Hedwig Abt

Hedwig Abt (* 20. September 1856 in Lehesten, Herzogtum Sachsen-Meiningen; † nach 1932) war eine deutsche Schriftstellerin.

Leben und Wirken

Hedwig Abt wuchs in Thüringen auf. Sie veröffentlichte seit spätestens 1877 erste literarische Texte in Zeitschriften. 1885 lebte sie in Elgersburg[1], 1893 in Schöneberg bei Berlin in der Pallasstraße[2] und 1897 in der Göbenstraße 25/26.[3] 1933 erschien ihr letzter Roman.

Publikationen

Hedwig Abt veröffentlichte über zehn Bücher mit Romanen und Erzählungen, sowie einige Erzählungen und Gedichte in Zeitschriften wie Die Romanwelt, Über Land und Meer und Bohemia. Der Roman Adele wurde 1906 zu einer Theaterinszenierung.

Bücher
  • Evas Roman, Goldschmidt, Berlin 1890
  • Eine gute Partie. Roman aus dem Börsenleben, Nauen 1892
  • Abseits vom Glück, Roman, 2 Bände, Reissner, Dresden 1894
  • Der fünfstöckige Don Juan, Novellen, Reissner, Dresden 1895
  • Ein Weib aus dem Volke, Erzählung, Geibel, Altenburg 1896
  • Sich selbst gefunden, List, Leipzig 1904
  • Gespannte Flügel, Roman, Goldschmidt, Berlin 1910
  • Adele, Roman, Oestergaard, Berlin 1915, vorher Theaterinszenierung am Carl-Weiß-Theater Berlin am 24. Juli 1906 durch Paul Rettich[4]
  • Der lahme Jörg, Roman, Deutsche Buchwerkstätten, Dresden 1918
  • Der Onkel aus Argentinien, Roman, Oestergaard, Berlin 1926
  • "Ihr Kamerad..." Der Roman der Ilse Reglin, Heim, Basel/Berlin 1933
Zeitschriften
  • Eine Männerfeindin, in Schweizerische Dichterhalle, 1877/1878, III, S. 31–42
  • Eine moderne Sphinx, in Schweizerische Dichterhalle, 1877/1878, III, S. 68–75
  • Gottesdienst, in Der Erzähler. Beiblatt zur Straubinger Zeitung, Nr. 32 vom 11. August 1880. S. 4 (128), Gedicht
  • Ihre Rache. Eine Novelette, in Alte und Neue Welt. Illustriertes Katholisches Familienblatt, 1896, S. 605–615 (schildert in prickelnd-lebhaftem Stil ein Ballintermezzo von heiter-ernstem Grundton[5])
  • Christrosen. Eine Weihnachtsgeschichte, in Kalender des Deutschen Volksblattes, 1897, S. 193–203
  • Die Tochter, in Die Romanwelt, I, 1898, S. 252ff.
  • Wenn der Tag zur Rüste geht, in Über Land und Meer, 1898 (angekündigt in der Jahreseinleitung, möglicherweise danach unter einem anderen Titl veröffentlicht)
  • Die Göttin der Liebe, Novelle, in Nordlivländische Zeitung, drei Folgen[6]
  • Das höchste Gut, in Bohemia, 1902
  • Das Glück klopft an, Novelle, in Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens, 11, 1905, S. 93–149

Literatur

  • Sophie Pataky: Lexikon deutscher Frauen der Feder. Band 1. Berlin 1898. S. 2, mit allen Buchausgaben bis 1896
  • Franz Brümmer: Lexikon deutscher Dichter und Prosaisten. Band 1. Leipzig 1913. S. 22, nach Pataky
  • Kurt Bartsch et al. (Bearb.): Die Deutsche Literatur von 1890 bis 1990. Band 1. Lang, Bern 1991. S. 73f. Nr. 45 (kurze Auszüge), mit Werkverzeichnis
Commons: Hedwig Abt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Deutscher Litteratur-Kalender, 1896, S. 3
  2. Deutscher Litteratur Kalender, 1894, Sp. 4; siehe auch spätere Ausgaben (1922, 1926, 1928 keine Einträge mehr)
  3. Sophie Pataky, Lexikon deutscher Frauen der Feder, 1, 1898, S. 2
  4. Neuer Theater-Almanach, 1907, S. 85
  5. Blätter für Litteratur, Wissenschaft und Kunst. Beilage der Germania, vom 3. Juli 1896, S. 108, Kurzrezension in einem Satz
  6. Anfang, Fortsetzung, Schluß (Jahr unbekannt, FPM 3UU9, in estnischer Literaturdatenbank)