. Das Kinderforum, Berlin-München, S. 93.
- ↑ Zitat aus: Junge Werke junger Künstler. Zur Ausstellung in der Bozner Dominikanergalerie. Artikel in: Dolomiten Nachrichten aus Südtirol, gez. H.P., 5. April 1974.
- ↑ Zitat aus: Günther Buhles: Zen-Chiffren hier, barocke Lust dort […] Heinz Weld bei Ehinger-Schwarz. In: Schwäbische Zeitung, Ulm, 26. Februar 1983.
- ↑ Zitat aus: Armin Saub und Heinz Weld: Zur Installation Wasserzeichen, Skulpturenweg in Wasserburg am Inn 1988, zitiert aus dem Katalog Bildsegler – Armin Saub und Heinz Weld, Gauting 1996.
- ↑ Andreas Kühne: Vom Strömen der Bilder. Einführender Text im Katalog Farbzeit zur gleichnamigen Ausstellung im Schlosspark Ismaning 2011. In: arminsaub.com. Abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Digitales Museum. In: kunstnachlass.org. 11. Dezember 2018, abgerufen am 10. November 2025 (mit Fotos einiger Werke).