Heinz Noflatscher
Heinz Noflatscher (* 1954 in Brixen) ist ein italienisch-österreichischer Historiker.
Leben
Er studierte Geschichte und europäische Ethnologie/Volkskunde an den Universitäten Innsbruck, Tübingen und Wien. Nach der Promotion zum Dr. phil. 1981 war er wissenschaftlicher Angestellter am Sonderforschungsbereich Spätmittelalter und Reformation in Tübingen von 1982 bis 1984, am Südtiroler Landesarchiv in Bozen von 1985 bis 1991, Stipendiat am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz von 1989 bis 1990 und Assistent in Innsbruck 1991. Bereits 1989 plädierte er für die Gründung eines selbständigen Instituts für Geschichte in Bozen, das erst 2013 mit dem Zentrum für Regionalgeschichte errichtet werden sollte.[1] Nach der Habilitation für Österreichische Geschichte 1993 wurde er 1999 außerordentlicher Universitätsprofessor, 2003 habilitierte er zusätzlich in Neuerer Geschichte. 2019 wurde er emeritiert.[2]
Schriften (Auswahl)
- Glaube, Reich und Dynastie, Maximilian der Deutschmeister (1558–1618) (= Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens. Band 11). Marburg 1987, ISBN 3-7708-0853-3.[3]
- Räte und Herrscher. Politische Eliten an den Habsburgerhöfen der österreichischen Länder 1480–1530 (= Veröffentlichungen des Instituts für europäische Geschichte Mainz, Abt. Universalgeschichte 161 = Beiträge zur Sozial- und Verfassungsgeschichte des Alten Reiches 14). Philipp von Zabern, Mainz 1999, ISBN 3-8053-1705-0.[4]
Literatur
- Markus Debertol, Julian Lahner (Hrsg.): Hof – Region – Staat – Religion: Festschrift für Heinz Noflatscher zu seinem 70. Geburtstag (= Beiträge zur neueren Geschichte Österreichs. Band 31). Berlin-Lausanne: Peter Lang 2025, ISBN 978-3-631-91685-8.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Aufgrund eines gemeinsam mit Hannes Obermair vorgelegten Memorandums; vgl. dazu Hans Heiss: Geschichte und Region/Storia e Regione. Eine Zwischenbilanz. In: Geschichte und Region/Storia e regione 20 (2012), 1/2, S. 162–171, Bezug: S. 164f.
- ↑ Universität Innsbruck: ao. Univ.-Prof. Dr. Heinz Noflatscher, abgerufen am 28. Nov. 2024.
- ↑ Vgl. dazu die Besprechung von Rudolf Reinhardt in: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 7, 1988, S. 354–355.
- ↑ Vgl. dazu die Besprechung von Thomas Winkelbauer auf H-Soz-Kult vom 17. Februar 2000 (online).