Heinrich Eschenmayer
Philipp Christoph Heinrich Eschenmayer (* 1. August 1763 in Neuenbürg; † 2. Juli 1820 in Heidelberg) war ein deutscher Nationalökonom und Hochschullehrer.[1]
Leben und Wirken
Heinrich Eschenmayer, ein Bruder des Mediziners und Philosophen Carl August von Eschenmayer[2], studierte ab 1785/86 Staatswirtschaft an der Hohen Kameral-Schule zu Lautern, deren Staatswirtschaftliche Abteilung sich in Heidelberg befand.[3] Anschließend war er im Militärdienst bzw. (1798) Posthalter in Plochingen. Im Jahre 1800 wurde er wegen Landesverrats verhaftet. Nach der Entlassung aus der Haft 1801 promovierte er 1802 zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg. Dort lehrte er Nationalökonomie, ab 1805/06 als Privatdozent, ab 1807 als außerordentlicher und seit 1811 als ordentlicher Professor. In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Eschenmayer mit dem staatlichen Rechnungswesen, den Staatsausgabe und der Besteuerung.
Veröffentlichungen
- Ueber Staats-Aufwand und der Bedeckung desselben. Mohr & Zimmer, Heidelberg 1806 (Volltext).
- Anleitung zu einer systematischen Einrichtung des Staats-Rechnungs-Wesens und zur Kenntniss der dahin eingeschlagenen Rechte. Zwei Bände. Heidelberg 1807 (Volltext).
- Vorschlag zu einem einfachen Steuer-Systeme. Mohr & Zimmer, Heidelberg 1808.
- Lehrbuch über das Staats-Oeconomie-Recht. Zwei Bände. Esslinger, Frankfurt/M. 1809 (Volltext, Bd. 1; Volltext, Bd. 2).
- Einleitungs-Programm zu den Vorlesungen über die Lehre der Staatsöconomie und des Staatsöconomierechts. Engelmann, Heidelberg 1810.
- Ueber die Consumtions-Steuer. Eine staatswirthschaftliche Abhandlung. Mohr & Zimmer, Heidelberg 1813 (Volltext).
- Ueber das formelle Princip der Staatswirthschaft als Wissenschaft und Lehre. Mohr & Zimmer, Heidelberg 1815 (Volltext).
Einzelnachweise
- ↑ Eschenmayer, Philipp Christoph Heinrich. In: Dagmar Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon. Bd. 2: 1803-1932. Springer, Berlin u. a. 1986, S. 65, ISBN 3-540-15856-1.
- ↑ https://www.deutsche-biographie.de/gnd118531042.html#ndbcontent
- ↑ Julius Gerbracht: Studierte Kameralisten im deutschen Südwesten. Wissen und Verwalten im späten Ancien Régime (= Perspektiven der Wirtschaftsgeschichte, Bd. 9). Steiner, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-515-12967-1.