Heinrich-Christian Schäfer-Hansen
Heinrich-Christian Schäfer-Hansen (* 31. Januar 1901 in Breslau; † 25. April 1977 in Bad Dürkheim) war ein deutscher Kaufmann, Mitglied des Reichstags sowie NSKK und SA-Führer.
Biografie
Schäfer-Hansen absolvierte nach dem Ende seiner Schullaufbahn eine Banklehre. Er arbeitete nach dem erfolgreichen Abschluss der Lehrzeit ab 1923 als Bankangestellter und war von 1924 bis 1930 als selbstständiger Kaufmann tätig. Schäfer-Hansen, Teilnehmer am Kapp-Putsch, trat 1930 der motorisierten SA, der Motor-SA bei. Zum 1. Oktober 1931 schloss er sich der NSDAP an (Mitgliedsnummer 672.988).[2] Schäfer-Hansen leitete ab 1934 nach Zusammenlegung von NSKK und Motor-SA die Motorbrigade in Schlesien. Innerhalb der NSKK stieg er bis 1939 zum Obergruppenführer auf.
Für den Wahlkreis 7 (Breslau)[3] gehörte er ab der 3. Periode dem nationalsozialistischen Reichstag von 1936 bis Frühjahr 1945 an. Ab 1939 war er Mitglied im Volksgerichtshof und leistete ab September 1939 Kriegsdienst.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er durch den Einfluss der amerikanischen und englischen Unitarier auf die Entnazifizierung Mitglied bei den Unitariern und war Herausgeber der Deutschen Soldaten-Zeitung.
Schriften
- Die Vermählung der Venus. Siep, Hamburg/München 1949.
- Vom religiösen Erlebnis. (Ein Vortrag), In: Reich des Lebens. 1, Hrsg. Deutsche Unitarier, Hamburg-Bramfeld 1952.
Zeitgenössische propagandistisch geprägte Literatur
- Nationalsozialistische Partei-Korrespondenz (NSK). Pressedienst der NSDAP. NSK-Folge 69, Der Reichstagswahlvorschlag, M. Müller & Sohn KG, 21. März 1936, Blatt 14.
- Philipp Bouhler (Hrsg.): Nationalsozialistisches Jahrbuch 1937. Jahrgang 11, Frz. Eher Nachf., München 1937, S. 175.
Literatur
- Dorothee Hochstetter: Motorisierung und "Volksgemeinschaft". Das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps NSKK 1931 - 1945. In: Studien zur Zeitgeschichte. Band 68; Hrsg. IfZ München, 1. Auflage: München 2005; 2. Auflage-Online-Ressource, R. Oldenbourg, München 2009, S. 138. Anm. 448.
- Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. 2. Auflage. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8., S. 525
- Michael Rademacher: Handbuch der NSDAP-Gaue 1928-1945. Die Amtsträger der NSDAP und ihrer Organisationen auf Gau- und Kreisebene in Deutschland und Österreich sowie in den Reichsgauen Danzig-Westpreußen, Sudetenland und Wartheland. Lingenbrink-Hamburg; Selbstverlag, Vechta 2000, ISBN 3-8311-0216-3, S. 163.
- Erich Stockhorst: 5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich. (Unveränderter Nachdruck der ersten Auflage von 1967). Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1, S. 373.
Weblinks
- Heinrich-Christian Schäfer-Hansen in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
- Deutsche Biographie: Schäfer-Hansen, Heinrich-Christian
Einzelnachweise
- ↑ Foto: Reese, Breslau, In: E. Kienast (Hrsg.): Der Großdeutsche Reichstag 1938. IV. Wahlperiode, R. v. Decker´s Verlag, G. Schenck, Berlin 1938.
- ↑ Bundesarchiv (BArch) R 9361-IX KARTEI/36631203.
- ↑ Amtsblatt der Preußischen Regierung in Potsdam. Sonderausgabe. Stück 14, 1936, Dr. W. Brönner, Ausgegeben Potsdam, den 25. März 1936, S. 74.