Haubold von Einsiedel (Kreishauptmann)

Haubold von Einsiedel (* 11. Juni 1644 in Syhra; † 19. Dezember 1712 in Dresden) war Rat des Kurfürsten Johann Georg IV. von Sachsen und Hauptmann des Erzgebirgischen Kreises sowie Besitzer der Rittergüter Hopfgarten und Syhra.

Leben

Er stammte aus dem sächsischen Adelsgeschlecht von Einsiedel und war der Sohn von Innocenz von Einsiedel und dessen zweiter Ehefrau Dorothee aus dem Winkel. Die Eltern heirateten 1641.

1693 wird er als Rat des Kurfürsten Johann Georg IV. von Sachsen und Hauptmann des Erzgebirgischen Kreises genannt. Später wurde er Steuerdirektor. Er saß unter anderem auf Hopfgarten und war zuerst verheiratet mit Maria Sophia geborene Freiin von Gersdorff, welche 1699 oder 1700 verstarb. In zweiter Ehe verband sich Herr von Einsiedel mit Katharina Konstanze von Mellenthin. Zu den vielen Kindern zählt Christiana Amalia von Ende, was bisher nicht näher belegt ist. Nachgewiesen sind der Sohn Gottlob Innocenz von Einsiedel, aus erster Ehe. Dieser übernahm Hopfgarten und auch die berufliche Perspektive des Vaters als Kreis-Ober-Steuereinnehmer. Seine Nachfahren sind bis 1847 in der genealogischen Forschung aufgeführt.

Die Grabplatte des Haubold von Einsiedel war im 19. Jahrhundert im Kirchdorf Oberfrankenhain bei Borna auf dem Friedhof, eine Grabplatte aus schwarzen Marmor. Die selbige Ausführung für seine erste Frau.[1]

Literatur

  • Adalbert Elschenbroich: Einsiedel, von. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 4. Duncker & Humblot, Berlin 1959, ISBN 3-428-00185-0, S. 398 (deutsche-biographie.de).
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1908. Neunter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1907, S. 221 f. (Digitalisat)

Einzelnachweise

  1. R. Steche: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. Fünfzehntes Heft: Amtshauptmannschaft Borna. C. C. Meinhold & Söhne, Dresden 1891, S. 84. (Digitalisat)