Heinrich Wilhelm Emmert
Heinrich Wilhelm Emmert (* 15. November 1810 in Bern[1]; † 1880 in Bern), heimatberechtigt in Biel[2] und Bern[3], war ein Schweizer Arzt.
Leben
Heinrich Wilhelm Emmert war der Sohn des Ludwig Carl Friedrich Emmert (1779–1834)[4] und der Eleonore Elisabeth Friederike Dann aus Tübingen.[5][Anm 1] Der in Tübingen und Bern tätige Arzt August Gottfried Ferdinand Emmert (1777–1819) war sein Onkel. Heinrich Wilhelm Emmert besuchte während drei Jahren das Gymnasium in Stuttgart.[1] 1830 immatrikulierte er sich als studiosus medicinae an der Akademie in Bern.[6] Nach eigenen Angaben hörte er Vorlesungen bei den Professoren Albrecht Tribolet, bei seinem Vater, bei Emanuel Eduard Fueter, Benoit, Isenschmid, Samuel Brunner, Schnell, Trechsel, Studer, Ith und Hermann.[7] Anschliessend wechselte er nach Berlin, wo er seine Dissertation verfasste und 1835 erfolgreich verteidigte.[7] Der bernische Regierungsrat ernannte ihn 1834 und seinen Bruder Karl Emmert (1813–1903) zu Ärzten erster Klasse.[8] Ab ungefähr 1835 war er Mitglied der Naturforschenden Gesellschaft in Bern.[9] 1841 wurde am Berner Münster seine Ehe mit Sophia Adelheid Seltmann verkündet.[Anm 2] Die beiden hatten die zwei Kinder Ernst Wilhelm (1842–1906) und Ida Adelheid (1844–1926). In zweiter Ehe heiratete er Henriette Marie Leuch.[3][Anm 3] 1857 erhielt er und seine Nachkommen das Bürgerrecht der Stadt Bern und er wurde Mitglied der Berner Gesellschaft zu Zimmerleuten.[3] Emmert liess 1863 seine Besitzung im Köniztal versteigern.[10] 1865 heiratete er in dritter Ehe Catharina Müller.[11] Er verstarb 1880 in Bern.
Der Augenarzt Emil Emmert (1844–1911) war sein Neffe.
Quellen
- Brief Emmert, Wilhelm an Rüedi, Johann, BS001300 im Online-Katalog des Archivs für Medizingeschichte der Universität Bern
Schriften
- Heinrich Wilhelm Emmert: Nonnulla de inflammatione, turgore et erectione. Berlin 1835 (Latein, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 7. Dezember 2025]).
- Praktische Anleitung zur Krankenpflege mit besonderer Berücksichtigung chirurgischer Abtheilungen, Bern 1872.
Literatur
- Gustav Blösch: Chronik von Biel. von den ältesten Zeiten bis zu Ende 1873. Biel 1875 (bibliobiel.ch [PDF; abgerufen am 8. Dezember 2025]).
- Verzeichniss sämmtlicher Burger der Stadt Bern auf 1. Januar 1861. Aus amtlichen Quellen bearbeitet. Stämpfli, Bern 1861.
Anmerkungen
- ↑ Tochter des Christoph Gottlieb Dann, Pfarrers in Weilheim, Enkelin des Jakob Heinrich Dann, Bürgermeisters zu Tübingen.
- ↑ Tochter des Johann Robert Seltmann, aus Riga, Intelligenzblatt für die Stadt Bern, 18. Mai 1841, S. 483.
- ↑ Tochter des Bartholomäus Leuch, Wundarzt in Bern, Verzeichniss sämmtlicher Burger der Stadt Bern auf 1. Januar 1861, S. 102.
Einzelnachweise
- ↑ a b Emmert, Nonnulla de inflammatione, turgore et erectione, S. 30.
- ↑ Ludwig Carl Friedrich Emmert erhielt 1827 das Bürgerrecht von Biel; Blösch, Chronik von Biel, S. 193.
- ↑ a b c Verzeichniss sämmtlicher Burger der Stadt Bern auf 1. Januar 1861, S. 28.
- ↑ Wilhelm Emmert im Online-Katalog des Archivs für Medizingeschichte der Universität Bern
- ↑ Eleonore Elisabeth Friederike Dann auf archivportal-d.de
- ↑ Matrikel der Universität Bern
- ↑ a b Emmert, Nonnulla de inflammatione, turgore et erectione, S. 31.
- ↑ Intelligenzblatt für die Stadt Bern, 10. Dezember 1834, S. 14.
- ↑ Heinrich Wilhelm Emmert (Deskriptor) in der Burgerbibliothek Bern
- ↑ Berner Zeitung, Band 19, Nummer 67, 20. März 1863, S. 4.
- ↑ Burgerbuch 1876, S. 36.