Harter Brocken: Die Erpressung
| Folge 9 der Reihe Harter Brocken | |
| Titel | Die Erpressung |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 89 Minuten |
| Regie | Hanno Olderdissen |
| Drehbuch | Klaus Burck, Michael Knoll |
| Produktion | Lynn Schmitz
|
| Musik | Tobias Wagner, Josef Bach, Arne Schumann |
| Kamera | Mathias Neumann |
| Schnitt | Renata Salazar Ivancan |
| Premiere | 25. Dez. 2025 auf Das Erste |
| Besetzung | |
| |
| → Episodenliste | |
Harter Brocken: Die Erpressung ist ein deutscher Kriminalfilm von Hanno Olderdissen aus dem Jahr 2025. Bei dem Film handelt es sich um die neunte Folge der Harter-Brocken-Reihe. Der Film wurde erstmals am 25. Dezember 2025 im Programm der ARD Das Erste ausgestrahlt.[1]
Handlung
Nach dem Unfalltod von Hans-Peter Zimmermann bekommt dessen Witwe Besuch von Oliver Mienle, der nach einem Mikrofilm sucht. Nachdem er diesen nicht findet, bringt er die Frau um. Mienle wurde von Zimmermann und Horst Witt mit brisantem Material erpresst. Eine Einbrecherin versucht kurz darauf, Witt in seinem Haus mit einer Spritze zu ermorden, jedoch kann Witt ihr im Kampf die Substanz injizieren, sodass die Frau bei der Verfolgung des fliehenden Witts auf den Gleisen der Harzbahn tot zusammenbricht. Ein herannahender Zug kann noch rechtzeitig anhalten. Der von ihr angeschossene Witt kann sich ins Innere des stehenden Zugs retten, die Lokführerin informiert Dorfpolizist Koops.
Die Getötete entpuppt sich als Beamtin des Landeskriminalamts, wobei ihre gefundene Waffe, eine sowjetische Makarow, ungewöhnlich ist. Koops ruft die letztgewählte Nummer in ihrem Handy an und erreicht Mienle, der nur wenige Meter hinter ihm steht und ebenfalls LKA-Beamter ist. Mienle übernimmt die Ermittlungen und möchte möglichst wenig Einmischung durch Koops. Er informiert Kollegin Sabine Berger, die gerade in einem Wahlkampf steckt, über die Vorkommnisse. Koops trifft die beiden später in Mienles Unterkunft an. Koops kommen die ganzen Umstände und das Verhalten von Mienle und Berger mysteriös vor. Er ermittelt auf eigene Faust und findet in Mienles Zimmer ein Foto des Mikrofilms, auf dem mehrere Personen aus der MfS-Zeit abgebildet sind.
Witt gelingt es, sich zu seiner früheren Schwiegertochter Bettina zu schleppen und sich von der Krankenschwester verarzten zu lassen. Er erzählt ihr von dem Mikrofilm und dass er diesen in der Harzbahn versteckt hat. Bettina wittert die Chance, von Mienle und Berger Geld für die Herausgabe des Mikrofilms einzufordern. Doch die Sache misslingt: Bettinas jetziger Mann Alexander erleidet bei der Geldübergabe einen Herzinfarkt und Mienle kann verhindern, dass er seine lebensrettenden Tabletten einnimmt. Nachdem Bettina später in ihrem Haus den beiden erzählt, wo sich der Mikrofilm befindet, erschießt Berger sie. Koops, der sich auf der Suche nach Witt auch gerade in das Haus eingeschlichen hat, kann gemeinsam mit ihm vor den beiden fliehen. Witt erzählt Koops von seiner Arbeit im Archiv der Staatssicherheit, wo er den Mikrofilm entdeckt hat. Auf diesem sehe man, wie frühere Agenten der DDR, die später LKA-Beamte wurden, Morde begangen haben. Dies habe ihn und Zimmermann dazu gebracht, die auf den Bildern abgebildeten Personen zu erpressen.
