Haret Hreik
| حارة حريك Haret Hreik | ||
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| Koordinaten | 33° 51′ N, 35° 31′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Libanon | |
| Gouvernement | Libanonberg | |
| Distrikt | Baabda | |
| Höhe | 30 m | |
Neubauten in Haret Hreik, 2009
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Haret Hreik (arabisch حارة حريك, DMG ) ist ein Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut und liegt südlich der Stadt, nordöstlich des internationalen Rafik-Hariri-Airports.
Geschichte
Im Libanonkrieg 2006 wurde Haret Hreik besonders stark von israelischen Luftschlägen getroffen, da sich dort das Hauptquartier der Hisbollah befand.[1] Der Ort gilt als ihre Hochburg und wurde nach den Bombenanschlägen wieder komplett hergestellt. In Haret Hreik ist unter anderem die private Kulturorganisation Umam Documentation & Research angesiedelt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die moderne Geschichte des Libanons zu dokumentieren.[2]
Am 27. September 2024 bombardierte die Israelische Luftwaffe in einem seit dem 23. September 2024 anhaltenden Krieg gegen die Hisbollah Haret Hreik mit 85 eintönnigen Bomben, um Hassan Nasrallah zu töten. Dabei beschossen und töteten die Piloten auch Rettungskräfte, neben hunderten weiteren Bewohnern. Insgesamt starben laut der Zeitung L’Orient-Le Jour 2546 Libanesen, 11.862 wurden verletzt.[3]
Persönlichkeiten
- Michel Aoun (* 1933), libanesischer Offizier und Politiker
Literatur
- Mona Fawaz: Beirut: The City as a Body Politic. Isim Review 20, Herbst 2007, S. 22 f.
Weblinks
- Haret Hreik. localiban, 18. September 2008
Einzelnachweise
- ↑ Robert Fisk: What I am watching in Lebanon each day is an outrage. In: The Independent, 14. Juli 2006, abgerufen am 24. Dezember 2025.
- ↑ Umam Documentation & Research (Homepage)
- ↑ Erminia Chiara Calabrese: De Gaza à Beyrouth. Positionnements politiques et vécus des guerres. In: Véronique Bontemps, Stéphanie Latte Abdallah (Hrsg.): Gaza, une guerre coloniale (= Farouk Mardam-Bey [Hrsg.]: Collection Sindbad). Éditions Actes Sud/Institut des Etudes Palestiniennes, Arles 2025, ISBN 978-2-330-20433-4, S. 179–194, hier S. 179 (Opferzahlen von L’Orient-Le Jour vom 22. Oktober 2024).