Heinrich Brummack

Heinrich Brummack (* 19. Januar 1936 in Treuhofen; † 21. Februar 2018 in Schwäbisch Hall[1]) war ein deutscher Bildhauer und Hochschullehrer.

Leben

Heinrich Brummack wurde in Treuhofen im Landkreis Weststernberg geboren. Er absolvierte eine Ausbildung als Ziseleur in Iserlohn. An der Hochschule für Bildende Künste in Berlin studierte er von 1956 bis 1964 Bildhauerei bei Hans Uhlmann und Paul Dierkes sowie 1959 und 1960 an der Académie de la Grande Chaumière in Paris bei Ossip Zadkine.

1966 erhielt er den Villa-Massimo-Preis Rom und 1969 den Villa-Romana-Preis Florenz. An der documenta 8 1987 in Kassel nahm er mit der Skulptur Eine Skulptur heiratet teil. Brummack lehrte seit 1982 Plastisches Gestalten und Design am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster. Er lebte und arbeitete bis 2011 in Westerkappeln, seit 2011 in Schwäbisch Hall.

Brummack stellte seine Arbeiten in einer Vielzahl von Einzelausstellungen aus.

Werksübersicht (Auswahl)

Werke im Öffentlichen Raum

Zu Brummacks Werken im Öffentlichen Raum gehören:

  • die Skulptur Krummstab, die sich am Waldskulpturenweg Wittgenstein–Sauerland befindet.
  • Für die Künstler-Nekropole im Stadtteil Harleshausen in Kassel schuf er aus Granit sein Grabmonument, das zugleich als Vogeltränke dient.[1][2] Die dort vertretenen Künstler, allesamt documenta-Teilnehmer, verpflichteten sich zu Lebzeiten, sich in der Nekropole beisetzen zu lassen.
  • Die Skulptur Auf- und Abwärts aus dem Jahr 1981 steht in Soest an exponierter Stelle direkt neben dem Museum Wilhelm Morgner.
  • In Kassel steht der Marktbrunnen am Wehlheider-Platz. Im Skulpturenpark Im Tal im Westerwald befindet sich die Doppelskulptur Ort der Harmonie von 1986/1987.
  • Am ersten gesamtdeutschen Skulpturenprojekt Gotha beteiligte sich Brummack mit der Plastik Hasenpforte, die 1992 im Innenhof von Schloss Friedenstein errichtet wurde und jetzt in einer Grünanlage in der Gothaer Innenstadt steht.[3]
  • In Osnabrück in Niedersachsen wurde Brummacks Skulptur (Angelnder) Stadt-Hase (1999) aus Sandstein und bemaltem Metall auf einem Doppel-T-Industrieeisenträger an der Hase aufgestellt. In der Stadt befinden sich weitere seiner Arbeiten im Öffentlichen Raum. In seinem Wohnort Westerkappeln nahe Osnabrück steht im Ortskern der Brunnen mit Hase und Blumen.
  • In Berlin befinden sich neben anderen Arbeiten
  • Der Birthday table steht in Osaka (Japan) und der Golden Stone of Nykosia in Nikosia auf Zypern.
  • Im Skulpturengarten rund um das Carmen Würth Forum in Künzelsau-Gaisbach sind das Tor mit goldenem Stein (1989), die Wegskulptur Schaf und Ziege (1998), der Pandora-Tempel (2002/2003) und das Blumenportal (2003) zu sehen.[4]

Bildbeispiele von Brummacks Werken

Werke in Sammlungen

Brummack ist mit seinen Arbeiten in privaten und öffentlichen Sammlungen sowie in Museen vertreten. Dazu gehören Werke in der Neuen Nationalgalerie in Berlin, im Duisburger Lehmbruck-Museum, im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, in der Neuen Galerie in Kassel, im privaten Museum Würth in Künzelsau oder im Katsumi Kawamura Museum in Tokio (Japan).

Sonstiges

Literatur

  • C. Sylvia Weber (Hrsg.): Heinrich Brummack – Skulpturen. Künzelsau 2001, ISBN 3-934350-34-8.
Commons: Heinrich Brummack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Künstler Heinrich Brummack ist tot. Neue Osnabrücker Zeitung, 7. März 2018 (Memento vom 10. August 2022 im Internet Archive).
  2. Künstler‐Nekropole. Stadt Kassel, abgerufen am 14. Oktober 2025.
  3. Museen der Stadt Gotha (Hrsg.): Skulpturenprojekt Gotha. Gotha 1992, ISBN 3-923576-36-6, S. 120–123.
  4. Faltblatt zum Skulpturengarten. Website Kunst & Kultur bei Wuerth, abgerufen am 14. Oktober 2025 (PDF; 4,9 MB).
  5. Gerti Keller: Kind in Köln/Bonn 2005. Companions Verlag, 2005, ISBN 978-3-89740-457-1, S. 139.
  6. Peter Vodosek (Hrsg.): Bibliothekswissenschaft, Musikbibliothek, soziale Bibliotheksarbeit. Hermann Wassner zum 60. Geburtstag. Harrassowitz, Wiesbaden 1982, ISBN 3-447-02258-2, S. 368.
  7. Zeitreise – Mit der U-Bahn zurück in die 80er Jahre. koelnarchitektur.de, 16. November 2017 (Memento vom 6. Februar 2020 im Internet Archive).