Hein Köster
Hein Köster (* 21. April 1940 in Berlin-Charlottenburg) ist ein deutscher Design-Historiker.
Leben und Werk
Köster machte 1959 das Abitur. Nach einem Volontariat beim Deutschen Kulturbund in Berlin studierte er von 1962 bis 1967 an der Humboldt-Universität zu Berlin Philosophie/Kunstgeschichte. 1974/1975 war er Fachredakteur der Designzeitschrift form+zweck und von 1975 bis 1979 Leiter der Abteilung Ausstellungen/Designsammlung im Amt für industrielle Formgestaltung (AiF). Von 1979 bis 1984 war er Chefredakteur von form + zweck. Nach Kontroversen mit dem SED-Politiker Konrad Naumann verlor er diese Funktion. Er war dann bis zu der im Zuge der deutschen Wiedervereinigung erfolgten Auflösung des AiF 1990 Leiter des Sektors Designsammlung im AiF. Die dort unter seiner Leitung angelegte Mustersammlung von Industriedesign der SBZ und der DDR bestand zuletzt aus 160.000 Objekten.
Nach der deutschen Wiedervereinigung betrieb Köster zur Sicherung dieses designhistorisch wertvollen Fundus mit großem Einsatz und gegen amtliche Widerstände bis 2005 die Konzeption und den Aufbau der heutigen Sammlung Industrielle Gestaltung und konzipierte und organisierte Wechselausstellungen zur Designgeschichte mit Schwerpunkt SBZ/DDR. „Wenn die Sammlung jetzt in Berlin verbleibt und zusammengehalten werden konnte, ist das zu einem guten Teil Hein Köster zu danken. … In der Tat scheint die Sicherung der Bestände und ihr Verbleiben in Berlin ein Husarenstück gewesen zu sein.“[1]
Von 1991 bis 1996 war Köster Vorstand der Stiftung Industrie und Alltagskultur. Außerdem war er von 1986 bis 1991 Lehrbeauftragter für Design- und Museumsgeschichte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
Köster verfasste eine große Zahl von Aufsätzen zur Design- und Museumsgeschichte, die in Büchern und Fachzeitschriften publiziert wurden.
Weblinks
- Hein Köster - Stiftung Industrie- und Alltagskultur
- Interviews - Stiftung Industrie- und Alltagskultur
- Stiftung Industrie- und Alltagskultur - INVITRUST
Einzelnachweise
- ↑ Horst Knietzsch: Berliner Köpfe. Die List der Vernunft. In: Neues Deutschland, Berlin, 2./3.7.1994, S. 19