Haus zum Spiegel

Das Haus zum Spiegel in der Jakobistraße in Soest ist ein denkmalgeschütztes Patrizierhaus. Der heutige Bau von 1696 geht auf einen mittelalterlichen Vorgängerbau zurück.

Geschichte

Ein Steingebäude an dieser Stelle wurde 1446 erstmals urkundlich erwähnt. Der heutige Bau im Stil des Barock stammt ausweislich einer Inschrift von 1696. Damit ist er einer der wenigen Steinbauten in der Stadt aus der Barockzeit. Das Patriziergebäude gehörte im 17. und 18. Jahrhundert unterschiedlichen Familien, so den von Affeln, von Klenke, von Offerhaus und von Dolffs. Im 19. Jahrhundert gehörte es zeitweise dem Posthalter Carl Schneider. Im Jahr 1830 übernachtete dort Prinz Albrecht von Preußen. Im 20. Jahrhundert war dort zeitweise das Ökumenische Archiv des Professors Friedrich Siegmund-Schultze untergebracht, bis dieses nach Berlin verlagert wurde. Nach dem Tod der Besitzerin kaufte die Stadt Soest das Gebäude 1974, um dort das Stadtarchiv unterzubringen. Seit 2022 ist das Stadtarchiv Soest zusammen mit dem Archiv des Kreises Soest in einem anderen Gebäude untergebracht.

2021 wurde das Haus an Privat verkauft und ist seit 2025 ein Wohnhaus mit Atelier.[1]

Literatur

  • Gerhard Köhn: Jakobistraße 13 – ein Patrizierhof. Vom geschichtsträchtigen Haus zum Haus der Soester Stadtgeschichte. In: Norbert Wex (Hrsg.): Soester Schau-Plätze. Historische Orte neu erinnert. Soest 2006, S. 377–384.
  • Annette Werntze: Die Geschichte des Hauses Jakobistraße 13. In: Soester Zeitschrift 121 (2009), S, 103-112.

Einzelnachweise

  1. Ehemaliges Stadtarchiv verkauft: Der neue Eigentümer hat viel vor


Koordinaten: 51° 34′ 12,1″ N, 8° 6′ 24,8″ O