Heinrich Christoph von Schlegel

Heinrich Christoph von Schlegel[1] († vermutlich 1703) war braunschweigisch-lüneburgischer Oberist.

Schlegel war 1679 bis 1683 Hauptmann im osnabrückschen Regiment von Oer. Er nahm am Türkenkrieg teil und kämpfte von 1685 bis 1688 auf Morea, wo er am 18. Juli 1685 vor Koron schwer verwundet wurde. Er überlebte und wurde 1687 zum Major befördert.

Als er 1688 zurückkehrte, brachte er von dort ein gefangenes Türkenmädchen von 4–5 Jahren mit, welches am 24. Juni 1688 in der Kirche von Fischbeck auf die Namen Ilse Dorothea Henriette getauft wurde. Unter den Taufpaten war auch Schlegels spätere Schwiegermutter Ilse Dorothea von Oeynhausen geb. von Münchhausen. Schlegel wurde 1689 zum Oberstleutnant befördert und kommandierte im Pfälzischen Erbfolgekrieg von 1691 bis 1693 das erste Garde-Bataillon in Brabant. Er wurde im März 1694 zum Oberst befördert und erhielt 1700 das Regiment Sayn-Wittgenstein. Er starb vermutlich 1703, sein Regiment ging an den damaligen Oberist Klinkowström.

Schlegel heiratete am 30. April 1691 Anna Dorothea von Oeynhausen (* 25. April 1654; † 12. Februar 1719). Die Ehe war kinderlos.

Literatur

  • Hermann Grotefend, Geschichte des Geschlechts von Oeynhausen: Biographische Bearbeitung, Band 3, S. 139f
  • Der Deutsche Herold, Bände 12–14, S. 76

Einzelnachweise

  1. Auch:Schlägel