Hans von Carlowitz (Beamter)

Hans von Carlowitz (* 1527; † 24. April 1578) war ein deutscher Beamter. Er war Sohn von Hans von Carlowitz d. Ä., seit 1524 alleiniger Herr auf Zuschendorf und Lindigt bei Pirna, und Anna, geb. von Carlowitz auf Hermsdorf.[1] Seine Großeltern waren Hesse (Heinrich) von Carlowitz auf Zuschendorf und Lindigt, verheiratet mit Eleonore von Hirschfeld auf Otterwitz, und Friedrich von Carlowitz auf Hermsdorf, verheiratet mit Anna von Karras.[2]

Hans starb 1546, und seine Witwe Anna hatte Zuschendorf bis 1554 als Leibgut inne. Dann überließ sie es erblich ihrem Sohn Hans II. den Jüngeren.

1555 stiftete dieser den sogenannten „Saukrieg“ gegen den Bischof von Meißen, Johann IX. von Haugwitz, um das Erbe seines Onkels Nicolaus II. von Carlowitz (Bischof von 1550 bis † 1555) an. Johann verlor diese Fehde, flüchtete 1558 nach Prag und musste 1559 Stolpen abtreten, um wieder in die Markgrafschaft Meißen zurückkehren zu können.

Hans von Carlowitz wurde 1575 zum Amtshauptmann des Amtes Schwarzenberg und Crottendorf ernannt. Diese Funktion übte er bis zu seinem Tod 1578 aus. Begraben wurde er in der Marienkirche Dohna. Die Adelsfamilie von Carlowitz war bis zum Untergang der Burggrafschaft Dohna Vasallen der Burggrafen von Dohna.

Literatur

  • Johann Paul Oettel: Alte und neue Historie Der Königl. Pohln. und Churfürstl. Sächß. freyen Berg-Stadt Eybenstock im Meißnischen Ober-Erz-Gebürge, Schneeberg 1748, S. 194.

Anmerkungen

  1. Oswald Rudolf von Carlowitz: Aus dem Archive der Familie von Carlowitz, Ramming, Dresden 1875, I. Theil. Die ausgestorbene Haupt-Linie Zuschendorf und die Haupt-Linie Borthen: Zu Tafel I der Zuschendorfer Hauptlinie, vom 14. Jahrhundert bis 1759, in welchem Jahre sie ausgestorben. S. 3.
  2. Oswald Rudolf von Carlowitz: Aus dem Archive der Familie von Carlowitz, Ramming, Dresden 1875, I. Theil. Die ausgestorbene Haupt-Linie Zuschendorf und die Haupt-Linie Borthen: Zu Tafel I der Zuschendorfer Hauptlinie, vom 14. Jahrhundert bis 1759, in welchem Jahre sie ausgestorben. S. 2.