Heinrich Wilhelm Weber

Heinrich Wilhelm Karl Weber (* 8. September 1885 in Groß-Linden; † 15. Januar 1931 in Groß-Linden)[1] war ein deutscher Forstwissenschaftler und Hochschullehrer.[2]

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung 1904 in Gießen studierte Heinrich Wilhelm Weber Forstwissenschaft an der Universität Gießen und der Universität München. 1909 legte er die Forstliche Fachprüfung ab. Ab 1911 war er – zunächst als Forstassessor – an verschiedenen Forstämtern in Hessen und nach 1913 in Rumänien tätig. Als Kavallerieoffizier nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Im Jahre 1920 promovierte er, inzwischen wissenschaftlicher Assistent am Forstinstitut der Universität Gießen, zum Dr. phil. 1922 ernannte ihn diese Universität nach seiner Habilitation zum außerordentlichen Professor für Forstwirtschaftslehre und 1926 zum außerplanmäßigen ordentlichen Professor.

Weber beschäftigte sich vor allem mit der Theorie und Philosophie der Forstwirtschaftslehre.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Grundlinien einer neuen Forstwirtschaftsphilosophie. Laupp, Tübingen 1919 (= Dissertation Universität Gießen).
  • Der Aufbau der Berufsverbände in der Forstwirtschaft, im Holzhandel und in der Holzindustrie Deutschlands. Parey, Berlin 1922.
  • Das System der Forstwirtschaftslehre. Herr, Gießen 1923 (2. Aufl. 1929) (Habilitationsschrift Universität Gießen).
  • Der Holzverkehr auf den deutschen Eisenbahnen in den Jahren 1913–1919 einschließlich. Herr, Gießen 1923.
  • Der Holzverkehr auf den deutschen Eisenbahnen im Jahre 1920. Herr, Gießen 1923.
  • Forstwirtschaftspolitik. Neumann, Neudamm 1926 (Volltext).
  • Die Formen der organischen Hochwald-Produktion. Meyer, Gießen 1930.

Einzelnachweise

  1. Weber, Heinrich Wilhelm Karl. In: LAGIS / Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (abgerufen am 18. Dezember 2025).
  2. Kurt Mantel: Heinrich Wilhelm Weber. In: Hans Georg Gundel u. a. (Hrsg.): Gießener Gelehrte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Teil 2 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, Bd. 35). Elwert, Marburg 1982, S. 1024–1028 (mit biografischen Daten u. Foto), ISBN 3-7708-0724-3.