Heinz Bormann (Grafiker)
Heinz Bormann (Heinz Richard Andreas; * 1. Juni 1926 in Cottbus; † 15. September 1974 in Magdeburg) war ein deutscher Gebrauchsgrafiker und Illustrator.
Leben und Werk
Bormann war der Sohn des Finsterwalder Oberkellners Richard Bormann (* 1900) und dessen Ehefrau Gertrud, geb. Henze (1896–1966). Er besuchte die Volksschule in Finsterwalde und nach dem Umzug der Familien nach Magdeburg ab 1936 das dortige Wilhelm-Raabe-Gymnasium. Nach dem 1943 abgelegten Notabitur wurde er als Luftwaffenhelfer und ab 1944 als Soldat zur Wehrmacht eingezogen. Er nahm am Zweiten Weltkrieg teil, wurde verwundet, kam in ein Lazarett und geriet in Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung studierte er ab 1946 in der Graphik-Klasse der Kunstgewerbeschule Magdeburg. Ab 1953 arbeitete er freischaffend als Gebrauchsgraphiker und Illustrator in Magdeburg. Für mehr als 90 Bücher von 15 Verlagen schuf er die Illustrationen oder entwarf er Einband und Schutzumschlag. Für das Magazin illustrierte er von 1954 bis 1966 116 Beiträge. Außerdem machte er weitere gebrauchsgrafische Auftragsarbeiten wie den Entwurf von Plakaten, von Reklamematerial für Betriebe der Magdeburger Region, von Programmheften, Kalendern und Wandreklame zu den Leipziger Messen. Zu dem DEFA-Film „Hauptmann Florian von der Mühle“ gestaltete er 1967 den Vorspann und für die DEFA-Dokumentarfilmabteilung entwarf er Plakate.1965 gestaltete er Bild und Text für eine von Gottfried Stöhr entworfene und vom VEB Wallendorfer Porzellanfabrik produzierte Vase als Sportpreis.
Bormann war ab 1951 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Er war ab 1948 mit Anneliese Wilhelmine Bormann, geb. Dauer, verheiratet und hatte mit ihr die Töchter Angelika, verh. Herrmann (* 1950) und Ursula, verh. Reichert (* 1956). Er unterhielt freundschaftliche Beziehungen u. a. zu Eberhard Binder und Konrad Reich.
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
- 1972: Magdeburg, Kulturhistorisches Museum
- Postum 2006: Magdeburg, forum gestaltung e.V. („Es interessiert Sie ja doch ….“)
Gruppenausstellungen
- 1962/1963 und 1967/1968: Dresden, Fünfte und VI. Deutsche Kunstausstellung
- 1965: Magdeburg, Bezirkskunstausstellung
Literatur
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 104.