Koops und Witt springen in die Harzbahn, wobei Mienle ihnen folgt. Koops kann diesen überwältigen und mit Handschellen fesseln. Witt ist mittlerweile an seinen Verletzungen verstorben, Koops hat den Mikrofilm an sich genommen. Zeitgleich versucht Mette Vogt, die eigentlich gemeinsam mit Heiner einen freien Tag hat, Berger an einem Zwischenhalt zu stellen, wobei diese schießt und Heiner verletzt. Am Endbahnhof kann Berger Mienle im Zug befreien, und sie gehen am Bahnsteig auf Koops zu. Berger erschießt Mienle und fordert von Koops den Mikrofilm, den sie vor ihm verbrennt. Als sie siegessicher davongeht, erhält sie von Koops etliche, von ihm kopierte Fotos vom Mikrofilm auf ihr Handy, auf der auch ihre Straftaten zu sehen sind. Koops nimmt Berger fest.
Produktion
Der Film wurde im Zeitraum vom 25. Oktober bis zum 24. November 2023 in Sankt Andreasberg, Sorge, Wernigerode und Elend gedreht.[2]
Soundtrack
Für den Soundtrack wurden unter anderem folgende Songs verwendet:[1]
- Johann-Strauss-Orchester – André Rieu (Schwanensee)
- Elvis Presley (Mystery Train)
- Boston (More Than a Feeling)
- Bob Marley (Stop The Train)
Rezeption
Kritiken
Tilmann P. Gangloff vergab dem Film in seiner Besprechung bei tittelbach.tv 4 von 6 möglichen Punkten und schrieb: „Ein pfiffiger Held, skrupellose Schurken, schwarzer Humor und dazu noch diverse Western-Anspielungen: Auch der neunte Krimi aus der ARD-Reihe ‚Harter Brocken‘ mit Aljoscha Stadelmann als unterschätzter Provinzpolizist ist ein großes Vergnügen. Diesmal legen sich brave Bürger mit einem Duo an, das weit mehr als nur eine Nummer zu groß für sie ist; und Frank Koops muss es wieder mal ausbaden.“[1]
Oliver Armknecht meinte: Diesmal „macht die Polizei Jagd auf einen Mann, der mehr weiß, als es ihm guttut. Zu rätseln gibt es diesmal wenig, richtig spannend oder lustig wird es auch nicht. Der Krimi funktioniert zwar auch so. Es gab aber bessere Teile in der Reihe, da hat man sich zu sehr auf Bewährtem ausgeruht.“ Er gab dem Film in seiner Besprechung bei film-rezensionen.de insgesamt 5 von 10 Punkten.[3]
Einschaltquote
Die Erstausstrahlung des Films am 1. Weihnachtsfeiertag 2025 verfolgten in Deutschland 4,50 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 20,4 % bedeutete. Dies war der Bestwert an diesem Tag.[4]
Sonstiges
Es handelt sich um die erste Folge von Harter Brocken, in der Jakob Benkhofer von Moritz Führmann die Rolle des Heiner Kelzenberg übernimmt.[5]
Weblinks
- Harter Brocken: Die Erpressung in der ARD-Mediathek, abrufbar bis 22. Dezember 2026
- Harter Brocken: Die Erpressung bei crew united
- Harter Brocken: Die Erpressung bei IMDb
- Harter Brocken: Die Erpressung bei Fernsehserien.de
Einzelnachweise
- ↑ a b c Tilmann P. Gangloff: Harter Brocken – Erpressung. In: tittelbach.tv. 2025, abgerufen am 25. Dezember 2025.
- ↑ Harter Brocken: Die Erpressung bei crew united, abgerufen am 25. Dezember 2025.
- ↑ Oliver Armknecht: Harter Brocken: Erpressung. In: film-rezensionen.de. 25. Dezember 2025, abgerufen am 25. Dezember 2025.
- ↑ Mario Thuner: Primetime-Check - Donnerstag, 25. Dezember 2025. In: Quotenmeter.de. 26. Dezember 2025, abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ „Harter Brocken“: Ein Gefühl von Harzer Hollywood. In: Goslarsche Zeitung. Abgerufen am 27. November 2023.