Hans Plaß

Hans „Hänschen“ Plaß (oft Plass; * 13. April 1926 in Hamburg; † 13. Januar 2018[1] ebenda) war ein deutscher Hockeyspieler, der 1956 bei den Olympischen Spielen in Melbourne zum Aufgebot der deutschen Mannschaft gehörte.

Hans Plaß war über 80 Jahre lang Mitglied im Harvestehuder THC Hamburg und spielte mehr als 20 Jahre auf der Position eines defensiven Mittelfeldspielers in der ersten Herrenmannschaft. Mit ihr feierte er 1963 mit der deutschen Vizemeisterschaft seinen größten Vereinserfolg.

Der Deutsche Hockey-Bund lud Plaß zum ersten Nachkriegsländerspiel gegen die Schweiz am 15. September 1951 in Stuttgart ein.[2] In der Folge spielte der Hamburger bis 1956 17 Mal für die deutsche Herren-Hockeynationalmannschaft[3], musste aber 1952 die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Helsinki absagen, um sein Pharmaziestudium in Braunschweig zu beenden.

Ende Oktober 1954 gewann Plaß mit der deutschen Mannschaft in Brüssel das Europa-Turnier, ein Länderturnier für europäische Nationalmannschaften mit dem Charakter einer ersten inoffiziellen Europameisterschaft.[4][5]

1956 stand Plaß dann aber im Kader der deutschen Herrenhockeymannschaft für die Olympischen Sommerspiele 1956 in Melbourne. Als Ersatzspieler kam er dort allerdings in den fünf Partien nicht zum Einsatz und erhielt am Ende nur ein Replikat der Medaille.[6]

Leben

Plaß machte 1944 sein Abitur an der Gelehrtenschule des Johanneums und studierte in Braunschweig Pharmazie. In Hamburg hatte er eine eigene Apotheke die Plaß erst im Alter von 81 Jahren aufgab.

Plaß ist Großonkel der ehemaligen Hockey-Nationalspielerin Jennifer Plass.

  • Hans Plaß in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)

Einzelnachweise

  1. Harvestehuder THC trauert um Clublegende Hans Plass. Abgerufen am 8. Januar 2026.
  2. Feld Nationalmannschaft (m+w). (PDF) S. 2, abgerufen am 8. Januar 2026.
  3. 75 Jahre Hamburger Hockey-Verband. (ePaper) Hamburger Hockey-Verband, S. 15, abgerufen am 8. Januar 2026.
  4. Men Field Hockey International Tests Matches 1954. Abgerufen am 8. Januar 2026.
  5. Hockey-Europameisterschaften: Deutsche Medaillenerfolge – Gold, Silber und Bronze: zusammengestellt von Wilfried Hoffmann. Abgerufen am 8. Januar 2026.
  6. 72 Stunden Anreise – und dann kein Einsatz. Abgerufen am 8. Januar 2026.