Heather McPherson
Heather McPherson (* 9. Mai 1972 in Edmonton, Alberta) ist eine kanadische Politikerin. Seit 2019 ist sie Abgeordnete des Unterhauses für den Wahlkreis Edmonton Strathcona. Sie ist Mitglied der sozialdemokratischen Neue Demokratische Partei und Kandidatin für den Parteivorsitz beim Parteitag 2026.
Leben und Karriere
McPherson wurde am 9. Mai 1972 in Edmonton, Alberta geboren. Sie wuchs im Stadtteil Old Strathcona in Edmonton auf. McPherson erwarb einen Bachelorabschluss und einen Masterabschluss der University of Alberta in Pädagogik.[1] Darüber hinaus koordinierte sie die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen an der University of Alberta.[1] Vor ihrem Eintritt in die Politik arbeitete sie bei einer Nichtregierungsorganisation, die sich auf internationale Wirtschaftsförderung spezialisierte.[2]
Bei der Kanadische Unterhauswahl 2019 war McPherson die Kandidatin der Neue Demokratische Partei im Wahlkreis Edmonton Strathcona. Sie trat die Nachfolge ihrer ausscheidenden Parteikollegin Linda Duncan an. Bei der Wahl erhielt sie 26.823 Stimmen (47,27 %) und wurde gewählt.[3] Bei der Wahl 2019 war sie die einzige gewählte Abgeordnete aus Alberta, die nicht Mitglied der Konservative Partei Kanadas war.[3] Während ihrer ersten Amtszeit war McPherson eines der wenigen Mitglieder der Neue Demokratische Partei, das den Ausbau der Trans Mountain-Ölpipeline unterstützte.[4] Sie hat sich auch gegen den Steinkohlenbergbau in den Rocky Mountains ausgesprochen.[5][6]
Sie wurde in der Kanadische Unterhauswahl 2021 wiedergewählt und erhielt in ihrem Wahlkreis 31.690 Stimmen (61,30 %).[7] Im 2022 war McPherson zusammen mit Jagmeet Singh und Charlie Angus eine Delegation der Neue Demokratische Partei, die sich mit Olaf Scholz und der Führung der Sozialdemokratische Partei Deutschlands traf.[8] Im selben Jahr schlug sie erfolgreich vor, dass die kanadische Regierung einen Völkermord an den Ukrainern während des Russisch-Ukrainischer Krieg anerkennen sollte.[9] Während des israelisch-palästinensischen Konflikts setzte sie sich für die Anerkennung des Staates Palästina durch Kanada und dass Kanada Waffenverkäufe an Israel stoppt.[6][10] Im Januar 2024 war McPherson Teil einer Delegation kanadischer Abgeordneter, die nach Jordanien und Palästina reiste, um sich mit Diplomaten, palästinensischen Flüchtlingen und israelischen Friedensaktivisten zu treffen.[6] Sie unterstützt außerdem eine Erhöhung der staatlichen Mittel für die Kindertagesbetreuung und die nukleare Abrüstung.[6][11]
McPherson wurde in der Kanadische Unterhauswahl 2025 zum zweiten Mal wiedergewählt. Sie war eines von nur sieben Mitgliedern der Neue Demokratische Partei, die bei der Wahl ins Unterhaus gewählt wurden.[12] Parteivorsitzender Jagmeet Singh trat nach dem schlechten Wahlergebnis zurück und McPherson wird auf dem Parteitag 2026 für den Parteivorsitz kandidieren.[13][14] Seine Gegenkandidaten sind Filmregisseur und Journalist Avi Lewis, und Rob Ashton, Präsident der nationalen Hafenarbeitergewerkschaft.[14]
Einzelnachweise
- ↑ a b Adam Lachacz: Federal Election 2019 Meet the Candidates: NDP Heather McPherson. In: The Gateway. 8. Oktober 2019, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ Anna Junker, Moira Wyton: Heather McPherson wins to continue progressive legacy in Edmonton Strathcona. In: Edmonton Journal. 21. Oktober 2019, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ a b Adam Toy: Edmonton Strathcona becomes the only non-Conservative seat in Alberta after voting in NDP Heather McPherson. In: Global News. 22. Oktober 2019, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ Justin Giovannetti: Alberta’s lone NDP MP supports Trans Mountain expansion, despite party line. In: The Globe and Mail. 8. November 2019, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ New Democrat MP tables private bill, wants federal assessment of coal projects. In: LethbridgeNewsNow. 8. Juni 2021, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ a b c d Douglas Roche: Heather McPherson Has Suddenly Become One of the Most Important MPs in Ottawa. In: Global Security Institute. 4. April 2024, abgerufen am 25. September 2025 (englisch).
- ↑ Anna Junker: Federal election: NDP holds on to Edmonton Strathcona, the province's lone orange seat in 2019. In: Edmonton Journal. 20. September 2021, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ Raisa Patel: Jagmeet Singh went to Germany to find out how to become Canada’s prime minister. In: Toronto Star. 20. November 2022, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ Peter Zimonjic: House votes unanimously to describe Russian military action in Ukraine as genocide. In: CBC News. 27. April 2022, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ Dylan Robertson: NDP urges government to recognize Palestinian statehood, sanction Israeli officials. In: CBC News. 23. September 2024, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ Douglas Roche: McPhedran, May, McPherson, Davies defy government, attend UN meeting of States Parties to the Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons. In: The Hill Times. 4. Dezember 2023, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ Kristy Kirkup, Nojoud al Mallees: Federal NDP looks toward rebuilding party, with leadership race on horizon. In: The Globe and Mail. 29. April 2025, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ Simon Little: Jagmeet Singh to resign as NDP leader after losing B.C. seat. In: Global News. 29. April 2025, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).
- ↑ a b Mark Ramzy: Heather McPherson, Avi Lewis prepare NDP leadership bids. In: Toronto Star. 27. August 2025, abgerufen am 25. September 2025 (kanadisches Englisch).