Heinrich Christoph Metzsch (Domdechant)
Heinrich Christoph Metzsch, auch Metsch, modernisiert Heinrich Christoph von Metzsch, († 4. März / 2. April 1680[1][2] in Merseburg) war ein deutscher Domdechant des Hochstifts Merseburg und sachsen-merseburgischer Stiftsrat sowie Rittergutsbesitzer.
Leben
Er stammte aus dem vogtländisch-sächsischen Adelsgeschlecht Metzsch, dessen Vertreter bis in das 18. Jahrhundert auf die Verwendung des Adelsprädikates von in der Regel verzichteten.
Nach der Ausbildung durch Privatlehrer, anderen Quellen[3] verweisen auf einen vierjährigen Schulaufenthalt von 1643 bis 1647 in Pforta, schlug Heinrich Christoph eine Verwaltungslaufbahn ein und wurde Stiftsrat im Herzogtum Sachsen-Merseburg. Wie viele seiner Familienmitglieder wurde er Domherr und später zum Domdechanten am Merseburger Dom gewählt.
Er besaß in der Amtsstadt Schkeuditz ein stattliches Rittergut,[4] das sich mehrere Jahrhunderte im Besitz seiner Familie befand, bevor es aufgrund von Schulden an Bürgerliche verkauft werden musste.[5]
Familie
Heinrich Christoph Metzsch heiratete 1648 Anna Agnes geborene von Brandenstein und vereinbarte mit dieser am 25. September 1648 eine Ehestiftung.[6] Sie starb 1690 in Merseburg. Aus der Ehe ging der gleichnamige Sohn Heinrich Christoph (1655–1712) hervor, der sachsen-naumburgischer Wirklicher Geheimer Rat, Regierungs- und Konsistorial-Präsident, Domherr und Scholastikus[7] des Hochstifts Naumburg und Rittergutsbesitzer wurde.
Seine Witwe Anna Agnes geborene von Brandenstein und alle seine ihn überlebenden Kinder schlossen am 8. Juli 1680 einen Erbvertrag über die Verteilung des Nachlasses des Verstorbenen.
Literatur
- Jacob Christoff Beck, August Johann Buxtorf: Neu-vermehrtes Historisch- und Geographisches Allgemeines Lexicon. In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten / Apostel / Vätter der ersten Kirchen / Päpsten / Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten .... Dritte Auflage, Supplement-Band 5 (Me - Ro), Johannes Christ Nachfahren, Basel 1744, S. 71.
Einzelnachweise
- ↑ Ad. M. Hildebrandt: Vierteljahresschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie. XV. Jahrgang, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1887, S. 312.
- ↑ Das in der Literatur mehrfach zu findende Sterbedatum 2. April 1680 kann nicht bestätigt werden.
- ↑ Max Hoffmann (Hrsg.): Pförtner Stammbuch 1543-1893 zur 350Jährigen Stiftungsfeier der Königlichen Landesschule Pforta. Weidmann, Berlin 1893, S. 114.
- ↑ G. A. von Mülverstedt, Ad. M. Hildebrandt: : J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch. Neuauflage, Sechsten Bandes-Sechste Abtheilung: Ausgestorbener Preussischer Adel. Bauer und Raspe Emil Küster, Nürnberg 1884, S. 107.
- ↑ Details enthalten die am Lehnhof in Dresden geführten Lehnskaten über die Metzsch'sche Gut zu Schkeuditz.
- ↑ Nicht näher belegbar, In: August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz (Hrsg.): Diplomatische Nachrichten adelicher Familien, als derer […], Band (Theil) 4: Als derer v. Brandenstein, v. Braxein, v. Burgsdorff, v. Carlowitz, […]. Beygang Buchhandlung, Leipzig 1792, S. 2.
- ↑ Vgl. Matthias Ludwig: Die Bistümer der Kirchenprovinz Magdeburg. Das Bistum Naumburg. 2-Das Domstift Naumburg, In: Germania Sacra. Dritte Folge-19, Auflage-Online-Ressource, De Gruyter-Akademie, Berlin 2021.