Hans Rewald

Hans Rewald (geboren am 1. Oktober 1886 in Berlin; gestorben 1944 im KZ Auschwitz) war ein deutscher Zeichner, Karikaturist und Autor.

Leben und Wirken

Hans Rewald kam aus einer jüdischen Familie in Berlin. Seit 1908 zeichnete er für Illustrierte und Satirezeitschriften wie Jugend, Simplicissimus, Der wahre Jacob, Ulk, Fliegende Blätter, Die Dame und Die Welt am Montag Karikaturen und Porträts und schrieb humoristische Texte.[1] Er porträtierte auch bekannte Schauspieler wie Asta Nielsen, Tilla Durieux, Claire Waldoff, Paul Wegener und weitere Persönlichkeiten.

Hans Rewald wohnte einige Jahre in Berlin-Wilmersdorf in der Joachim-Friedrich-Straße 20.[2][3] 1942 wurde er in das Ghetto Theresienstadt deportiert und am 10. Oktober 1944 in das KZ Auschwitz, wo er wahrscheinlich bald danach ermordet wurde. Ein Stolperstein liegt an seiner letzten bekannten Wohnadresse.[4]

Werke

Es erschienen zwei Bücher mit Werken von Hans Rewald

  • Es hat geklingelt, Landsberg, Berlin 1925, Gedichte und humoristische Geschichten[5]
  • Zeichnungen von Hans Rewald (= Lindström Künstler in der Karikatur, Band 1), Odeon, Berlin 1929, Neudruck 2014

Literatur

Commons: Hans Rewald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hans Rewald Digitales Archiv jüdischer Autorinnen und Autoren; außerdem B. Z. am Mittag, Junggeselle, Herrenwelt, Zeitbilder, Drache
  2. Rewald. In: Berliner Adreßbuch, 1925, I., S. 2586. „Rewald, Hans, Reklamemal[er], Wilmersdorf, Joachim-Friedrich-Str 20“., siehe auch weitere Jahre (1939 nicht mehr, aber noch im Melderegister); in Wilmersdorf wohnte auch Arthur Marcus Rewald (1880–1957), der Vater der Kinderbuchautorin Ruth Rewald, (möglicherweise Verwandte?)
  3. Dresslers Kunsthandbuch, 1930, S. 812; Udo Christoffel, Berlin-Wilmersdorf. Die Juden. Leben und Leiden, 1987, S. 98 (kurzer Auszug), (mit den Adressen von vielen jüdischen Bewohnern in Wilmersdorf); aber kein Eintrag im Jüdischen Adressbuch, 1931
  4. Hans Rewald Stolpersteine Berlin, Joachim-Friedrich-Straße 20
  5. Franz Blri F Franz Blei, Die Frivolitäten des Herrn von Disemberg, Landsberg, Berlin 1925, letzte Seite, mit Anzeige des Verlages zu Es hat geklingelt