Hartwig Bülck
Hartwig Bülck (* 20. September 1912 in Kiel; † 1985[1]) war ein deutscher Jurist.
Leben
Bülck studierte von 1931 bis 1935 Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Kiel und Würzburg. Nach der Assessorprüfung 1939 war er im Zweiten Weltkrieg als Leutnant und als Richter bei der Luftwaffe. Bis 1947 war Bülck in Kriegsgefangenschaft, von 1948 bis 1952 arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Internationales Recht an der Universität Kiel, 1952 wurde er habilitiert, bevor er 1955 ordentlicher Professor an der Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Nürnberg wurde. Von 1957 bis 1980 war er Professor für Privatrecht und öffentliches Recht an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Vom Kontrahierungszwang zum Abschlusspflicht: Untersuchungen zum Begriffswandel der Vertragsfreiheit. Westholsteinische Verlagsanstalt und Verlagsdruckerei, Heide 1940 (Kiel, Univ., Diss., 1939).
- Die neue Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft. Bd. 107 (1951), Heft 1, S. 90–119.
- Das Recht auf Heimat: Vortrag, [gleichzeitig]: Antrittsvorlesung, Sommersemester 1953 an der Christian-Albrechts-Univ. Kiel. Hubert, Göttingen 1953 (Schriften der Grenzakademie Sankelmark; 9).
- Die Zwangsarbeit im Friedensvölkerrecht: Untersuchungen über die Möglichkeit und Grenzen allgemeiner Menschenrechte. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1953 (Veröffentlichungen des Instituts für internationales Recht an der Universität Kiel; 36) (Zugl.: Kiel, Univ., Habil.-Schr.).
- Zur Systematik der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. In: Berichte der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht, Bd. 3 (1959), S. 66–124.
- Der Strukturwandel der internationalen Verwaltung: [Rektoratsrede an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer; gehalten am 15. Nov. 1961]. Mohr, Tübingen 1962 (Recht und Staat in Geschichte und Gegenwart; 247).
- Wirtschaftsverfassungs- und Wirtschaftsverwaltungsrecht in nationaler und übernationaler Sicht. In: Staat und Wirtschaft im nationalen und übernationalen Recht: Vorträge und Diskussionsbeiträge des 32. Staatswissenschaftlichen Fortbildungskursus der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, 1964. Duncker & Humblot 1964 (Schriftenreihe der Hochschule Speyer; 22), S. 15–42.
- Zur Dogmengeschichte der europäischen Verwaltungsrechts. In: Recht im Dienste der Menschenwürde: Festschrift für Herbert Kraus. Holzner, Würzburg 1964 (Veröffentlichung / Göttinger Arbeitskreis; 295), S. 29–65.
- Der Stand der europäischen Integration. In: Zur Stellung der Mitgliedstaaten im Europarecht. Duncker & Humblot, Berlin 1967 (Schriftenreihe der Hochschule Speyer), S. 9–59.
- Öffentliche Unternehmen im deutschen und europäischen Recht. In: Verwaltung mit Unternehmen. Nomos, Baden-Baden 1968 (Politik und Verwaltung; 10), S. 9–42.
- Von den Ursprüngen des Völkerrechts. In: Jost Delbrück (Hrsg.) Recht im Dienst des Friedens: Festschrift für Eberhard Menzel zum 65. Geburtstag am 21. Januar 1976. Duncker & Humblot, Berlin 1975, ISBN 3-428-03540-2, S. 215–239.
- Der Europabürger. In: Ingo von Münch (Hrsg.): Staatsrecht – Völkerrecht – Europarecht: Festschrift für Hans-Jürgen Schlochauer zum 75. Geburtstag am 28. März 1981. De Gruyter, Berlin u. a. 1981, ISBN 3-11-008118-0, S. 777–811.
Literatur
- Hartwig Bülck. In: Georg Bergler: Geschichte der Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Nürnberg: 1919–1961. Bd. 2, Spindler, Nürnberg 1969, S. 36.
Weblinks
- Hartwig Bülck. In: Kieler Gelehrtenverzeichnis. https://cau.gelehrtenverzeichnis.de/ea487947-5f08-b295-c569-4d4c6071d382
Einzelnachweise
- ↑ Reinhard Mehring: Welch gütiges Schicksal: Ernst-Wolfgang Böckenförde / Carl Schmitt: Briefwechsel 1953–1984. Nomos, Baden-Baden 2022 (Beiträge zum ausländischen öffentlichen Recht und Völkerrecht; Bd. 311), ISBN 978-3-8487-8427-1, S. 328, Anm. 717.