Heinrich-Haus
| Heinrich-Haus
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|---|---|
| Rechtsform | gGmbH |
| Gründung | 1928 |
| Sitz | Neuwied-Engers |
| Leitung | Thomas Linden, Dirk Rein, Frank Zenzen |
| Mitarbeiterzahl | über 1400 |
| Branche | Sozialbranche |
| Website | [1] |
Die Heinrich-Haus gGmbH ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen im nördlichen Rheinland-Pfalz.
An den Standorten in Neuwied, St. Katharinen, Höhn, Koblenz, Bendorf und Kettig wird ein vielfältiges Dienstleistungsangebot für Menschen mit Körper-, Lern- und Sinnesbehinderungen sowie geistigen und psychischen Behinderungen und für Senioren angeboten. Ziel der Dienstleistungen sind die ganzheitliche, individuelle Rehabilitation und gesellschaftliche Teilhabe der Menschen, die im Heinrich-Haus leben, lernen und arbeiten.
Geschäftsführer sind Thomas Linden, Dirk Rein und Frank Zenzen.
Das Heinrich-Haus ist ein Unternehmen der Josefs-Gesellschaft Köln (JG-Gruppe), die bundesweit mit vielfältigen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Schulen, Werkstätten, Krankenhäusern und Seniorenheimen tätig ist.
Geschichte
Das Heinrich-Haus wurde am 30. Oktober 1928 eingeweiht, nachdem die Josefs-Gesellschaft von der Preußischen Domänenverwaltung das Schloss Engers und 19 Morgen Gelände erwarb[1] und hier eine Heim-, Heil- und Lehranstalt für Menschen mit Behinderung errichtete. Seitdem wurde das Angebot stetig weiterentwickelt. Benannt wurde es nach Heinrich Sommer, einem katholischen Geistlichen, Pionier der Behindertenarbeit und Gründer der Josefs-Gesellschaft, sowie dem Wohltäter Heinrich Heide aus New York.
Schulen
Zum Heinrich-Haus gehören drei staatlich anerkannte private Schulen mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten:
die Christiane-Herzog-Schule mit dem Förderschwerpunkt Motorische Entwicklung in Neuwied-Engers ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Motorische Entwicklung. Die Wilhelm-Albrecht-Schule in Höhn im Westerwald ist ebenfalls eine Förderschule, hier mit dem Förderschwerpunkt Ganzheitliche und Motorische Entwicklung. An den beiden Förderschulen werden die Schülerinnen und Schüler in ihrer individuellen Entwicklung gefördert und auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben vorbereitet.
An der Berufsbildenden Schule in Neuwied-Heimbach-Weis können können junge Menschen die gleichen Abschlüsse wie an öffentlichen Berufsbildenden Schulen erreichen. Dabei werden sie je nach ihren individuellen Bedürfnissen unterstützt.
Allen Schulen gemein ist der Anspruch, die Teilhabe und die berufliche Eingliederung zu fördern. Die Schüler können die gleichen Abschlüsse wie an öffentlichen Schulen erreichen.
Berufsbildungswerk
Im Berufsbildungswerk (BBW) in Neuwied-Heimbach-Weis qualifiziert das Heinrich-Haus seit 1976 junge Menschen mit Behinderung in mittlerweile mehr als 30 Berufen. Bereits vor Beginn der Ausbildung werden sie dabei unterstützt, den richtigen Beruf zu finden. Während und nach der Ausbildung werden sie permanent beraten und auf ihrem Weg in ein Arbeitsverhältnis unterstützt.
Werkstätten (WfbM) und Tagesförderstätten
Im Heinrich-Haus finden Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz, der auf den jeweiligen Hilfebedarf und die individuellen Stärken zugeschnitten ist. Hierfür stehen Werkstätten an unterschiedlichen Standorten zur Verfügung, darunter eine Autowerkstatt, Culterra (Floristik, Garten- und Landschaftsbau), CAP-Markt, Farbtechnik und Raumgestaltung, Wäscherei, Holzzentrum, mittelrhein Logistik und KWN Neuwied (Elektro-/Industriemontage, Metallbau, Aktenvernichtung, Grafik und Druck). Die Handwerksleistungen und Dienstleistungen sind für den privaten und gewerblichen Bedarf ausgerichtet.
Außerdem bietet das Heinrich-Haus in Tagesförderstätten (TAF) in Engers, Höhn und St. Katharinen erwachsenen Menschen mit hohem Assistenzbedarf einen strukturierten und abwechslungsreichen Alltag mit gezielter Unterstützung. Die TAF ist für Menschen geeignet, welchen eine Beschäftigung in der Werkstatt oder in den Fördergruppen der Werkstatt nicht möglich ist.
Gesundheit
Im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) und auch im Medizinischen Behandlungszentrum für Menschen mit geistiger oder schweren Mehrfachbehinderungen (MZEB) bietet das Heinrich-Haus an verschiedenen Standorten ein umfassendes medizinisches und therapeutisches Angebot mit spezialisierten Ärzten, Therapeuten und Beratungsstellen.
Wohnen und Leben
Das Heinrich-Haus bietet in Engers, Bendorf-Sayn und Heimbach-Weis sowie in Neuwied, Kettig und Koblenz verschiedenste Wohn- und Lebensräume für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung oder Beeinträchtigung. Im 2008 eröffneten Seniorenzentrum in Engers stehen Wohnplätze für Senioren zur Verfügung: ausschließlich Einzelzimmer mit eigenem Bad und speziell für Demenzerkrankungen geschultem Personal.[2]
Außerdem bietet das Heinrich-Haus ambulante Dienstleistungen und unterstützt so zahlreiche ältere, kranke oder auch behinderte Menschen in der Region mit Ambulanter Pflege, Assistenz und Betreuung sowie Fachpflege.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Über uns. In: heinrich-haus.de. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 3. Februar 2018; abgerufen am 15. November 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Wir schaffen für jeden ein Zuhause. In: heinrich-haus.de. Abgerufen am 15. November 2018.
Koordinaten: 50° 25′ 23,7″ N, 7° 32′ 28,3″ O