Heinz Gefaeller

Heinz Gefaeller (* 16. August 1904 in Tapiau; † 28. Juni 1987 in Bonn) war ein deutscher Jurist.

Leben

Heinz Gefaeller wurde als Sohn eines Kaufmanns geboren und studierte Rechtswissenschaften an der Universität Königsberg. Während seines Studiums wurde er 1923 Mitglied der Königsberger Burschenschaft Teutonia[1] (ab 1953 Burschenschaft Teutonia-Germania Marburg). 1930 wurde er in Königsberg zum Dr. iur. promoviert.

Seit 1931 arbeitete er als Jurist in den Konsistorien Berlin, Magdeburg und Königsberg. 1936 wurde er in Berlin Konsistorialrat beim Evangelischen Oberkirchenrat. Von 1943 bis 1945 war er in Königsberg juristischer Konsistorialpräsident der Kirchenprovinz Ostpreußen.

Von 1945 bis 1956 war er als hauptamtliches Mitglied des Evangelischen Oberkirchenrats bzw. der Kirchenkanzlei der Evangelischen Kirche der Union bzw. deren Vorgängerorganisation sowie als nebenamtlicher Referent der Evangelischen Kirche ein Deutschland tätig. Von 1956 bis 1969 arbeitete er in der Außenstelle Berlin für das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, zuletzt als Ministerialdirigent. Von 1963 bis 1964 war er Präsident und Vorsitzender der Juristischen Gesellschaft zu Berlin.[2]

Ehrung

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Kirchenrechtliche Änderungen infolge des Versailler Vertrages. Dissertation Universität Königsberg. Berlin 1930.
  • Einführung in das neue Grundsteuerrecht, nebst Beispielen, Richtlinien und Mustern für die Verwaltung des kirchlichen Grundbesitzes. Berlin 1937.
  • Die Kirchensteuer in Preußen und im Saarland nebst Darstellung der Umlage und der Pfarrbesoldung in der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union. (= mit Walter A. S. Koch: Handbuch der Kirchensteuer in Preußen und im Saarland.) Berlin 1938.
  • Kirchensteuer, Vermögensverwaltung. 1. Auflage Berlin 1948, 2. Auflage Berlin 1950.
  • Finanzen der Kirchenprovinz Ostpreußen. In: Harald Kruska: Gestalten und Wege der Kirche im Osten. Ulm 1958, S. 26ff.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 139.
  2. Juristische Gesellschaft zu Berlin: Präsidenten und Vorsitzende der Juristischen Gesellschaft in chronologischer Reihenfolge. Abgerufen am 1. November 2025.