Heinrich Aumund
Heinrich Aumund (* 10. April 1873 in Osterholz; † 24. Februar 1959 in Homberg (Niederrhein)) war ein deutscher Maschinenbauingenieur, Unternehmer und Hochschullehrer.
Leben
Aumund war der Sohn eines Landwirts und besuchte das Gymnasium in Bremen. Danach studierte er Maschinenbau, zunächst an der Technischen Hochschule Darmstadt und später an der Technischen Hochschule Hannover. Seine berufliche Tätigkeit begann in der Konstruktionsabteilung für Fördertechnik der Maschinenfabrik Julius Pohlig in Köln. 1908 wurde er als ordentlicher Professor für Hebemaschinen und Förderanlagen an die Technische Hochschule Danzig berufen. 1921 wurde ihm die Verwaltung der Technischen Hochschulen in Preußen und die Durchführung einer Hochschulreform übertragen. Von 1922 bis 1935 war er ordentlicher Professor und Direktor des Instituts für Fördertechnik an der Technischen Hochschule Berlin.
In der Freien Stadt Danzig schloss er sich der Freien Wirtschaftlichen Vereinigung an. Von 1919 bis 1920 gehörte er für diese dem Volkstag an.
1922 gründete Heinrich Aumund das Unternehmen Aumund Fördertechnik GmbH und übernahm nach seinem Ausscheiden aus dem Lehramt an der Hochschule deren Leitung.
Heinrich Aumund gehörte dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) an.[1] Er war Vorstandsmitglied im Kölner Bezirksverein[2] und Vorsitzender des Westpreußischen Bezirksvereins[3] des VDI. Von 1915 bis 1917 war Aumund Vorstandsmitglied im Gesamtverein.[4]
Auszeichnungen
- Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Danzig (als Dr.-Ing. E. h.)
- Ehrensenator der Technischen Universität Berlin
Literatur
- Catalogus Professorum. In: Beiträge und Dokumente zur Geschichte der Technischen Hochschule Danzig 1904–1945. Hannover 1979, S. 124.
- Robert Franke: Die Verfassunggebende Versammlung. L. Sauniers Buchhandlung, Danzig 1920, S. 59. (Digitalisat)
Einzelnachweise
- ↑ Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Mitglieder-Verzeichnis 1954. Hoppenstedts Wirtschaftsverlag, Essen 1954, S. 17.
- ↑ Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis 1903. Berlin 1903, S. 7.
- ↑ Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis 1914. Berlin 1914, S. 94*.
- ↑ Marie-Luise Heuser, Wolfgang König: Tabellarische Zusammenstellungen zur Geschichte des VDI. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft. Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 581.