Harald von Klüber

Harald von Klüber (* 6. September 1901 in Potsdam; † 14. Februar 1978 in Baden-Baden) war ein deutscher Astronom.

Harald von Klüber war Sohn des Offiziers Robert von Klüber und seiner Ehefrau Elsa von Klüber, geb. von Mühlberg. Er promovierte 1924 in Berlin mit Prädikat über ein astronomisches Beobachtungsprojekt mit Daten, die er an der Adolf-Miethe-Sternwarte in Berlin-Charlottenburg gewonnen hatte. Ab 1923 im Einstein-Institut als Observator, Professor ab 1940, Hauptobservator ab 1946.

Im Mai 1932 wurde Miethes Goerz-Schmidt-Doppelreflektor auf Initiative von Erwin Freundlich in einen neuerrichteten Kuppelbau ("Miethe-Kuppel") nach Potsdam überführt und von Klüber in kürzester Zeit für die Beobachtungsarbeit eingerichtet. Ab 1941 ertüchtigte er das Instrument des Einstein-Turmes zur Messung solarer Magnetfelder, bis dahin Alleinstellungsmerkmal des Mount-Wilson-Observatorium, wo bereits 1908 die Magnetfelder von Sonnenflecken entdeckt und untersucht wurden. Ab 1947 vom Astrophysikalischen Observatorium Potsdam mit Zielort Zürich beurlaubt.[1]

Klüber war ab 1949 Senior Observer und ab 1960 Assistant Director an der Universitätssternwarte Cambridge (England). Sein Forschungsgebiet war die Sonnenphysik. Eine "Short Autobiography of Prof. Dr. Harald von Klüber" ist auf den Seiten 232–238 in "Astronomen, Akten und Affären" zu finden [s. u.].

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günther Rüdiger: Astronomen, Akten und Affären - Vom Anfang zum Ende des Astrophysikalischen Observatoriums zu Potsdam Acta Historica Astronomiae 71, Akademische Verlagsanstalt, Leipzig, 2025.