Hastbruch

Hastbruch
Lage Nordöstlich von Wettmar, Region Hannover, Niedersachsen
Fläche 1440 ha
Kennung LSG-H 51
WDPA-ID 321425
Geographische Lage 52° 33′ N, 9° 57′ O
Meereshöhe von 38 m bis 41 m
Einrichtungsdatum 11. Februar 1988
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Der Hastbruch ist ein 1657 Hektar großer Grünlandkomplex in der niedersächsischen Stadt Burgwedel in der Region Hannover.[1] Circa 1440 Hektar des Gebietes sind als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Landschaftsschutzgebiet

Allgemeines

Das Landschaftsschutzgebiet mit dem Kennzeichen LSG-H 51 ist circa 1440 Hektar groß.[2] Es umfasst den größten Teil des auf dem Gebiet der Stadt Burgwedel liegenden Hastbruchs. Nach Norden und Westen grenzt es an das Landschaftsschutzgebiet „Forst Rundshorn-Fuhrberg“ und nach Süden an das Landschaftsschutzgebiet „Wulbecktal“. Das Landschaftsschutzgebiet „Hastbruch“ wurde zum 11. Februar 1988 ausgewiesen. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist die Region Hannover.

Beschreibung

Das Landschaftsschutzgebiet liegt zwischen Hannover und Celle. Es umfasst den größten zusammenhängenden Grünlandkomplex in der Region Hannover.[3] Das Gebiet wird von Grünländern unterschiedlicher Feuchtegrade auf Niedermoorböden geprägt. Die Grünländer werden vielfach landwirtschaftlich genutzt, teilweise liegen sie brach. Mehrere Flurstücke werden ackerbaulich genutzt. Der Hastbruch wird von mehreren Gräben durchzogen, die das Gebiet über den Rixförder Graben zur Wieste entwässern. Stellenweise sind Gehölze in die Grünländer eingestreut, insbesondere entlang von Wegen und Gräben.

Durch die vielfach extensive Bewirtschaftung der Flächen sind im Landschaftsschutzgebiet zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten zu finden.[4] Eine besondere Bedeutung hat das Gebiet für den Wiesenvogelschutz. Um die Vorkommen der Wiesenvögel zu schützen, werden Teile des Landschaftsschutzgebietes im Vertragsnaturschutz bewirtschaftet. Hier wird auf Bodenbearbeitungsmaßnahmen wie Walzen und Schleppen sowie das Mähen in der Brut- und Aufzuchtszeit der Wiesenvögel verzichtet. Auf Ackerflächen, auf denen der Kiebitz brütet, wird das Gelege von der Bewirtschaftung ausgenommen.[1] In den Gräben siedeln Wasserpflanzengesellschaften. Die Gräben werden teilweise von Röhrichten und Hochstaudenfluren begleitet. Die Gewässer sind Lebensraum verschiedener Fische, Amphibien und Libellen. Die Grünländer beherbergen verschiedene Heuschrecken.

Durch das Gebiet verlaufen nur wenige Wirtschaftswege sowie eine Straße von Wettmar nach Wulfshorst und Luisenhof. Im Südosten quert die Bahnstrecke Hannover–Celle das Landschaftsschutzgebiet. Die Vorzugsvariante der Aus- bzw. Neubaustrecke Hannover–Hamburg mit einer neu zu bauenden Bahnstrecke über Soltau und Bergen würde im Nordosten durch den Hastbruch verlaufen und bei Großmoor in die bestehende Bahnstrecke einfädeln.[5][6]

Commons: Landschaftsschutzgebiet Hastbruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Hastbruch, Portal der Landeshauptstadt und Region Hannover. Abgerufen am 13. Januar 2026.
  2. Landschaftsschutzgebiete, Region Hannover. Abgerufen am 13. Januar 2026.
  3. Projekt Hastbruch, Stadt Burgwedel. Abgerufen am 13. Januar 2026.
  4. Film über den Hastbruch in Wettmar, BurgwedelAktuell, 8. April 2017. Abgerufen am 13. Januar 2026.
  5. Streckenabschnitt Hannover – Hamburg, Bahnprojekt Hamburg/Bremen – Hannover, DB InfraGO. Abgerufen am 13. Januar 2026.
  6. So verläuft die Vorzugsvariante, DB InfraGO (PDF, 399 kB). Abgerufen am 13. Januar 2026.