Hans Karl von Thüngen

Hans Karl Freiherr von Thüngen (* 2. Juli 1851 in Coburg; † 11. Januar 1926 in Thüngen) war ein deutscher Agrarpolitiker, Gutsbesitzer und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben

Hans Karl von Thüngen entstammte dem edelfreien fränkischen Adelsgeschlecht Thüngen und war ein Sohn des Freiherrn Wolfgang Karl von Thüngen (1814–1888, bayerischer Gesandter) und dessen Ehefrau Luise Dorothea Rottenhan (1818–1906). Er betätigte sich in der Landwirtschaft und gehörte 1880 zu den Mitbegründern des Bayerischen Brauerbundes und 1885 der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, die am 11. Dezember vom Agrartechniker Max Eyth zum Zweck der Förderung der Landwirtschaft gegründet wurde. Von 1876 bis 1880 war er gemeinsam mit seinem Vater Majoratsherr und nach dessen Tod bis 1922 alleiniger Herr. Am 28. September 1897 wurde ihm vom Bayerischen Landwirtschaftsrat anlässlich des Zentrallandwirtschaftsfestes die goldene Vereinsdenkmünze verliehen[1].

Er verfügte über umfangreichen Grundbesitz und hatte vom 29. September 1905 bis 1918 als erblicher Reichsrat einen Sitz in der Kammer der Reichsräte, deren Mitglieder neben den Mitgliedern der Kammer der Abgeordneten den Bayerischen Landtag bildeten.

Bei einer Versammlung der Landräte aus Unterfranken und Aschaffenburg am 3. Dezember 1881 unter Vorsitz des Regierungspräsidenten Friedrich von Luxburg wurde Thüngen neben 33 weiteren Personen zum Feldgeschworenen bestellt[2].

Auszeichnungen

  • Ehrenmitglied des bayerischen Landwirtschaftsrats

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. “Der” Landwirt 1897. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Königlich-bayerisches Kreis-Amtsblatt von Unterfranken und Aschaffenburg für das Jahr 1881. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).