Heinrich Adrian von Veltheim
Heinrich Adrian von Veltheim (* 3. Februar 1673; † 2. Februar 1709) war ein lokaler Grundherr des Adelsgeschlechts derer von Veltheim. Wie sein Epitaph in der Kirche St. Jakobus (Rottmersleben) ausweist, regierte er als „Erbherr“ über vier Gemeinden (Alvensleben, Rottmersleben, Lut.-Santersleben und Schackensleben).
Leben
Seine Eltern waren der Gutsherr Georg Philipp von Veltheim-Destedt, der 1660 und 1696 beurkundet ist, und Luise von Stammer, von ihr liegt mit dem 24. September 1691 nur das Todesdatum vor.[1] Heinrich Adrian hatte einen jüngereren Bruder Friedrich Ulrich von Veltheim (* 1675, † 1738), verheiratet mit Helene Dorothee von Alvensleben (* 1684; † 1748). Zu ihren direkten Nachfahren gehören später der Forstfachmann Hans von Veltheim und Charlotte von Veltheim.
Heinrich Adrian von Veltheim übernahm mit seinem Bruder 1698 Gut Schackensleben.[2] Er selbst ist nicht zu verwechseln mit einem Grundherrn gleichen Namens, der 1757 das Schloss von Bartensleben erweitern ließ.
Galerie
Der hier abgebildete Teil des Epitaphs zeigt das Wappen seiner Frau, „Anna Sophia von der Schulenburck“, die das Epitaph ihm zu Ehren 1710 errichtete. Sie hatten einen Sohn, den Landrat Georg Phlipp von Veltheim († 1745), welcher seit 1731 ebenso mit einer von der Schulenburg[3] verheiratet war, mit Auguste Ehrengard († 1745), und einen 1778 verstorbenen Enkel Georg Philipp von Veltheim.
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Kirchenschiff St. Jakobus Rottmersleben. Hinten links neben d. Gestühl d. Epitaph.
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Epitaph in der Kirche St. Jakobus Rottmersleben.
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Epitaphinschrift in der Kirche St. Jakobus Rottmersleben.
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Stammhaus Gut Destedt um 1654/1658, Stich von Matthäus Merian.
Genealogie
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel) 1907. Justus Perthes, Gotha 1906, S. 777 f.
Siehe auch
Quellen
- Epitaphinschrift
„[Der weyland.] Wohlgebohrne Herr … Herr Heinrich Adrian von Veltheim auff Alvens. Rotmersl. Lut-santersl. und Schafkensleben Erbherr ist gebohren den 3 Debe 1673 den 29 Aug. 1702 vereliget Freyl. Anna Sophia von der Schulenburck … 1710“
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Ad. M. Hildebrandt (Hrsg.): Der Deutsche Herold. Zeitschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde. Nr. 5-Jg. XLII, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin Mai 1911, S. 133.
- ↑ Marie Luise Harksen, Walter Engels, Hermann Goern: Die Kunstdenkmale des Kreises Haldensleben. In: Die Kunstdenkmale im Bezirk Magdeburg. E. A. Seemann, Leipzig 1961, S. 509.
- ↑ Georg Schmidt: Das Geschlecht von der Schulenburg. Band II: Die Stammreihe. E. S. Mittler & Sohn, Beetzendorf/Berlin 1899, S. 540.